Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Interview mit Marcus Bär von CAS Software AG

„Es sind die Prozesse dahinter“

Die Digitalisierung gewann im Büroumfeld in den letzten Monaten enorm an Bedeutung. Unter dem Stichwort Digital Office bewertet Marcus Bär, Mitglied der Geschäftsführung von CAS Mittelstand, den aktuellen Wandel in der Arbeitswelt.

 (Bild: CAS Software AG)

(Bild: CAS Software AG)

Herr Bär, Sie sind im Vorstand des Lenkungsausschusses Digital Office beim Bitkom e.V. aktiv. Wie ist der aktuelle Stand in Sachen digitales Büro und was haben Sie sich vorgenommen?

Marcus Bär: Beim digitalen Büro denkt der ein oder andere aufgrund der aktuellen Themen sofort an das Homeoffice oder Mobile Office. Wir sehen beim Digital Office die Handlungsfelder deutlich weiter. Es geht tatsächlich um die Digitalisierung von Dokumenten, Daten, Wissen und Prozessen. Mitarbeiter arbeiten an getrennten Standorten gemeinsam an den gleichen Dokumenten. Freigabeprozesse ermöglichen es, Vorgaben einzuhalten und Kundenbeziehungen ganzheitlich zu betrachten. Mein Ziel ist es, insbesondere mittelständischen Unternehmen die Chancen und Notwendigkeit der Digitalisierung aufzuzeigen und gleichzeitig Mut zu machen, aktiv zu werden.

Welche Rolle spielt das Kundenbeziehungsmanagement im Digital Office?

Bär: Die Digitalisierung des Kundenbeziehungsmanagements ermöglicht die strukturierte Erfassung von Kundenwünschen und konkreten Bedürfnissen. Aber Vorsicht: Digitalisierung heißt nicht, dass der persönliche Kontakt zum Kunden wegfällt. Ich bin davon überzeugt, dass die Mitarbeiter eines Unternehmens künftig von noch mehr digitalen Assistenten bei ihrer täglichen Arbeit z.B. mit kundenzentrierten Systemen unterstützt werden. Zum Beispiel erinnern diese ‚mitdenkenden‘ Helfer an wichtige Termine, Jubiläen und Fristen oder geben Hinweise zum nächsten Schritt bei einer Verkaufschance.

Worauf ist bei der IT-Infrastruktur zu achten?

Bär: Eine zeitgemäße Infrastruktur bietet den jeweiligen Anwendern volle Flexibilität. Es gibt gute Gründe für den Betrieb einer eigenen Infrastruktur, also eine private Cloud oder On Premise, mit Zugriffsmöglichen aus aller Herren Länder sowie Argumente, eine oder mehrere Cloud-Lösungen im Unternehmen zum Einsatz zu bringen. Dabei ist jedoch ganz besonders auf die Einhaltung des Datenschutzes zu achten.

Welchen Stellenwert haben digitale Souveränität und Datenschutz?

Bär: Daten zu Kunden, Produkten, Patenten und vieles mehr zählen zum wertvollsten Gut eines Unternehmens. Trotz der zeitlich und örtlich ungebundenen Verfügbarkeit der Daten muss ein Schutz vor unberechtigtem Zugriff jederzeit gewährleistet sein. Im Umgang mit Daten ist es deshalb äußerst wichtig, eine sichere digitale Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Siegel wie ‚Software hosted und made in Germany‘ und Datenschutzzertifizierungen sind dabei eine gute Orientierungsgrundlage. Die Einhaltung der DSGVO ist dabei nicht nur aufgrund der Vertrauenswürdigkeit des Anbieters relevant, sondern auch ein Gradmesser für Unternehmen, wie, wo und auf welche Weise sie ihre Daten speichern, um diese vor dem unerlaubten Zugriff Dritter, etwa ausländischer Geheimdienste, zu schützen.

Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie schnell sich der Arbeitsalltag verändern kann – wie wird sich die Bedeutung des Digital Office wandeln?

Bär: Unternehmen mussten während der Corona-Pandemie von einem auf den nächsten Tag Mitarbeiter ins Homeoffice versetzen und benötigten dazu entsprechende Systeme, Tools und Prozesse. Ich bin davon überzeugt, dass in Bezug auf Digitalisierung innovative und meiner Sicht gut aufgestellte Unternehmen dieser Schritt leichter gefallen ist. Und sicher gibt es noch offenes Potenzial, das nun angegangen werden muss. Es sind die Prozesse dahinter, es sind die Systeme, die Daten automatisiert austauschen, Informationen aktiv melden und eine Interaktion der Anwender reduzieren beziehungsweise die Anwender in eine andere Lage versetzen und Zeit für wesentliche Aufgaben und Themen ermöglichen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Das Institut für Schweißtechnik und Fügetechnik (ISF) der RWTH Aachen University untersucht im Sonderforschungsbereich 1120 'Präzision aus Schmelze' Einflüsse verschiedener Legierungselemente auf die Eigenspannungsverteilung. Um die Dehnung von Bauteilen zu untersuchen, wird sie mit in situ-Bildkorrelation beobachtet. Das Setup ist anspruchsvoll.‣ weiterlesen

Boston Micro Fabrication hat den 3D-Drucker MicroArch S240 vorgestellt: Bei einem Bauvolumen von 100x100x75mm ist er auf die Serienproduktion von Mikrobauteilen in Endqualität ausgelegt.‣ weiterlesen

Das Vertragsmanagement findet oft noch in Papierform statt. Dabei ermöglichen Lösungen für das Contract Lifecycle Management (CLM) längst eine digitale Abwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.‣ weiterlesen

Bordnetzhersteller können ihre spezifischen Anforderungen an Manufacturing-Execution-Systeme mit Branchenlösungen abbilden. Bei der Integration spart das viel Customizing und im Betrieb können Nutzer erwarten, dass Branchentrends besonders schnell im Standard landen.‣ weiterlesen

In einem offenen Brief haben sich IT-Forscher verschiedener Institutionen und Unternehmen an die Politik gewandt und fordern, Lösegeldzahlungen nach Ransomware-Angriffen zu unterbinden.‣ weiterlesen

Der Security-Spezialist Trend Micro gründet mit VicOne eine Tochtergesellschaft, die sich auf die Absicherung von Elektrofahrzeugen und vernetzten Fahrzeugen konzentrieren soll.‣ weiterlesen

Operationales Reporting hilft Firmen, Entscheidungen mit Echtzeitdatenanalysen zu beschleunigen und abzusichern. Angesichts der aktuellen Krisen gewinnt der Ansatz an Bedeutung. Die SAP-Software für diese Aufgabe heißt Embedded Analytics. Was kann dieses Tool und wie unterscheidet es sich von SAP BW?‣ weiterlesen

Mit der Übernahme von Empolis will ProAlpha sein ERP-Portfolio erweitern. Das Unternehmen aus Kaiserslautern bietet cloudbasierte und KI-gestützte Lösungen für die Analyse und Verarbeitung von Geschäftsprozess-relevanten Informationen an.‣ weiterlesen

Kleine und mittlere Unternehmen haben bei der Umsetzung von Big-Data-Projekten mit Problemen zu kämpfen. So geben in einer Studie des Cloud-Anbieters Ionos 55 Prozent der Befragten an, dass Daten nicht in ausreichender Form vorliegen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige