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Christian Mehrtens aus dem SAP-Partnermanagement

„Vernetzung ist das Gebot der Stunde“

Liebe Leserin, lieber Leser,

ob Halbleiter oder Fachexperten – wer in oder mit der IT arbeitet, stößt seit einiger Zeit schnell auf Engpässe. Warum Vernetzung und starke Plattformen in diesem Kontext umso wichtiger werden.

 (Bild: SAP Deutschland SE & Co. KG)

(Bild: SAP Deutschland SE & Co. KG)

Die Entwicklung war zweifellos schon länger absehbar. Die Pandemie mit ihrer Digitalisierungswelle in nahezu allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Schichten hat sie aber sicher noch einmal verstärkt: Es gibt in Deutschland zu wenig IT-Fachkräfte. 2021 blieben über alle Branchen hinweg 91.000 Stellen unbesetzt, wie eine Studie des Branchenverbands Bitkom Anfang 2022 ergab. Dabei am begehrtesten: Software-Entwickler und -Architekten. 41 Prozent der Unternehmen mit freien IT-Stellen suchen nach solchen Experten. Tatsächlich ist dieser Mangel mehr als nur eine Zahl auf dem Papier. Wie auch Bitkom-Präsident Achim Berg angesichts der Studienergebnisse resümiert, kann dieser personelle Engpass die digitale Transformation in Deutschland ernsthaft ausbremsen. Und zwei Drittel der Unternehmen erwarten laut Bitkom eher eine Verschlechterung der Situation. Wie essenziell die Arbeit von Entwicklern ist, spüren Unternehmen jeder Größe und Branche derzeit täglich: Ob Kollaborationstool, ERP-System oder Maschinenfirmware: Nichts davon kommt ohne Code und Algorithmen aus. Was also tun, um die Lage zu verbessern? Lediglich abwarten, bis neue Fachleute heranwachsen oder wir sie aus dem Ausland anwerben können? Das kann eine Möglichkeit sein, darf aber nicht die einzige Hoffnung bleiben. Es geht darum, effizienter zu arbeiten und die vorhandenen personellen Ressourcen optimal einzusetzen – und am Ende gemeinsam zu noch besseren Ergebnissen zu kommen. Der Schlüssel zum Erfolg: Vernetzung.

Ein Netzwerk fürs Netzwerken

Bei SAP halten wir den Netzwerk-Gedanken seit jeher hoch. Wir sind überzeugt: Die besten Lösungen kommen oft dann zustande, wenn wir direkt mit unseren Partnern und Kunden zusammenarbeiten. Das SAP AppHaus Network ist ein Zeugnis davon. Seit 2014 haben wir 21 Standorte auf der ganzen Welt eröffnet, konnten fast 70.000 Besucher empfangen und rund 3.200 Workshops erleben. Das SAP AppHaus Network bringt SAP-Entwickler mit externen Fachleuten zusammen, um gemeinsam unsere digitale Zukunft zu formen. Und zum Beispiel branchenspezifische Erweiterungen für S4/HANA entwickeln, die in der Standard-Version nicht enthalten sind. Darüber hinaus vernetzt das AppHaus Network auch Entwickler untereinander, sodass sie voneinander lernen können. Denn häufig stehen sie vor ganz ähnlichen Schwierigkeiten, egal, wer sie sind und woher sie kommen. Stichwort Remote-Arbeit: Design-Thinking-Workshops rein virtuell abzuhalten, kann zum Beispiel recht komplex sein. Ein AppHaus-Network-Partner hat einen Leitfaden erstellt, wie es gelingen kann.

Es geht auch ohne Programmieren

Ein Netzwerk, das seinen Mitgliedern Vorteile bietet und schwierige oder große Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt: Nicht nur in Zeiten von fehlendem Personal ein äußerst sinnvolles Angebot. Aber natürlich reicht das nicht, um die Fachleute-Lücke in der IT-Branche auszugleichen. Nicht umsonst ist die Nachfrage nach Low- und No-Code-Lösungen in den vergangenen Jahren rasant gestiegen: Denn mit ihrer Hilfe können auch Citizen Developer aus IT-fremden Abteilungen und ohne tiefgreifende Coding-Erfahrung Anwendungen erstellen oder Geschäftsprozesse automatisieren. Allein der globale Markt für Low-Code-Entwicklungsplattformen soll laut den Analysten von BrandEssence Market Research bis 2025 auf ein Volumen von mehr als 47 Milliarden Euro wachsen – 2018 betrug es noch weniger als 8 Milliarden. Für viele Unternehmen sind Citizen Developer also ein wichtiger Baustein ihrer IT-Zukunftsstrategie. Und auch für SAP ist das Thema zentral: Über unsere SAP Business Technology Platform bieten wir eine Low-Code-Anwendungsentwicklung an, mit der sich ganz ohne Programmierung beispielsweise ausgereifte Apps erstellen lassen. Vernetzung ist dabei ebenfalls ins Konzept integriert: In einer eigenen Community können sich No- und Low-Code-Entwickler austauschen, neue Lösungsansätze entdecken, Fachbeiträge von anderen Mitgliedern lesen.

Rasantes Teamwork mit echten Resultaten

Um Entwickler effizient zu vernetzen, dürfen Hackathons natürlich nicht fehlen. Es gibt nicht viele Situationen, in denen es einen schnelleren und intensiveren Austausch von Ideen und Umsetzungsstrategien gibt. Bei SAP heißt Hackathon Hack2Build: Ein Programm, bei dem bestehende oder potenzielle SAP-Partner innerhalb weniger Monate einen kompletten Produkt-Entwicklungszyklus durchlaufen – von der Idee und dem Bau eines Prototypens über die Erstellung des echten Produktes bis hin zur Veröffentlichung. Den Teilnehmenden steht dabei ein globales Team aus SAP-Fachkräften zur Seite. Es bietet Unterstützung, sei es bei der Ideenbewertung oder während der Umsetzung. Erfolgserlebnisse gibt es bei Hack2Build immer wieder: Im März dieses Jahres konnte etwa der Gewinner des ersten Hack2Build für Lateinamerika sein Produkt im SAP-Store veröffentlichen: LKM Tecnologia Ltda entwickelte in nur fünf Monaten LKM-CSI – Cloud Smart Invoice, ein cloudbasiertes Automationstool, mit dem sich Rechnungsdokumente effizienter verwalten lassen.

Auch persönlich vom Netzwerk profitieren

Was die Vernetzung und Zusammenarbeit von Entwicklern vereinfacht, sind Plattformen, die nicht nur leistungsfähig, sondern auf Kollaboration ausgelegt sind. Die SAP Business Technology Platform ist ein Beispiel dafür. Aber auch unsere Industry Cloud, die wir selbst und gemeinsam mit Partnern kontinuierlich weiterentwickeln. Unsere Partner entwickeln mindestens 80 Prozent der Industry-Cloud-Lösungen für alle Kundensegmente. Natürlich ist mir klar, dass Vernetzung allein den Personalmangel in der IT kaum wettmachen kann. Aber sie hilft uns, Herausforderungen effektiver und effizienter zu bewältigen. Nicht zuletzt trägt Vernetzung dazu bei, Personen aus der ganzen Welt zusammenzubringen und uns persönlich wachsen zu lassen. Das allein ist doch bereits ein hervorragender Grund fürs Netzwerken, finden Sie nicht? Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Überblick über unsere Partner und deren Portfolio. Und Sie sehen, welche Lösungen sich durch effektive Zusammenarbeit realisieren lassen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

Ihr

Christian Mehrtens,

Senior Vice President Partner Business Unit und Member of the Executive Team, SAP Germany


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