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Präzise Prozesse bei Frischpack

Genau bis zu den Löchern im Käse

Die mittelständische Unternehmensgruppe Frischpack verarbeitet mehr als 60.000 Tonnen Käse im Jahr. Das Dienstleistungsspektrum reicht vom Einkauf der Rohware bis zur Distribution des verpackten Käses. Für reibungslose Abläufe sorgen eine ERP-Lösung von Microsoft samt Branchen-Addon Modus Foodvision.

(Bild: Frischpack GmbH)

(Bild: Frischpack GmbH)

Wer wie Frischpack täglich im Durchschnitt 250 Tonnen Käse im Drei-Schicht-Betrieb verarbeitet, benötigt stets präzise Prozesse. Den technologischen Rahmen für diese Abläufe stellt das ERP-System der Firma bereit: In nahezu allen Unternehmensbereichen wird Microsoft Dynamics eingesetzt, im Zusammenspiel mit dem Branchenmodul Modus Foodvision von Modus Consult. Kürzlich sollten in einem IT-Projekt die ERP-Prozesse weiter optimiert und eine veraltete Scannertechnologie abgelöst werden. Im Team waren der projektverantwortliche IT-Leiter bei Frischpack, Günter Beer, der langjährige Erfahrung als ERP-Consultant mitbrachte, und Spezialisten des IT-Dienstleiter Modus Consult.

Wägetechnik mit direktem Draht zum ERP-System helfen beim Umgang mit dem Rohmaterial. (Bild: Frischpack GmbH)

Wägetechnik mit direktem Draht zum ERP-System helfen beim Umgang mit dem Rohmaterial. (Bild: Frischpack GmbH)

Akribische Planung

Da das Projekt bereits von Anfang an mit einer bewusst hohen Detaillierung betrachtet und geplant wurde, gelangen auch der Verlauf und die Live-Schaltung ohne große Probleme. Ein akribisch erarbeitetes Pflichtenheft und die Projektplanung mit Meilensteinen bildeten die Arbeitsgrundlage. Die gründliche Dokumentation und die fachliche Betreuung durch die Berater halfen dabei, das Projekt in den Bahnen zu halten. Auch die Anwender bei nahmen das neue System gut an. Dafür wurden Key-User in das Projekt eingebunden und intensiv geschult, bevor schließlich die 120 Endnutzer hinzukamen.

Wägetechnik modernisiert

Bei der Arbeit mit Lebensmitteln sind die Wiege-Ergebnisse im Wareneingang und beim Warenausgang wichtige Informationen. Heute sind sämtliche Paletten eindeutig gekennzeichnet. Die Ware wird mittels Etiscan erfasst und die Daten werden an das Branchenmodul geschickt und verarbeitet. An jeder Produktionslinie ist eine Bodenwaage. Hier wird sowohl die Produktionsmenge, aber auch die Anfangs- und Endstücke der großen Käsestücke gewogen, die später zu Reibkäse verarbeitet werden. Mobile Drucker fertigen Klebeetiketten, die die präzisen Informationen dokumentieren und die Versandeinheit als NVE-Label kennzeichnen. Dabei ermöglichen die Just-in-time-Daten der Fertigungsaufträge eine zügige Rechnungsstellung.

Transparenter Bestand

Die Produktion an den 14 Linien werden mit Dynamics-Werkzeugen geplant. Deren Bestandführung legt offen, welche Rohwaren verfügbar sind und verarbeitet werden können. Sofern eine geplante Lieferung nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt eingetroffen ist, schlägt das System Ersatzartikel für die Produktionslinie früh genug vor, um noch rechtzeitig umrüsten zu können. Ein wöchentlicher Bestandsabgleich mit dem Außenlager zeigt, ob sich Unstimmigkeiten ergeben haben. Das ERP-System meldet schon die Differenz von einem Kilogramm. Dadurch kann ein möglicher Fehler zeitnah recherchiert werden und die große Überraschung einer Inventurdifferenz am Jahresende bleibt aus.

Der Reibkäse entsteht aus großen Käseblöcken, die vorher und nachher gewogen werden. (Bild: Frischpack GmbH)

Der Reibkäse entsteht aus großen Käseblöcken, die vorher und nachher gewogen werden. (Bild: Frischpack GmbH)

Systemumstellung im Drei-Schicht-Betrieb

Da Frischpack im Drei-Schicht-System arbeitet, war die Umstellung auf das neue System eine besondere Herausforderung. Es gab keine Pufferzeiten, in denen Bugs hätten behoben werden können. Und so stand auch das Team von Modus Consult in allen drei Schichten bei der Einführung bereit. „Es gab von Tag Eins bis heute keine größeren Unterbrechungen in der Produktion und das ist nicht zuletzt der akribischen Projektplanung und -durchführung seitens Modus Consult zu verdanken“, sagt Günter Beer. So arbeiten die Beschäftigten heute mit einem deutlich effizienteren System, das zudem absolut stabil läuft.


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