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Eric Brabänder von Empolis Information Management:

„KI-basierte Anwendungsfälle out of the box“

Mit der Knowledge-Graphen-Technologie lassen sich Datenbestände aus verschiedenen Systemen miteinander verknüpfen. Bild: Empolis Information Management GmbH)

Mit der Knowledge-Graphen-Technologie lassen sich Datenbestände aus verschiedenen Systemen miteinander verknüpfen. (Bild: Empolis Information Management GmbH)

Wie sieht Ihr Konzept für den digitalen Zwilling aus?

Unser Konzept für den digitalen Zwilling stellt die Integration der Informationen in den Mittelpunkt. Wir dürfen wichtige Informationen nicht in weiteren Silos verstecken, indem wir viele kleine Zwillinge bauen: Einen, um zu simulieren, wieviel Wärme unser neuer Motor unter unterschiedlichen Lastszenarien hat, einen anderen für die Geräuschentwicklung. Noch einen, um zu ermitteln, welche Auswirkungen der Wechsel einer Komponente für Leistung hat, und noch einen für Prognosen über Betriebsverhalten und Verschleiß et cetera. Um all diese Information zusammenzuhalten, brauchen wir neben offenen Schnittstellen auch ein umfassendes Wissensmodell, das alle Aspekte einer Maschine abdecken kann. Hier kommt die Stärke des Knowledge Graphen ins Spiel, beliebige Informationen zu integrieren und Schlüsse daraus zu ziehen. Wir wollen die ganzen angeschlossen Informationsquellen, vom Aufbruch der Maschine bis zu den Sensordaten, die geliefert werden, ja nicht lediglich anhäufen. Wir wollen sie zusammenführen, vernetzen, Zusammenhänge im Kontext verstehen und analysieren. Wir wollen einen digitalen Zwilling schaffen, mit dem wir Konfigurationen und Wartungsvorgänge, Anschlüsse an andere Teile einer Anlage durchspielen können. Dabei dürfen wir auch das Wissen der Mitarbeiter nicht vernachlässigen. Nicht alles, was für die optimale Konfiguration, Einstellung, Wartung und Reparatur einer Maschine wichtig ist, findet sich bereits in strukturierter Form in den Systemen des Unternehmens. Wir brauchen also Konzepte und Tools, die uns dabei helfen, dieses Wissen verfügbar zu machen. Und schließlich braucht es auch Erfahrung.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz für die neuen Anwendungsfälle und Lösungen?

Im technischen Service ist das eine sehr einfache Rechnung: Die Maschinen werden immer komplexer und variantenreicher, die verbauten Teile kommen von immer mehr Zulieferern und die Erneuerungszyklen werden kürzer. Demgegenüber stehen aber schon aufgrund der Altersstruktur immer weniger Servicetechniker, die das umfassende Know-how über alle Maschinen im wachsenden Portfolio mitbringen und sich um Wartung und Problembehebung kümmern können. Wenn man die Servicequalität unter diesen Bedingungen hochhalten möchte, geht das nur über Automatisierung und Digitalisierung von Wissen. Und Automatisierung braucht in vielen Fällen künstliche Intelligenz, um auf die Umgebung reagieren zu können. Der Vorteil unserer Herangehensweise ist das sehr breite Verständnis von künstlicher Intelligenz. Künstliche Intelligenz umfasst ja eine große Menge sehr unterschiedlicher Verfahren. Empolis richtet den Fokus jedoch nicht nur auf die KI-Technologie, sondern liefert gleich KI-basierte Anwendungsfälle ‚out of the box‘ als Software as a Service. Für die Analyse von Servicefällen und technischen Dokumenten verwenden wir semantische Verfahren und neuronale Netze, für die Diagnostik und geführte Fehlersuche kommen regelbasierte Expertensysteme zum Einsatz, für bildbasierte Komponentenerkennung Machine-Learning-Verfahren und für den Aufbau von Wissensmodellen und kundenspezifischer Begriffswelten setzen wir Knowledge-Graphen ein. Unsere Anwender erhalten Lösungen, die sie schnell mit ihrem eigenen Daten ‚live‘ schalten können, z.B. eine Wissensdatenbank für ihre Servicetechniker, automatische Diagnosesysteme und geführte Fehlersuchen, eine Field-Service-App, ein Self-Service-Portal für Kunden und Partner oder ein Chatbot-System. Alle diese Anwendungsfälle nutzen die zugrundeliegende KI-Verfahren der Empolis-Plattform für den Service.

Wann ist mit den neuen Produkten zu rechnen?

Aufgrund der jahrelangen Zusammenarbeit zwischen Intelligent Views und Empolis können Unternehmen der produzierenden Industrie bereits jetzt das erste gemeinsame Produkt als Knowledge-Graph-Komponente in der SaaS-Lösung Empolis Service Express einsetzen. Im Jahresverlauf werden die Funktionen in Empolis Service Express basierend auf der Knowledge-Graph-Technologie weiter ausgebaut. Gleichzeitig wird die Technologie von i-views auch in die KI-Plattform von Empolis integriert. So können unsere Anwender und Partner eigene Lösungen mit dem Knowledge-Graphen auf Basis der Application Platform-as-a-Service entwickeln. Zudem bieten wir bereits speziellere Anwendungsfälle auf Basis der Plattform als Kundenprojekt an.


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