Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

CAQ-System übergreifend implementiert

Qualitätssicherung in der Null-Fehler-Produktion

In der Automotive-Branche liegt die Messlatte für die Qualität ganz oben: Eine Null-Fehler-Produktion wird über die gesamte Lieferkette hinweg erwartet. Als hundertprozentiger Automobilzulieferer hat sich Baier & Michels mit ihrer Produktpalette diesem Qualitätsanspruch verpflichtet. Dabei unterstützt seit dem Jahr 2015 eine integrierte Lösung für das Qualitäts- und Produktionsmanagement.

 (Bild: Pickert & Partner GmbH)

(Bild: Pickert & Partner GmbH)

Die international aufgestellte Baier & Michels-Gruppe mit Sitz in Ober-Ramstadt wurde 1932 gegründet und hat sich als innovatives Unternehmen im Bereich der Verbindungstechnik etabliert. Der Produzent ist derzeit in acht Ländern tätig und plant sowie produziert Verbindungselemente in Automotive-Qualität. Die Geschäftsfelder umfassen neben der Niettechnik und Kaltumformung auch die Direktverschraubung und deren technische Beratung. Die Dienstleistungen erstrecken sich hierbei von der Erstellung von Zeichnungen, 3D-Modellen, Prototypen und den entsprechenden Anwendungsversuchen über die Serienproduktion mit den begleitenden Prüfungen, bis hin zur weltweiten Versorgung mit Logistiksystemen. Der Full-Service-Partner im Bereich Verbindungstechnik ist nach DIN EN ISO9001:2015 und IATF 16949 zertifiziert

Integriertes CAQ gesucht

Ausgelöst durch unzureichende Funktionalität der alten IT-Lösung für die Qualitätssicherung war der Automobil-Zulieferer auf der Suche nach einem geeigneten Partner, der eine leistungsfähigere Software bereitstellt. Nach ersten Versuchen mit diversen Anbietern war schnell klar, dass eine integrierte Gesamtlösung gebraucht wurde, die Qualitäts- und Produktionsmanagement miteinander verknüpfen kann. „Unsere Suche führte uns schließlich zu Pickert & Partner“, sagt Steffen Redlingshöfer, Bereichsleiter Qualität bei Baier & Michels.

25 Anwender täglich

Seit 2015 setzt das Unternehmen auf die CAQ-Software der Pickert & Partner GmbH aus dem baden-württembergischen Pfinztal. Aktuell arbeiten 25 Mitarbeiter täglich mit dem System RQM (Realtime. Quality. Manufacturing.). Das fängt bei der Wareneingangsprüfung für die derzeit 7500 aktiven Artikel wie Muttern, Schrauben, Kaltfließteile und Einpresssysteme an. Um die dafür notwendigen Wareneingangsprüfpläne zu erstellen, nutzt Baier & Michels das Modul RQM.Prüfplanung. Die Erfassung und Abwicklung von internen sowie externen Reklamationen erfolgt mit dem Werkzeug RQM.Reklamationsmanagement. Dieses ermöglicht dem Produzenten eine zügige Abwicklung von Reklamationen und gibt auf Knopfdruck einen erzeugten 8D-Report aus. „Durch das effiziente Reklamationsmanagement konnte das Unternehmen erheblich an Zeit einsparen“, sagt Marcus Müller, Vertriebsleiter bei Pickert & Partner. Des Weiteren erstellt das Automotive-Unternehmen jeden Tag Auswertungen mit dem Modul RQM.AUGE (Auswertungsgenerator).

Seit 2015 stellt die Pickert & Partner GmbH, Pfinztal, die CAQ-Software des Verbindungstechnik-Spezialisten Baier & Michels bereit. (Bild: Pickert & Partner GmbH)

Seit 2015 stellt die Pickert & Partner GmbH, Pfinztal, die CAQ-Software des Verbindungstechnik-Spezialisten Baier & Michels bereit. (Bild: Pickert & Partner GmbH)

Auswertung zügig beim Nutzer

Der Auswertungsgenerator ermöglicht relevante Qualitätskennzahlen zu erheben und standortübergreifend für die gesamte Unternehmensgruppe auszuwerten. Dadurch lassen sich in Echtzeit wichtige Qualitätskennzahlen analysieren und „just-in-time“ gezielt Maßnahmen ableiten. Darüber hinaus führt Baier & Michels mit Hilfe von RQM eine regelmäßige statistische Qualitätskontrolle durch. Mit ihr kann das Unternehmen seine Prozesse regelmäßig kontrollieren und bei Schwankungen innerhalb eines Produktionsprozesses frühzeitig eingreifen. „Das war mit dem alten System nur bedingt möglich“, sagt Steffen Redlingshöfer. „Somit haben wir die SPC-Prüfung auf ein neues Level gehoben.“

Gemeinsame Datenbasis

Mit der Einführung der CAQ-Lösung konnte Baier & Michels über die gesamte Gruppe eine einheitliche Datenbasis erzeugen und gemeinsame Datenkataloge anlegen. Dadurch wird in der Unternehmensgruppe nur noch mit standartisierten Begriffen gearbeitet. Diese lassen sich leicht innerhalb vom RQM in jede beliebige Sprache übersetzen und liegen so den Anwendern in ihrer Muttersprache vor. Dieselben Begriffe auf internationaler Ebene benutzen zu können, ist ein großer Vorteil für das Unternehmen, denn es erleichtert die gemeinsame tägliche Arbeit. Der Informationsaustausch zwischen den RQM-Modulen und den Anwendern erfolgt durch das zentrale Maßnahmenmanagement, welches als zentraler Baustein in der Mitte des CAQ-Systems steht. Es bildet die Grundlage zur Lenkung und Überwachung von organisatorisch wichtigen Maßnahmen. „Durch das Maßnahmenmanagement hat sich im Tagesgeschäft die Kommunikation untereinander enorm verbessert und vereinfacht“, sagt Steffen Redlingshöfer. “ Wir haben durch RQM eine Datenbank geschaffen, die alle Mitglieder der Baier & Michels-Gruppe nutzen können. Dadurch können wir in der Zukunft alle Standorte nach denselben Prozessen arbeiten lassen.“

Zufrieden mit den Ergebnissen

Steffen Redlingshöfer ist insgesamt sehr zufrieden mit dem CAQ-System vom Pickert & Partner. Auch der Projektablauf bei der Implementierung sei auf den Automobilzulieferer und seine Anforderungen zugeschnitten gewesen. „Unsere Erwartungen an RQM und dessen Leistungsumfang wurden voll erfüllt“, sagt Steffen Redlingshöfer. „Pickert & Partner hat uns von Anfang sehr gut betreut und eine hohe Flexibilität an den Tag gelegt. Das Softwareunternehmen ist auf unsere Wünsche und Gegebenheiten eingegangen und hat diese zu unserer vollsten Zufriedenheit umgesetzt. Die Software passt sich unseren Prozessen und Anforderungen perfekt an. Wir haben mit der Einführung von RQM und der Zusammenarbeit mit Pickert & Partner definitiv die richtige Entscheidung getroffen.“


Das könnte Sie auch interessieren:

Die Pepperl+Fuchs-Marke Ecom hat auf der Hannover Messe 2019 neue Geräte für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen gezeigt. Dazu zählen das ATEX-Zone-1/21- und Div.-1-zertifizierte, eigensichere 4G/LTE-Android-Smartphone Smart-Ex 02, die eigensichere Thermal-Videokamera Cube 800 und die explosionsgeschützte Smart-Ex Watch für das Handgelenk.‣ weiterlesen

Am Freitagmittag, dem 7. Dezember 2018 berichtet Spiegel Online, dass KraussMaffei von einem schweren Cyberangriff durch eine Ransomware getroffen wurde. Welcher Produktionsverantwortliche denkt sich da nicht: 'Kann uns das auch passieren?' Mit dem passenden Mix verschiedener Maßnahmen können Werksleiter das Risiko wenigstens deutlich reduzieren.‣ weiterlesen

Wie können Zerspanungsunternehmen ihre Fertigung mit vertretbaren Kosten digitalisieren, ohne den Maschinenpark komplett modernisieren zu müssen? Mit dem neuen Konnektivitätsmodul c-Connect will die Ausgründung c-Com des Werkzeugspezialisten Mapal die Antwort darauf liefern.‣ weiterlesen

Von Lastsprognosen bis zur Qualitätskontrolle: Das Startup Boot.AI hat als IT-Dienstleister rund um KI-Projekte bereits einige Erfahrung in der produzierenden Industrie gesammelt. Um die neuronalen Netzwerke in den Projekten zu erstellen, lässt das Startup die GPUstarken Bare Metal Server der Open Telekom-Cloud für sich arbeiten.‣ weiterlesen

Meist ist mit dem digitalen Zwilling das 3D-Modell eines Produktes gemeint, das etwa um Mixed Reality-Lösungen für Instandhaltung und Service ergänzt wird. Was aber, wenn dieses Abbild die Sicht auf die verschiedenen Wertschöpfungsstufen und über Systemgrenzen hinweg beinhaltet?‣ weiterlesen

In der Phase der Konzeptentwicklung und -bestätigung werden für Prototypen und Prüfsysteme in der Regel elektronische Komponenten benötigt, die eigens für diesen einmaligen Einsatz entwickelt und hergestellt werden müssen. ARRK Engineering bietet ein System an, mit dem individuelle Lösungen nach dem Baukastenprinzip erstellt werden können.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige