Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Product Lifecycle Management

Datenbackbone für die IoT-Anwendung

Daten über eine Internet of Things-Anwendung einzusammeln, kostet erst einmal nur Geld. Es kommt darauf an, welchen Nutzen sich aus den Daten ziehen lässt. Product Lifecycle Management hilft dabei, den passenden Ansatz zu entdecken.

Product Lifecycle Management | Datenbackbone | IoT

Bild: ©Ktsdesign / Fotolia.com

Mit Internet of Things-Anwendungen (IoT) endet der Datenfluss nicht mehr länger mit der Auslieferung des Produkts an den Kunden. Diese Technik liefert Informationen über die Produktleistung im Betrieb, die sowohl für den Service als auch die weitere Produktentwicklung eingesetzt werden können, um die ‚Time to Market‘ zu verkürzen, Kosten zu reduzieren oder die Qualität des Produkts zu erhöhen. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten für zusätzliche Dienstleistungen. IoT-Anwendungen basieren auf einem digitalen Modell eines Produkts. Dieses Modell enthält Informationen über Elektrik, Mechanik, Software und Service des realen Produktes. Zusätzlich ist das digitale Produktmodell im Internet der Dinge ein System unter vielen anderen Systemen und kommuniziert mit diesen. Das alles stellt an das Produktdesign besondere Anforderungen, denen Unternehmen erst mit einem bereichsübergreifenden Product Lifecycle Management (PLM) gerecht werden können.

Zentraler Datenpool

Software für PLM kann die zentrale Instanz darstellen, auf die alle am Produkt Beteiligten zugreifen. Grundlage hierfür ist ein durchgängiges und valides Daten-Repository, mit dem die Produktdaten aus Maschinenbau, Elektrokonstruktion und Softwareentwicklung verwaltet werden. Mit einem solchen Daten-Backbone können die korrekten Entscheidungen und die gewünschten Arbeitsergebnisse für eine pünktliche Produktfreigabe sichergestellt werden. PLM-Lösungen wie Windchill von PTC wollen durch den Verzicht auf komplexe Benutzerschnittstellen und rollenspezifische Datenbereitstellung besonders einfach zu bedienen sein. Ein globaler, webbasierter Zugang auf das System vereinfacht zudem das Inhalts-, Änderungs- und Konfigurationsmanagement. Um auch Leistungsdaten aus dem Betrieb eines Produkts nutzen zu können, ist eine Vernetzung mit den eigenen Kunden notwendig. Das ist nicht nur eine technologische Herausforderung. Die Bereitstellung interner Daten an externe Stellen bedeutet oftmals einen erheblichen Einschnitt in die Unternehmenskultur, der häufig unterschätzt wird. Natürlich benötigt PLM auch Sicherheitsstandards, um sensible Daten vor unerwünschtem Zugriff zu schützen.

Durchgängiger Datenbackbone

Besonders wichtig ist die Flexibilität und Skalierbarkeit einer PLM-Anwendung, denn das Produktlebenszyklus-Management sieht in jedem Unternehmen anders aus. Außerdem ändern sich mit dem Wachstum eines Unternehmens dessen Anforderungen an die Produktentwicklung. Ein offenes PLM-System kann solche Veränderungen unterstützen. Integrierte Standards wie Open Services for Lifecycle Collaboration (OSLC) vereinfachen zudem die Vernetzung mit anderen Systemen. Unternehmen, die über PLM-Software mit einem durchgängigen Daten-Backbone verfügen, haben den ersten Schritt in Richtung IoT-Anwendung getan. Und ist das IoT erst einmal in Betrieb, können Unternehmen mit einer Fülle an Informationen rechnen, aus denen Ingenieure bessere und innovative Produkte ableiten können.

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Altair hat Simsolid übernommen. Das Unternehmen arbeitet auf Grundlage detailgetreuer CAD-Baugruppen und bietet schnelle, genaue und robuste Struktursimulationen, die ohne Geometrievereinfachung, Bereinigung und Vernetzung auskommen.‣ weiterlesen

Die Montage von Kunststoff-Führungshülsen für die Kopfstützenverstellung der SUV-Baureihen eines deutschen Premiumherstellers stellt hohe Ansprüche an die Automation. Der Automobilzulieferer Ros setzt deshalb auf eine in Eigenregie konzipierte Anlage mit zwei Sechsachs-Robotern, um die Ziele zu erfüllen.‣ weiterlesen

Aufgrund der hohen Zahl zu testender Fahrsituationen spielt zukünftig Simulation eine zentrale Rolle bei der Homologation automatisierter Fahrzeuge. Zur Validierung der Simulation als Methode für die Fahrzeugzulassung starten TÜV Süd, der Chip-Hersteller Nvidia und der Antriebssystem-Anbieter AVL aus Österreich eine Kooperation. Ziel ist es, Sicherheitsanforderungen, kritische Fahrszenarien sowie die notwendigen Bewertungskriterien zu definieren und die Simulation als Prüfwerkzeug zu etablieren.‣ weiterlesen

Die Volkswagen AG will ihr Vertriebsmodell umbauen: Der Konzern hat angekündigt, den Online-Vertrieb massiv auszubauen und somit auch den Direktvertrieb seiner Fahrzeuge zu ermöglichen. Ziel ist zudem eine nahtlose und individuelle Betreuung der Kunden über den Fahrzeugkauf hinaus mittels neuer Kunden-ID.‣ weiterlesen

Deutschland fehlt es nicht nur bei technisch-naturwissenschaftlichen Berufen an Fachkräften, das Phänomen macht sich branchenübergreifend bemerkbar. Mit digitalen Assistenzsystemen (Datenbrillen) lassen sich den daraus folgenden Effekten entgegenwirken.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige