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Simulierte Intralogistik bei Amova

Durchsatz und Strategie planungssicher testen

Amova ist auf die Automatisierung und Optimierung von intralogistischen Abläufen bis hin zum Aufbau von Anlagen zur Lagerung, Beförderung und Verpackung spezialisiert. In 3D-Simulationen validiert und optimiert der Anbieter die Durchsätze und testet Lagerverwaltungsstrategien. Die Softwarefirma Dualis liefert maßgeschneiderte Lösungen zu.

(Bild: Amova GmbH)

(Bild: Amova GmbH)

Amova, früher auch bekannt unter den Firmierungen SMS Logistiksysteme oder Siemag, ist seit Jahrzehnten mit vollautomatischen Hochregallager- und Transportsystemen in der Metallindustrie etabliert und hat mittlerweile auch Märkte wie Luftfrachthandling und Hafenlogistik erschlossen. Gleichzeitig bietet das Unternehmen Lösungen und Services, um Anlagen und Prozesse effizienter und schneller zu machen. Mit dem Einsatz von Visual Components in der Version Professional zur Erstellung von Emulationen und Simulationen unterstützt Amova verschiedene Validierungs- und Optimierungsabläufe. Das Ziel ist es, die Leistung vorhandener Anlagen zu erhöhen und Neuanlagen, geplante Modernisierungen oder Erweiterungen technisch und wirtschaftlich optimal zu gestalten. Dabei können die Verantwortlichen mit der 3D-Simulationsplattform Equipment abbilden und Modelle von Anlagen sowie geplanten Logistikkonzepten, etwa zur Lagerverwaltung, erstellen.

Durchsatz im Hochregallager

„Wir bringen die 3D-Simulation im technischen Vertrieb sowie während der Konzeptfindung und Layouterstellung zum Einsatz. Außerdem testen wir Steuerungen mit Emulationsmodellen, untersuchen und optimieren bestehende Anlagen mit Simulationsmodellen“, sagt Linnart Felkl, Projektleiter Simulation bei der Amova GmbH, und fährt fort: „Unsere Kunden kommen traditionell aus der Stahl-, Aluminium- und Kupferindustrie. Mit unseren Geschäftsbereichen Air Cargo und Port Logistics bieten wir unsere Technologie jedoch auch Betreibern von Containerhafenterminals und Air Cargo Terminals an. In Simulationsstudien steht daher oft insbesondere unsere Hochregallagertechnologie im Fokus.“ Die entwickelten Simulations- und Emulationsmodelle kommen demnach im Hause Amova in unterschiedlichen Projekten zum Tragen. Umgesetzt wurden bereits Simulationen für Hochregallagergassen mit mehreren Regalbediengeräten, Pallettentransportsysteme für Stahlcoils, Flachlager mit Stapelhöhen und mehreren Hallenkränen, Verpackungslinien sowie eine 7-gassige Hochregallagerplattform. Ziel war immer die Durchsatzvalidierung und -maximierung mittels Logikoptimierung.

Implementierung als Routineeingriff im Betrieb

Die Implementierung der Anwendungssoftware von Visual Components fand bei Amova im laufenden Betrieb statt, da das Unternehmen über eine hausinterne IT-Abteilung und Erfahrung in der diskret-ereignisorientierten Simulation verfügt. Der Rollout im laufenden Betrieb glich einem Routineeingriff. „Das erforderliche Fachwissen vermittelte die Firma Dualis, die für Visual Components als langjähriger spezialisierter Vertriebspartner fungiert. Unsere Mitarbeitenden wurden von den Experten entsprechend geschult“, schildert Linnart Felkl. Dualis hat sich auf die Entwicklung von Software und Dienstleistungen zur Planung und Optimierung von Produktion und Fabriken spezialisiert und entwickelt zudem Add-ons und Dienstleistungen für die Plattform.

Erhöhte Planungssicherheit

Bei Amova liefert das Tool heute Emulationen, Simulationen und Darstellungen von anlageninternen Abläufen. Felkl erläutert: „Als Verantwortlicher für Simulation schätze ich u.a. die Möglichkeit, mittels dem vorhandenen Framework und der Programmiersprache Python eine sehr hohe Kontrolle über die Zustands- und Verhaltensmodellierung von automatisiertem Equipment zu haben.“ Die interne Modellerstellung fördert unternehmensintern und kundenseitig das Systemverständnis und trägt so zur Innovationsfähigkeit der Firma bei. Das Vertrauen in interne Simulationsstudien ist oft hoch und die dadurch entstehende Transparenz bringt wertvolle Erkenntnisse. Insgesamt ergeben sich durch die Durchführung von Simulationsstudien eine hohe Planungssicherheit und eine optimierte Systemlogik bzw. ein optimiertes Design.

Diskret-ereignisorientierte Simulation

Linnart Felkl gibt einen Ausblick in die Zukunft: „Mit einem zunehmenden Automatisierungsgrad in vielen Teilen der Welt können immer mehr Projekte simuliert und dadurch Optimierungen erzielt werden. Amova nutzt diese Chancen und plant auch in Zukunft, weitere Anwendungsbereiche für die Simulation im Hause zu erschließen.“ Als Beispiele hierfür nennt Felkl die Entwicklung von digitalen Zwillingen. Diese enstehen in Zusammenarbeit zwischen Simulationsabteilung und den verantwortlichen Ingenieuren der Steuerungstechnik und Automatisierung. In VisualComponents lässt sich über OPC UA, ein plattformunabhängiger Standard für Datenaustausch, etwa eine Steuerung, an ein Simulationsmodell anschließen. So kann ein Sensor-Aktuator-Modell erstellt werden. In diesem spielt das Simulationsmodell der PLC relevante Sensorwerte zu und liest daraus resultierende Antriebswerte als Rückgabewert der PLC aus. So lassen sich Steuerungslogiken realer Anlagen bereits vor der Inbetriebnahme testen, ohne die Baustelle oder den Produktionsbetrieb zu beinflussen. Ein weiterer Baustein, um Projekte zu beschleunigen und Fehler zu vermeiden.


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