Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Contract Lifecycle Management

Verträge digital verwaltet

Das Vertragsmanagement findet oft noch in Papierform statt. Dabei ermöglichen Lösungen für das Contract Lifecycle Management (CLM) längst eine digitale Abwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

(Bild: ©David/stock.adobe.com)

(Bild: ©David/stock.adobe.com)

Ob in der Beschaffung, Forschung und Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung, Logistik, Kundenservice oder im Personalmanagement – auch in der Fertigungsindustrie geht nichts ohne Verträge, Vereinbarungen und Freigaben. Dokumente müssen innerhalb eines Unternehmens, aber auch mit externen Partnern ausgetauscht, signiert und abgelegt werden. Oftmals geschieht dies noch in Papierform. Um die in Fertigungsbetrieben geschäftskritischen Einflussfaktoren wie Effizienz und Reaktionszeit über die gesamte Wertschöpfung spannen zu können, bedarf es auch einer Transformation der vertraglichen Vereinbarungen. Software-Lösungen für das CLM (Contract Lifecycle Management) soll Vertragsprozesse vor und nach der Signatur beschleunigen sowie vereinfachen und so ein Element für die rechtsgültige und automatisierte Zusammenarbeit mit Vertragspartnern bieten.

Prozesse beschleunigen

Geschwindigkeitsvorteile im Zusammenhang mit externen Partnern ergeben sich beispielsweise beim Onboarding von Zulieferern: Im Fertigungsumfeld ist dies oftmals mit längeren Vorproduktionsprozessen wie Passformmustern, Labortests, Formenbau und Qualitätskontrollen verbunden. Gleiches gilt für die in der Fertigunsgindustrie gängigen Master Service Agreements (MSA). Das Aushandeln von Verträgen zwischen zwei oder mehreren Parteien, in denen die Konditionen für die Zusammenarbeit festgehalten und überwacht werden können, lässt sich durch CLM-Lösungen beschleunigen. Auch in Sachen Transparenz und Nachvollziehbarkeit bieten digitale Workflows Vorteile, etwa wenn größere Veränderungen in der Lieferkette anstehen und viele Abhängigkeiten zwischen internen Abteilungen und externen Partnern bestehen. Die Digitalisierung des Vertragsmanagements ermöglicht unterschiedlichen Unternehmenseinheiten einen aktuellen Überblick über vereinbarten Bedingungen.

Gesetzliche Bestimmungen wahren

Bei allen Vorteilen müssen gesetzliche Bestimmungen gewahrt werden, etwa wenn es um die Compliance und den Datenschutz geht. CLM-Lösungen ermöglichen es, Arbeitsschritte mit Kontrakten wie Kauf- und Arbeitsverträgen, Angeboten oder Bestellungen unter Berücksichtigung globaler Informationsschutz-Standards und -Normen wie der ISO27000:2013, der DSGVO, oder PCI Data Security zu digitalisieren.

Recruiting beschleunigen

Digitale Workflows eignen sich auch für interne Vertragsangelegenheiten, wie etwa das Recruiting. Arbeitsverträge können automatisiert erstellt und Genehmigungen inklusive elektronischer Unterschriften – auch als qualifizierte Unterschrift für z.B. befristete Einstellungen – beschleunigt werden. Beispielsweise lassen sich Zustimmungen zu aktualisierten Vorschriften am Arbeitsplatz per Klick (technisch: Clickwrap) rechtsgültig und automatisiert einholen, auch über mobile Geräte.

Integration und künstliche Intelligenz

Um den Datenaustausch und die Interaktion zwischen Benutzern zu ermöglichen, müssen sich CLM-Systeme in gängige Geschäftslösungen wie etwa von SAP, Microsoft oder Salesforce integrieren lassen. Dies lässt sich über vorgefertigte Schnittstellen realisieren. Künstliche Intelligenz (KI) ermöglicht es darüber hinaus, Verträge zu analysieren und dadurch Risiken zu identifizieren.

Effiziente Workflows

Ein automatisiertes Vertragsmanagement ist ein Baustein auf dem Weg in die digitale Transformation. Das gilt vor allem dann, wenn viele Schnittstellen und Prüfungsschritte mit unterschiedlichen Partnern involviert sind. End-to-End-Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette können zu effizienten Workflows innerhalb und außerhalb des Unternehmens beitragen sowie die Sicherheit und Transparenz erhöhen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Die Strecke zur Industrie 4.0 bewältigen Anlagenbetreiber nicht im Sprint, sondern im Marathon. Reifegradmodelle helfen ihnen, die vielversprechenden Meilensteine anzusteuern. Wobei bereits die Visualisierung zahlreiche Ansätze zur Modernisierung bietet – in der Balance zwischen Funktionalität und Sicherheit.‣ weiterlesen

So gut die Förderanlagen von Kühne im Betrieb auch funktionierten - bei den internen Fertigungsabläufen war Luft nach oben. Eine weitreichende Digitalisierungskampagne sollte das ändern. Heute fertigt die Firma vom Auftragseingang bis zur Auslieferung in einem durchgängigen Prozess - was künftig Optimierungen auf einem ganz neuen Niveau erlaubt.‣ weiterlesen

Meba Sawing Solutions setzt bereits seit den 1980er Jahren auf ein ERP-System. Doch die Software zur Verwaltung der Maschinen und Montage-Arbeitsplätze war in die Jahre gekommen und vieles wurde händisch in Excel-Listen ausgewertet. 2020 entschloss sich das Unternehmen daher, auf die MES-Lösung von Proxia zu setzen.‣ weiterlesen

Mit Beatrix Martinez hat Dassault Systèmes eine neue Vice President Investor Relations. Sie tritt die Nachfolge von François-José Bordonado an, der im nächsten Jahr in den Ruhestand geht.‣ weiterlesen

Beim Anlagenbauer Mühlböck bildete der Produktkonfigurator das Herzstück der Auftragsbearbeitung. Mit der Einführung eines neuen ERP-Systems sollte dieser abgelöst werden. Eine Aufgabe, die sich als sehr komplex herausstellte. Nach langer Suche und einem gescheiterten Versuch stellte sich schließlich Asseco Solutions dieser Herausforderung.‣ weiterlesen

Die Zunahme von Remote Work und der damit gestiegene Bedarf nach sicheren, hybriden Arbeitsumgebungen stellt IT-Verantwortliche vor Herausforderungen: Denn die Cyberangriffe auf Unternehmen steigen seit der Pandemie an.‣ weiterlesen

Die Cyberkriminalität nimmt zu und Cybersecurity-Fachleute sind schwer zu finden, folglich wächst die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich Cybersecurity jährlich um mehr als 30% (laut (ISC)2, 2021), und gut vorbereitete Studierende werden die ersten sein, die für die Top-Jobs der Branche infrage kommen. Daher werden akademische Programme, die sie darauf vorbereiten, sehr gefragt sein.‣ weiterlesen

Nozomi Networks Labs hat seinen neuesten OT/IoT Security Report veröffentlicht. Wie der Bericht zeigt, hatten Wiper-Malware, die Aktivitäten von IoT-Botnetzen und der Ukraine-Krieg im ersten Halbjahr 2022 entscheidenden Einfluss auf die Bedrohungslandschaft. Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 konnten die Forscher von Nozomi Networks Labs Aktivitäten verschiedenartiger Bedrohungsakteure beobachten. Dazu zählten Hacktivisten, von staatlichen Stellen vorangetriebene APTs und Cyberkriminelle.‣ weiterlesen

Der Fokus von cyberkriminellen Handlungen liegt auf Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, maßgeblich um den Betrieb lahm zu legen oder um Erpressungsgelder zu erbeuten. Dass die Gefahrenlage angespannt ist, belegen Fakten: Laut BSI wurden 2021 rund 144Mio. neue Schadprogramme identifiziert.‣ weiterlesen

Der IT-Dienstleister Syntax hat mit Catherine Solazzo eine neue Marketing-Chefin. Sie soll u.a. die Nachfrage-Generierung des Unternehmens vorantreiben.‣ weiterlesen