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Zwischen sensiblen Daten und Skalierbarkeit

Deshalb ist Hybrid Cloud ‚State of the Art‘

Cloud-Services entwickeln sich ständig weiter und immer mehr Unternehmen integrieren diese Angebote in ihre IT-Infrastruktur. Doch der Bedarf an unternehmenseigener Rechenleistung bleibt. Im Hybrid-Cloud-Ansatz lassen sich beide IT-Bezugsmodelle kombinieren.

Bild: ©rustamank/stock.adobe.com

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Die Services in den Public Clouds nicht nur der Hyperscaler sind durchaus verlockend. Schnell gebucht, preisgünstiger Einstieg und überall verfügbar – ab einer gewissen digitalen Reife werden sich Unternehmen den ein oder anderen Vorteil einer Public Cloud erschließen wollen. Was noch lange nicht heißt, dass sie auf den eigenen Infrastrukturbetrieb verzichten können. Hybrid Cloud lautet die Antwort der allermeisten Unternehmen auf diese IT-Anforderung. Der Ansatz ermöglicht es Anwendern, Vorteile aus Public und Private Clouds gleichermaßen zu nutzen. Risikofaktoren, die mit der Wahl einer Cloudlösung verbunden sind, werden reduziert.

Praktisch State of the Art

Die Hybrid-Cloud-Infrastruktur stellt mittlerweile eine Strategie für Unternehmen dar – in einer Umfrage des Harvard Business Review gaben knapp 48 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen an, eine verbesserte Leistung in den Bereichen Endkundenerfahrung und Markteinführungszeit erzielt zu haben. Die Hybrid Cloud ermöglicht eine gemeinsame Zuweisung und Verwaltung von Unternehmensdaten. Dienste können auf konsistent über Regionen hinweg übertragen und genutzt werden.

Verteilung von Arbeitslasten

Das Hybrid-Cloud-Modell unterstützt die flexible Verteilung von Arbeitslasten. Letztere lassen sich je nach Bedarf in verschiedenen Regionen zuweisen. Unternehmen können sich auf Private-Cloud-Umgebungen für ihre IT-Arbeitslasten verlassen und die Infrastruktur mit Public-Cloud-Ressourcen ergänzen. Gelegentliche Ausreißer im Datenverkehr werden so aufgefangen. Bei der Umverteilung von Arbeitslasten kann die Nutzung von Microservices die Bereitstellung und Implementierung unterstützen. Die Anwendungen werden als Paket mit losen gekoppelten Diensten strukturiert. Dabei können die Dienste entweder allein oder mit anderen Diensten bereitgestellt werden. Software-Container sorgen dafür, dass Applikationen zuverlässig laufen, wenn sie von einer Datenverarbeitungsumgebung in eine andere überführt werden müssen. Dabei erfolgt eine Kapselung der Anwendung in ein einziges ausführbares Paket. Diese Methode bietet ein vergleichsweise komfortables Deployment und hohe Skalierbarkeit. Bibliotheken machen es möglich, Container in einer eigenständigen Umgebung laufen zu lassen, die in die Cloud hinein und aus ihr heraus bewegt werden können. Hinzu kommt, dass Container die Sicherheit von cloudbasierten Anwendungen erhöhen, indem sie eine weitere Isolationsebene zwischen der Hostumgebung und den Anwendungen hinzufügen.

IT-Sicherheit

Vieler große Unternehmen sehen ein Risiko, dass über Public Clouds sensible Daten, Anwendungen und ­andere Ressourcen mit potenziell Tausenden von anderen Nutzern geteilt werden. Mit dem Hybrid-Modell können Unternehmen strengere Kontrolle über ihre geschäftskritischen und sensiblen Daten wahren. Das Management kann somit selbst entscheiden, welche Dienste und Anwendungen privat bleiben und welche über die öffentliche Cloud zugänglich sein sollen.

IT-Ausgaben reduzieren

Der Faktor Kostensenkung spielt bei Einführung eines Cloud-Systems stets eine entscheidende Rolle. Vor diesem Hintergrund sollten die Vor- und Nachteile der Public sowie Private Cloud gründlich abgewogen werden. Ein Großteil der Unternehmen dürfte aktuell Budget verschwenden, weil sie die benötigten Cloud-Kapazitäten falsch einschätzen. Die Hybrid-Cloud-Umgebung ermöglicht es den Unternehmen, Datenvolumina zwischen privaten, lokalen Diensten und der öffentlichen Cloud zu justieren. Sollte die Daten-Nachfrage steigen, können Unternehmen durch den ­Hybrid-Ansatz entweder Cloud-Transaktionskosten bedarfsgerecht steuern, oder aber Investitionskosten in die eigene IT-Infrastruktur abfedern. Je nachdem, welche ­Infrastruktur die erhöhte Datenabfragen bedienen soll.

Sicher dezentral arbeiten

Die Ansprüche vieler Unternehmen an die Digitalisierung sowie an sogenannte New-Work-Modelle stehen hoch im Kurs, durch die Corona-Pandemie noch einmal beschleunigt. Geschäftsabläufe weltweit mussten umgestellt werden. Remote Work ist für zahlreiche Beschäftigte zur Routine geworden. Für die Strukturierung und Bereitstellung dezentraler Arbeitsmodelle benötigen Unternehmen eine Infrastruktur, die an allen Standorten und ihren jeweiligen Regionen skaliert werden kann. Private Clouds erfüllen solche Anforderungen in der Regel nicht. Mit einer Hybrid Cloud bleiben sensible Geschäftsdaten auf den privaten Servern des Unternehmens vor Ort, während Mitarbeitende über die öffentliche Cloud ortsunabhängig auf ihren Arbeitsplatz samt erforderlichen Daten zugreifen.

 


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