Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Neue IT-Konzepte im Fahrzeugbau

Wenn sich die Software selbst repariert

Elektromobilität und alternative Antriebssysteme, neue Konzepte wie Carsharing sowie vernetzte Autos und autonomes Fahren dürften die Automobilbranche nachhaltig umgestalten. Die Software dieser Fahrzeuge könnte sich, anders bei einem Blechschaden, sogar selbst reparieren können.

(Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com / Auroralabs)

(Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com / Auroralabs)

Die Automobilindustrie steht vor einem großen Wandel. Dieser bietet auch Chancen für Neueinsteiger: Von Byton und Tesla bis hin zu Quereinsteigern wie Google, Apple und Nvidia werden neue Konzepte, Geschäftsmodelle und Innovationen auf den Markt gebracht. Von allen neuen Technologien wird dabei das autonome Fahren mit die größten Auswirkungen haben. Es führt zu einem Umdenken in Bezug auf Design, Funktionalität und den Besitz von Fahrzeugen. Anlässlich der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wurden bereits verschiedene autonome Fahrzeugkonzepte vorgestellt – von Herstellern, Zulieferern und Unterhaltungselektronikunternehmen. Dabei handelte es sich jedoch nicht um selbstfahrende Autos, sondern um autonome Pods mit Konzepten dafür, wie man die Fahrzeit künftig nutzen kann. So kann man darin arbeiten, schlafen oder auch Filme schauen. Obwohl immer noch futuristisch, könnten diese Pods Realität werden und dadurch auch die Industrie verändern.

Ohne Eigentum mobil

Seit mehr als einem Jahrhundert bauen, verkaufen und liefern Automobilhersteller Fahrzeuge. Sie werden entwickelt, um entweder dem Käufer einen bestimmten Mehrwert oder einen lange gehegten Wunsch zu erfüllen. Das vollkommen autonome Fahrzeug im Sharing-Betrieb könnte dies verändern. Anstatt ein Auto zu besitzen, könnte eine ganze Flotte von anpassbaren Pods zur Verfügung stehen, die sich regelmäßig aktualisieren. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) erkennen sie bestimmte Gebrauchsmuster und stellen sich darauf ein. So werden automatisch Sitzeinstellungen vorgenommen oder auch die Anzahl der benötigten Sitze bereitgestellt. Nicht nur das Handling, sondern das gesamte Innenraumkonzept wird auf automatisierte Variabilität in einem gemeinsamen Modell ausgelegt. Darüber hinaus werden diese Flotten autonomer Fahrzeuge – vielleicht sogar dezentral – das interne und externe Umfeld kontinuierlich nach Bedrohungen und Möglichkeiten durchsuchen und ihr Profil fortlaufend anpassen. Es werden Echtzeitdaten von allen Nutzern und externen Quellen erhoben, sodass sich die Flotten proaktiv entsprechend umstellen können.

Hin zum Dienstleister

Neben neuen Aspekten in Bezug auf das Fahrzeugdesign, die Funktionalität und auch des Eigentums muss die Automobilindustrie auch den Wandel vom Verkauf und der Wartung von Autos hin zum Angebot von Mobilitätsdienstleistungen im Blick haben. Oberstes Ziel muss es dabei sein, die agile und benutzerorientierte Entwicklung neuer Fahrzeugfunktionen und Mobilitätsdienste zu ermöglichen. Unternehmen wie Aurora Labs, ein Hersteller von sogenannter Self-Healing Software, wollen diesen Wechsel hin zu einer softwarebasierten, agilen Wartung und Entwicklung begleiten.

Mit Technologie von Aurora Labs kann eine Software während der Produktion installiert und später jederzeit um neue Funktionen erweitert werden. (Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com / Auroralabs)

Mit Technologie von Aurora Labs kann eine Software während der Produktion installiert und später jederzeit um neue Funktionen erweitert werden. (Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com / Auroralabs)

Lernen durch Daten

Ähnlich wie Smartphones können heutige Fahrzeuge zu Beginn softwareseitig unvollständig sein und Anwendungsfälle auf der Grundlage zusätzlicher Daten und Applikationen selbst erlernen. Darüber hinaus ist eine selbstlernende Software auch selbstheilend. Wenn die Daten Fragen aufwerfen, kann die Software nach zusätzlichen Inputs suchen, um eine Antwort zu geben. Erkennt das Fahrzeug beispielsweise einen Fehler, implementiert die Software autonom eine Lösung – ohne menschlichen Eingriff. Und wenn es eine unprogrammierte Gelegenheit gibt, wird das Netzwerk einen Algorithmus erstellen, um diese Gelegenheit zu nutzen.

Fehler selbst korrigieren

Die Self-Healing Software von Aurora Labs kann für alle Softwaresysteme und Steuergeräte im modernen Auto verwendet werden. Dabei übernimmt maschinelles Lernen alle vier Phasen der Fahrzeugwartung, um Softwareprobleme zu erkennen, zu beheben und OTA(Over the Air)-Updates nahtlos umzusetzen. Anschließend wird die aktualisierte Software überprüft, um einen reibungslosen Typgenehmigungsprozess zu ermöglichen. Sie erfordert keine Installation auf dem Steuergerät (ECU) und führt die Updates ohne Ausfallzeiten durch. Softwarefehler und und mögliche ECU-Ausfälle können zudem vorhergesagt werden. Die ‚Selbstheilung‘ erfolgt per Zugriff auf eine frühere sichere Version der Software. OTA-Updates ohne Clients sorgen dann weiterhin dafür, dass alle ECUs im Fahrzeug ohne Fehler und Ausfallzeiten auf dem neuesten Stand sind.

Mehr Sicherheit, mehr Qualität

Durch die Lösung können Automobilhersteller und OEMs Sicherheit sowie Qualität ihrer Systeme verbessern. Rückrufe und Werkstattbesuche werden vermieden, da Probleme bereits im Voraus erkannt und über OTA-Updates während der Fahrt behoben werden können. Bis dahin kann Self-Healing Software den Herstellern dazu dienen, in kurzen Entwicklungs- und Testzyklen ein Sicherheitsnetz zur Verfügung zu stellen.

Beitrag drucken

Neue IT-Konzepte im Fahrzeugbau

Wenn sich die Software selbst repariert

Elektromobilität und alternative Antriebssysteme, neue Konzepte wie Carsharing sowie vernetzte Autos und autonomes Fahren dürften die Automobilbranche nachhaltig
umgestalten. Die Software dieser Fahrzeuge könnte sich, anders bei einem Blechschaden, sogar selbst reparieren können. (mehr …)

1 2


Das könnte Sie auch interessieren:

Anfang des Jahres hat Bosch CyberCompare eine digitale Plattform gestartet, die Industrieunternehmen und IT-Security-Anbieter zusammenbringen soll. Schon mehr als 100 Anbieter lassen sich auf dem Portal vergleichen, in einem für Anwender kostenlosen Prozess.‣ weiterlesen

Die Allianz geht davon aus, dass sich Ransomware-Angriffe vermehrt gegen Lieferketten richten könnten. Der Versicherer sieht dabei hauptsächlich IT-Dienstleister im Visier von Hackern. Und auch die Höhe der Lösegeldforderungen steigt.‣ weiterlesen

Mit Oliver Gronau als CCO stößt ein weiteres Mitglied zum Management-Team des Datenmanagement-Spezialisten Auvesy, das zukünftig aus Tim Weckerle (CEO), Stefan Jesse (COO) und Oliver Gronau in der neugeschaffenen Position des Chief Commercial Officers besteht.‣ weiterlesen

Die Richtlinie VDI-MT 6602 Blatt 2 'Projektingenieur in Projekten mit Entwicklungspartnern - Anforderungen an die Qualifizierung' ist Anforderungsprofil für in der Praxis tätige Ingenieure und Projektingenieure, die ihre Fähigkeiten für Projekte im multiplen Unternehmensumfeld an einem allgemein anerkannten Berufsbild spiegeln und weiterentwickeln möchten.‣ weiterlesen

Wer im industriellen Kontext zuverlässige Funkverbindungen verspricht, muss schon etwas genauer werden. Wie werden Kollisionen vermieden und wie Kollokationsprobleme entschäft? In Industrie-Funknetzen auf Bluetooth-Basis kommen eine ganze Reihe intelligenter Technologien zum Einsatz.‣ weiterlesen

Der Markt für IT-Sicherheit in Deutschland wächst ungebrochen. Das bisherige Rekordjahr 2020 könnte in diesem Jahr nochmals übertroffen werden. So geht der Digitalverband Bitkom von einem Plus von 9,7 Prozent aus.‣ weiterlesen

Am 10. und 11. Mai 2022 veranstaltet die ITG Informationstechnische Gesellschaft im VDE zusammen mit der VDI/VDE Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik die Fachtagung Sensoren und Messsysteme 2022.‣ weiterlesen

Mitarbeiter von Continental haben einen Ansatz entwickelt, um Unternehmensprozesse analysieren und deren Automatisierungspotenzial bewerten zu können. Dieser Leitfaden ist beim Automobilzulieferer ein Baustein von vielen, um die Herausforderungen einer sich im technologischen Umbruch befindlichen Branche zu bewältigen und dabei die Wertschöpfung zu optimieren.‣ weiterlesen

In Bad Salzuflen findet am 10. November die FBM statt. Bereits im Vorfeld der Messe können Unternehmen über eine Matchmaking-Plattform feste Termine mit den Ausstellern buchen.‣ weiterlesen

Im neuen PWC-Maschinenbaubarormeter blicken mehr als die Hälfte der Unternehmen zwar optimistisch in die Zukunft. Im Vergleich zum Vorquartal ist dieser Wert jedoch zurückgegangen.‣ weiterlesen

Mit der Übernahme der Garz & Fricke Group will das italienische Unternehmen Seco seine Präsenz auf dem deutschsprachigen Markt stärken und sein Lösungsportfolio weiter ausbauen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige