Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Digital Architecture Management

Systemlandschaft strategisch harmonisiert

Das ganzheitliche Modell des Digital Architecture Management (DAM) soll Unternehmen in die Lage versetzen, ihre IT-Infrastruktur kontinuierlich aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Richtig eingesetzt entsteht eine Informationsbasis zur Harmonisierung der IT-Systemlandschaft unter Berücksichtigung von neuen Strategien, Technologien und Prozessen.

Homogenisierung der IT-Systemlandschaft innerhalb des Digital Architecture Managements, FIR e. V. an der RWTH Aachen (Bild: FIR e. V. an der RWTH Aachen)

Homogenisierung der IT-Systemlandschaft innerhalb des Digital Architecture Managements, FIR e. V. an der RWTH Aachen (Bild: FIR e. V. an der RWTH Aachen)

Historisch gewachsene und dadurch oftmals heterogene IT-Systemlandschaften schränken Unternehmen im Zugriff auf Daten ein, die der Produktionssteuerung dienen. Die inkrementelle Weiterentwicklung der IT-Systemlandschaft und als Leuchtturmprojekte vermarktete Digitalisierungsaktivitäten der Unternehmen sind meist aus einzelnen Unternehmensbereichen motiviert – und befördern die Heterogenisierung. Durch Anpassungen und Insellösungen werden Release-Wechsel und Systemimplementierungen erschwert. Redundante IT-Systeme, mehrfach gesammelte Daten und undefinierte Schnittstellen sind die Folge. Übergreifende Strategien werden selten berücksichtigt und infolgedessen das Gesamtsystem außer Acht gelassen. Um diesen Effekten entgegenwirken zu können, bietet das Digital Architecture Management (DAM) einen ganzheitlichen Ansatz. Unter DAM wird die integrierte Gestaltung einer Digitalarchitektur unter Berücksichtigung der strategischen Geschäfts- und Kundenanforderungen für die digitale Transformation von Geschäftsmodellen, Produkten und Prozessen verstanden. Damit vermeidet DAM Insellösungen und schafft Digitalisierungslösungen, die den Geschäftserfolg nachhaltig steigern.

In Sichten gedacht

Das DAM kombiniert die Sichten Strategie und Organisation, Prozesse und Systeme sowie Infrastruktur und Technologie. Das ermöglicht, die strategische Perspektive des Unternehmens mit der Weiterentwicklung der IT-Systemlandschaft zum Zwecke der Homogenisierung zu kombinieren. Da die alleinige Betrachtung einer spezifischen Sicht meist nicht zum Ziel führt, verbindet der Ansatz verschiedene Sichtweisen. Ein strategisches Ziel kann die Etablierung des Internet of Production (IoP) im Unternehmen darstellen. Dabei sollen die Rohdaten aus den verschiedenen Applikationssystemen auf einer Zwischenstufe – oder Middleware – aggregiert und synchronisiert werden. Diese aggregierten Daten bilden in Entscheidungsunterstützungssystemen die Basis für Steuerungsaufgaben. Dafür müssen IT-Systeme und Prozesse aneinander angepasst werden, ohne organisatorische, infrastrukturelle und technologische Aspekte aus den Augen zu verlieren.

ANZEIGE

Regeln setzen und einhalten

Aus der Sicht der Prozesse und Systeme liegt der Betrachtungsrahmen beispielsweise auf Prozessverbesserungen, damit Digitalisierung langfristigen Nutzen stiftet. Die Anforderungen an die IT-Systeme lassen sich durch die darin abzubildenden Prozesse ableiten. Im Wesentlichen soll so die Auftragsabwicklung im Unternehmen unterstützt werden. Eine Frage sollte die nach der langfristigen Gestaltung der Produktionsplanung und -steuerung (PPS) und Auftragsabwicklung sein. Ist dazu eine Anpassung der Systeme an die Prozesse sinnvoll oder sollte sich vielleicht sogar der Prozess am System orientieren, damit im Update- oder Releasefall keine unternehmensindividuelle Lösung gefunden werden muss? Die fehlende Echtzeitfähigkeit der meisten ERP-Systeme erschwert es Unternehmen, ein digitales Abbild der Produktion anzulegen. Auch deshalb haben sich Manufacturing-Execution-Systeme (MES) als Datendrehscheibe in der Produktion etabliert. Doch ERP- und ME-Systeme unterscheiden sich im Funktionsumfang teils deutlich. So kann es im Bereich der Materialwirtschaft passieren, dass ERP-Systeme eine ähnliche Funktionstiefe wie das MES haben oder eigenständige Lagerverwaltungssysteme integrieren. Über Digital Architecture Management können Unternehmen steuern, wie sich etwa ME-Systeme und Daten in das Gefüge aus ERP-, Lagerverwaltungs- und sonstigen Systemen einfügen.

Mit System zum Erfolg

Durch DAM wird das übergeordnete Ziel der simultanen Betrachtung unterschiedlicher Sichten erzielt, was eine nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens gewährleistet. So wird die IT-Systemlandschaft unter Berücksichtigung strategischer, kultureller und technischer Aspekte systematisch weiterentwickelt und homogenisiert. Es entsteht ein Rahmenwerk, innerhalb dessen über Art und Ort digitaler Technologien, Prozesse und Systeme strategisch entschieden werden kann.


Das könnte Sie auch interessieren:

Brauchen Firmen noch ein Manufacturing Execution System, wenn sie ihre Maschinen und Anlagen im Sinne eines Industrial Internet of Things vernetzt haben? Auf den zweiten Blick wird klar: Ja, denn um aus Daten Information zu machen, braucht es Spezial-Software. Veteranen könnte dieser Diskurs an die 90er Jahre erinnern, als Business Intelligence-Systeme ihren Siegeszug feierten.‣ weiterlesen

Beim Mittelstand-Digital Zentrum Klima.Neutral.Digital sollen Unternehmen Hilfestellung auf dem Weg zur Klimaneutralität erhalten. Unternehmen erhalten dort neben Informationen auch Unterstützung bei konkreten Projekten.‣ weiterlesen

Trotz der aktuellen Krisen rechnet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in seiner Prognose nicht mit einem Einbruch am Arbeitsmarkt. Für die Industrie prognostizieren die Forscher jedoch stagnierende Zahlen.‣ weiterlesen

Eine gemeinsame Lösung für sicherheitsorientierte Unternehmen und Behörden ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Mendix und Stackit. Mendix Low-Code-Anwendungen können so auf der souveränen Stackit-Cloud betrieben werden.‣ weiterlesen

Effizienz und Cybersicherheit sind zwei wichtige Aspekte in der Softwareentwicklung. GitOps ist ein Ansatz, um beides zu verbessern. Zugleich wird die Handlungsfähigkeit von Entwicklungsteams gesteigert.‣ weiterlesen

Mit 84,3 Punkten ist der Ifo-Geschäftsklimaindex auf den tiefsten Stand seit Mai 2020 gefallen. Dabei betraf der Rückgang alle Wirtschaftsbereiche.‣ weiterlesen

Vom 18. bis zum 19 Oktober findet die In.Stand in Stuttgart statt. Fokusthemen der Fachmesse für Instandhaltung und Services sind in diesem Jahr Nachhaltigkeit und Sicherheit.‣ weiterlesen

Das DFKI und das Fraunhofer IML untersuchen in einem Forschungsprojekt, wie künstliche Intelligenz bei der Vergabe von Lehrstühlen und Institutsleitungen unterstützen kann. In der Folge soll ein Portal für Bewerber-Profile entstehen.‣ weiterlesen

Nachhaltigkeit wird oft von den Beteiligten eines Wertschöpfungsnetzwerkes erwartet - und sie kann sich als gewinn- und kostenrelevant darstellen. Um jene Unternehmen zu diesem Wandel zu befähigen, die über begrenzte Ressourcen verfügen, können diese Firmen Ökosysteme etwa mit Zulieferern, Vertragspartnern und Technik-Dienstleistern aufbauen, um kreative Lösungen zu erarbeiten.‣ weiterlesen

Motiviert von der Aussicht auf Effizienz im Produktionsprozess und damit verbundenen Kosten- sowie Wettbewerbsvorteilen, setzen immer mehr Unternehmen auf Technologien wie etwa Sensorik oder künstliche Intelligenz. Und oft fällt das Schlagwort ’Green Manufacturing’. Dabei schauen viele nur auf den unmittelbaren ökologischen und ökonomischen Nutzen. Was oft fehlt, ist die Berechnung der Gesamtbilanz dieser Digitalisierungsmaßnahmen und der Weitblick in Sachen Nachhaltigkeit.‣ weiterlesen

Auf dem Anwenderforum ’Einsatz mobiler Lösungen’ können sich Interessierte vom 8. bis zum 9. November über den Einsatz Technologien wie etwa KI und Augmented Reality in der Instandhaltung austauschen.‣ weiterlesen