Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Schneller Einstieg in die Technologie

In einer Woche zur RPA-Lösung

In digitalen Produktions- und Geschäftsprozessen nutzen Unternehmen in immer stärkerem Maße intelligente Automatisierungssysteme. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei die Robotic Process Automation, kurz RPA, ein. Mit diesen Softwarerobotern können zeitraubende Aufgaben etwa im Service beschleunigt werden. Dabei muss die Entwicklung einer RPA-Lösung nicht einmal lange dauern.

Der Ansatz von CGI begleitet Unternehmen von der Automation einfacher Anwendungsfälle bis zur Entwicklung von KI-Applikationen. (Bild: CGI Deutschland B.V. & Co. KG)

Der Ansatz von CGI begleitet Unternehmen von der Automation einfacher Anwendungsfälle bis zur Entwicklung von KI-Applikationen. (Bild: CGI Deutschland B.V. & Co. KG)

Wirtschaftlich herausfordernde Zeiten betreffen nahezu alle Unternehmen. Der damit oft verbundene Nachfragerückgang zwingt viele Unternehmen zu Produktivitätsverbesserungen, um Kosten einzusparen. Eine Maßnahme ist beispielsweise die Einführung von Kurzarbeit. Andere Unternehmen erfahren in einer Krise aufgrund eines veränderten Nutzungs- und Verbraucherverhaltens eine deutliche Nachfragesteigerung. In beiden Fällen kann es zu personellen Engpässen kommen, und viele Aufgaben, vor allem im administrativen Bereich, werden entweder nicht oder nur mit Verzögerung durchgeführt. Entlastung kann eine Robotic-Process-Automation (RPA)-Lösungen bieten. Dabei handelt es sich um einen Bot, der wiederkehrende, regelbasierte, manuelle Tätigkeiten übernehmen kann – etwa Informationen aus unterschiedlichen Datenbanken abrufen oder die Wartungsberichte an verschiedene Systeme und Abteilungen weiterleiten.

In vier Schritten implementiert

Eine strategische und nachhaltige RPA-Implementierung erfolgt üblicherweise in den vier Stufen Proof of Concept (PoC), Pilot-Phase, Aufbau einer RPA-Factory und Etablierung einer übergreifenden Integration von Automationslösungen. In der Proof-of-Concept-Phase werden die Herausforderungen eines Unternehmens analysiert und die RPA-Ziele definiert, etwa ob die Einführung eine einmalige, schnelle Hilfe darstellen soll oder einen strategischen Charakter hat. Nach der Identifikation und Umsetzung eines ersten PoC-Prozesses sollten eine Automatisierungsstrategie festgelegt und die Implikationen einer RPA-Implementierung ermittelt werden. Im zweiten Schritt geht es um die Pilotierung bzw. Implementierung. Wichtig ist dabei die Integration der Mitarbeiter, die an RPA-Technologie herangeführt werden müssen, um mögliche Vorbehalte zu beseitigen. In einem RPA-Projektteam sollten daher immer unterschiedliche Abteilungen und Rollen vertreten sein – von der Geschäftsführung und dem Betriebsrat über Abteilungsleitungen und Fachbereiche bis zu den Organisationseinheiten in den Bereichen Data Science, Prozessmanagement oder IT. Konkret geht es um die Analyse einiger Prozesse und die Entwicklung der dafür geeigneten Roboter sowie die Erstellung eines Automationsbacklogs. Sind die Software-Roboter entwickelt, werden sie getestet und schließlich live gestellt und operativ überwacht. Im dritten Schritt erfolgt der Aufbau einer RPA-Factory. Dabei werden das operative Modell geschärft, das Automationsbacklog umgesetzt sowie KI-Potenziale identifiziert. Im vierten und letzten Schritt geht es dann um den Einstieg in die KI-Welt. Dazu gehören die übergreifende Integration von Automationslösungen, die Erweiterung bestehender RPA-Roboter zu KI-Virtual-Agents und letztlich das Erschließen von End-to-End-KI-Potenzialen in den Geschäftsprozessen.

Ein Bot im Service

Ein typischer RPA-Anwendungsfall im IT- und Produktionsumfeld ist die Bearbeitung von Service-Tickets. dabei übernimmt der Bot die Aufgaben eines Mitarbeiters. Dazu meldet sich der Bot im System an und startet das E-Mail-Programm. Er prüft dann das E-Mail-Postfach auf eingegangene Mails und öffnet gegebenenfalls eine E-Mail. Deren Anhang wird mittels Optical-Character-Recognition (OCR)-Technologie gescannt. Der Softwareroboter liest den Text aus und übermittelt ihn an weiterverarbeitende Systeme oder Tools wie SAP oder Excel. Die E-Mail wird gespeichert bzw. archiviert und eine Mitteilung über den Abschluss des Prozesses versendet. Der Bot schließt das Programm und meldet sich wieder ab.

Schnell zur RPA-Lösung

Nicht jedes Unternehmen wird unmittelbar mit einer strategischen und nachhaltigen großen RPA-Implementierung starten, die Technologie kann daher auch in kleinen Projekten zum Einsatz kommen, die bereits innerhalb einer Woche erstellt werden können. dazu muss die RPA-Technologie lediglich auf einem handelsüblichen Notebook installiert werden. Dieses Notebook wird dann in die IT-Landschaft des Unternehmens eingebunden, ohne Eingriff in die bestehende Anwendungs- und Systemlandschaft. Ein Projektteam wird zusammengestellt, dass sich mit der Auswahl und Auswertung eines Prozesses beschäftigt. Ein Use Case wird entwickelt, der Bot wird getestet, in Betrieb genommen und überwacht. Anwendungsfälle für einen schnell einzusetzenden Bot finden sich in produzierenden Unternehmen beispielsweise in der Kunden- und Partnerbetreuung: von der Aktualisierung von Kundendaten und der Bearbeitung von Lieferantendaten und Bestellungen über den automatisierten Versand von Unterlagen an Kunden und Geschäftspartner bis zur Erstellung von Rechnungen, Statistiken oder Auswertungen.

Den Einstieg wagen

Ein einfacher ‚Fast Lane‘-Bot kann als schnelle Hilfe dienen, um Unternehmen Entlastung in schwierigen Zeiten oder Situationen zu bieten. Anwender erhalten dadurch kurzfristig neue Freiräume für wertschöpfendere Aufgaben. Außerdem kann ein einzelner Bot für Unternehmen und anderen Organisationen ein erster Schritt in die RPA-Welt und der Startpunkt für die Umsetzung einer umfassenden RPA-Strategie sein. Mit einer strategischen Verankerung von RPA im Unternehmen ist auch die Basis für den Einstieg in viele andere Technologien etwa um KI oder Smart-Data geschaffen – und damit für die Umsetzung einer langfristigen Digitalisierungs- und Agilisierungsstrategie.


Das könnte Sie auch interessieren:

177 Ökonomen haben Ifo und FAZ im Rahmen des Ökonomenpanel zur aktuellen Corona-Wirtschaftspolitik der Bundesregierung befragt. Kurz vor der nächsten Ministerpräsidenten-Konferenz zeigt sich ein Großteil der Teilnehmer unzufrieden.‣ weiterlesen

Roland Bent hat sein Amt als CTO bei Phoenix Contact niedergelegt und sein Berufsleben beendet. Sein Nachfolger wird Frank Possel-Dölken.‣ weiterlesen

Die Vernetzung von Maschinen und Anlagen wird mehr und mehr zum Standard. Die Vernetzung mit der Unternehmens-IT und dem Internet erzeugt allerdings auch Herausforderungen – vor allem beim Thema Sicherheit.‣ weiterlesen

Kontron erweitert seine Industriehardware um die Switch-Familie KSwitch. Die Fast- und Gigabit-Ethernet-fähigen Modelle sollen über das Jahr verteilt auf den Markt kommen. Die ersten 23 Varianten bereits im ersten Quartal, teile das Unternehmen auf einer Pressekonferenz mit.‣ weiterlesen

Babtec hat bekanntgegeben, dass Peter Hönle, Dagmar Henkel und Lutz Krämer die Führungsebene des Wuppertaler Softwareherstellers erweitern. Zudem gibt es ein neues Leitbild sowie eine Stammkapitalerhöhung zu vermelden.‣ weiterlesen

Für einen besseren Austausch mit der Telekommunikationsindustrie hat der VDMA die Arbeitsgemeinschaft Wireless Communications for Machines ins Leben gerufen.‣ weiterlesen

Die Unternehmen der Automobilindustrie schätzen ihre aktuelle Lage wieder besser ein als noch Januar und auch der Ausblick auf die kommenden Monate ist laut der Ifo-Konjunkturumfrage positiver.‣ weiterlesen

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML entwickelt mit dem LoadRunner eine neue Generation fahrerloser Transportfahrzeuge. Das System kann sich dank künstlicher Intelligenz und Kommunikation über 5G im Schwarm organisieren und selbstständig Aufträge annehmen.‣ weiterlesen

Aluminiumboote sind die Arbeitspferde auf dem Wasser. Bei Polizei, Küstenwachen, Fischern und allen, die unter rauen Bedingungen aufs Meer müssen, sind Aluboote sehr beliebt, weil der Werkstoff auch harte Schläge verkraftet, ohne zu brechen wie GFK. Ophardt Maritim ist ein Spezialist für sehr schnelle Aluminiumboote im Längenbereich 9-17 Meter. Die Boote werden mit PTC Creo und Windchill konstruiert, Inneo unterstützt beim Betrieb der hocheffizienten Entwicklungsumgebung bei Ophardt.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige