Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Systemwechsel bei der Rädlinger-Gruppe

ERP-System mit fließenden Übergängen

In nur elf Monaten führte der Produzent Primus Line die ERP-Lösung RPS des spanischen Herstellers Ibermática ein. Die 19 Module des Systems unterstützen vielfältige Bereiche von Fertigung bis Buchhaltung. Entstanden ist eine Lösung mit fließenden Übergängen zwischen den Abteilungen.

Bild: Primus Line GmbH

Bild: Primus Line GmbH

Wer die Primus Line GmbH in der Oberpfalz aufsucht, landet inmitten der Natur. Vom Chamer Stadtteil Windischbergerdorf, dem Firmenhauptsitz der Rädlinger Unternehmensgruppe aus, zu der Primus Line zählt, agiert der Spezialist in Sachen grabenlose Sanierung von Druckrohrleitungen weltweit. Themen wie Industrie 4.0 oder IoT sind bei dem Mittelständler alles andere als Fremdworte. Um sich hierbei zukunftssicher aufzustellen, wurde innerhalb elf Monaten das gesamte Enterprise-Resource-Planning (ERP) umgestellt. Eingeführt wurde die ERP-Software RPS von Ibermática, einem spanischen Softwarehaus. „Wir wollen den Anschluss nicht verpassen“, schildert Tobias Nemmer, Projektmanager bei der Rädlinger Primus Line GmbH. Das alte System sei zwar gut gewesen – eine Individuallösung, die durch verschiedene Systeme in den einzelnen Unternehmensbereichen ergänzt wurde. Doch um sich den Herausforderungen der Zukunft stellen zu können, galt es nach Besserem zu suchen. „Die fortschreitende Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die intensivere Vernetzung einzelner Unternehmensbereiche, und die zunehmende Bedeutung, die der Datenqualität und Datenverarbeitung zukommt – mit unserem Individual-ERP hätten wir dies alles nicht mehr bewältigen können“, betont Nemmer, und erklärt auch gleich, weshalb die Wahl auf die ERP-Software RPS fiel: „RPS erfüllt mit Abstand am besten die für Rädlinger entscheidenden Kriterien wie technische Systemvoraussetzungen, Benutzerfreundlichkeit, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit.“ Die speziell für fertigende mittelständische Unternehmen entwickelte ERP-Software ist vollständig integrierbar in die gewohnten CAD-Umgebungen von SolidWorks, SolidEdge oder Inventor und erlaubt fließende Übergänge von Entwicklung und Fertigung hin zu den kaufmännischen Bereichen.

Modulare Lösung

Aufgrund ihres modularen Aufbaus kann die auf den Bedarf mittelständischer Industriebetriebe eingehende Software schrittweise eingeführt werden. Insgesamt stehen 19 Module zur Verfügung, vom Projektmanagement über die Produktionsplanung bis hin zu Einkauf, Logistik, CRM, Service und Wartung. Alle wurden bei Primus Line mithilfe des Integrationspartners DPS Software implementiert. Das Softwareunternehmen ist exklusiver RPS-Reseller im deutschsprachigen Raum. „Neben der ausgeprägten Fachkompetenz der Berater von DPS haben uns die regionale Nähe und das speziell für Rädlinger zugeschnittene Lösungskonzept überzeugt“, begründet Tobias Nemmer die Auswahl der Firma als langfristigen ERP-Partner, und er erzählt auch von Webinaren und Präsentationen vor Ort während der Entscheidungsphase.

Gut aufgestellt für die Zukunft

„Für ein auf Wachstum ausgerichtetes Unternehmen wie Primus Line ist die komplette Umstellung eine gute Entscheidung“, sagt Matthias Liebl von DPS Software. Der Leiter Competence Center ERP (Service) verweist auch darauf, dass die ERP-Lösung aufgrund ihre Offenheit und dem Funktionsumfang sowohl bei der Fertigung als auch der Lagerhaltung dazu beitrage, den Spagat zwischen Sonder- und Standardfertigung zu schaffen. Das gilt auch für die unterschiedlichen Fertigungsarten, die beim Hersteller aufgrund der verschiedenen Schlauchtypen notwendig sind. Die Anwender sehen stets die Auslastung des Systems und werden bei Engpässen früh gewarnt. Mit den Modulen Qualitätssicherung und Dokumentenmanager bietet das ERP-System zudem ein Chargen- und Seriennunmmerntracking. Auch verteilte Fertigungs- und Logistikstandorte, inklusive großer Lagerflächen, lassen sich mit dem System verwalten – seit 2008 produziert Primus Line in der Nachbargemeinde Weiding. „Unsere mobile Lagerlösung ermöglicht es zudem, per Scanner Umlagerungen und Kommissionierungen vorzunehmen“, fügt Matthias Liebl an.

Übergreifende Module, wie etwa Projektmanagement, können in die Kernsoftware ingetriert werden. Bild: DPS Software und Rädlinger)

Übergreifende Module, wie etwa Projektmanagement, können in die Kernsoftware ingetriert werden. Bild: DPS Software und Rädlinger)

40 Arbeitsplätze in fünf Firmen

Nach der großen Umstellungsaktion, in deren Verlauf auch alle Solidworks-Lizenzen an DPS Software übertragen wurden, wird RPS jetzt von 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in fünf Firmen genutzt. Sie alle haben Zugriff auf einen zentralen Artikelstamm, die Geschäfte werden via Intercompany-Funktionen abgewickelt. Überaus praktisch für die Zusammenarbeit mit der Tochterfirma in den USA: Die Belege werden automatisch zwischen den Unternehmen ausgetauscht. So wird eine Bestellung der Tochter automatisch zum Auftrag bei Rädlinger Primus Line in Deutschland und die Ausgangsrechnung automatisch zur Eingangsrechnung. „RPS geht genau auf den Bedarf von KMU-Unternehmen im Industriebereich ein“, betont Tobias Nemmer, der nach der Einführung die hervorragende Integration übergreifender Module wie Projektmanagement, Dokumentenmanagement und CAD Integration in die Kernsoftware lobt.

Ein Projekt mit Folgen

Das Projekt lief gut und mit elf Monaten überaus schnell. „Das war schon eine Herausforderung“, erinnert sich Matthias Liebl. Doch es gibt weitere Pläne. So steht für dieses Jahr in der Maschinenbausparte die Implementierung der ERP-Anwendung an. „In diesem Schritt kommen weitere 150 Nutzer und zwischen 20 bis 30 Lagerterminals an zwei Standorten dazu“, sagt Liebl. Zudem beinhalte dieser Projektschritt die Einführung eines Produktkonfigurators und eines Dokumentenmanagements als PDM-Lösung für Solidworks. Im Jahr darauf soll die ERP-Software dann bei der Berufs-Bildungs-Zentrum GmbH und der im Bereich Solaranlagen tätigen RW-Energy GmbH der Unternehmensgruppe implementiert werden. Final sollen weltweit an sechs Standorten rund 250 Mitarbeitende von acht Firmen der Unternehmensgruppe mit dem ERP-System arbeiten.


Das könnte Sie auch interessieren:

Boston Micro Fabrication hat den 3D-Drucker MicroArch S240 vorgestellt: Bei einem Bauvolumen von 100x100x75mm ist er auf die Serienproduktion von Mikrobauteilen in Endqualität ausgelegt.‣ weiterlesen

Das Vertragsmanagement findet oft noch in Papierform statt. Dabei ermöglichen Lösungen für das Contract Lifecycle Management (CLM) längst eine digitale Abwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.‣ weiterlesen

Bordnetzhersteller können ihre spezifischen Anforderungen an Manufacturing-Execution-Systeme mit Branchenlösungen abbilden. Bei der Integration spart das viel Customizing und im Betrieb können Nutzer erwarten, dass Branchentrends besonders schnell im Standard landen.‣ weiterlesen

In einem offenen Brief haben sich IT-Forscher verschiedener Institutionen und Unternehmen an die Politik gewandt und fordern, Lösegeldzahlungen nach Ransomware-Angriffen zu unterbinden.‣ weiterlesen

Der Security-Spezialist Trend Micro gründet mit VicOne eine Tochtergesellschaft, die sich auf die Absicherung von Elektrofahrzeugen und vernetzten Fahrzeugen konzentrieren soll.‣ weiterlesen

Operationales Reporting hilft Firmen, Entscheidungen mit Echtzeitdatenanalysen zu beschleunigen und abzusichern. Angesichts der aktuellen Krisen gewinnt der Ansatz an Bedeutung. Die SAP-Software für diese Aufgabe heißt Embedded Analytics. Was kann dieses Tool und wie unterscheidet es sich von SAP BW?‣ weiterlesen

Mit der Übernahme von Empolis will ProAlpha sein ERP-Portfolio erweitern. Das Unternehmen aus Kaiserslautern bietet cloudbasierte und KI-gestützte Lösungen für die Analyse und Verarbeitung von Geschäftsprozess-relevanten Informationen an.‣ weiterlesen

Kleine und mittlere Unternehmen haben bei der Umsetzung von Big-Data-Projekten mit Problemen zu kämpfen. So geben in einer Studie des Cloud-Anbieters Ionos 55 Prozent der Befragten an, dass Daten nicht in ausreichender Form vorliegen.‣ weiterlesen

Die 2023er Releases von Autodesk stehen zur Verfügung. Parallel stellt das Systemhaus Contelos überarbeitete Addons vor: Tools4Engineers, Tools4GIS, GeoPhotoXtension und BohrKernXtension sollen Anwendern die Arbeit mit Autodesk-Lösungen erleichtern.‣ weiterlesen

Vecoplan nutzt bereits seit 2008 Fernzugriffsfunktionen für seine Maschinen. Mithilfe des IoT-Spezialisten Ixon hat der Maschinenbauer dieses Angebot ausgeweitet und bietet heute sogar Kameraüberwachung für seine Recyclingmaschinen an.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige