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Daniel Pöttgen von Benteler im Interview

„Ein wichtiger Schritt in die digitale, vernetzte Zukunft“

Benteler ist ein weltweit agierendes Unternehmen, welches Produkte, Systeme und Dienstleistungen für den Automobil-, Energie und Maschinenbausektor entwickelt, produziert und vertreibt. Das Familienunternehmen beschäftigt 30.000 Mitarbeiter an 153 Standorten. 2017 führte Benteler für die Division ‚Automotive‘ die 3DExperience Business-Plattform von Dassault Systèmes ein. Am Rande des 3DExperience Forums in Leipzig berichtet Daniel Pöttgen, Leiter der CAD Abteilung bei Benteler Automotive, wie der Rollout gelang.

Daniel Pöttgen, CAD Manager bei der Benteler Automobiltechnik GmbH, spricht auf dem 3DExperience Forum über den Rollout einer PLM-Plattform.

Bild: Michael Damböck

Herr Pöttgen, Sie haben in Ihrem Vortrag auf dem 3DExperience Forum dargestellt, wie Sie sich dem Thema Product Lifecycle Management schrittweise nähern. Was sind die wichtigsten Etappen Ihrer Roadmap?

Daniel Pöttgen: Wir haben 2015 damit begonnen, nach einer zukunftsfähigen Product Data Management Lösung zur Verwaltung von CAX Daten zu suchen, um für unsere Kunden die bestmöglichen Lösungen zu erzielen. Nach dem Benchmark Anfang 2016 haben wir das Jahr genutzt, um die von uns definierten Anforderungen mit unserem Softwarepartner CCE umzusetzen. Bereits Ende 2016 starteten wir mit der Pilotphase und Anfang 2017 mit dem Rollout. Nach der erfolgreichen Einführung der Plattform, haben wir nun für 2018 die Implementation von Catia V6 auf der Agenda.

Für ein Projekt in dieser Größe ist das eine sehr kurze Zeit. Wie sind Sie vorgegangen?

Pöttgen: Wir standen vor der Herausforderung, bestehende SAP-Prozesse sowie spezifische Unternehmensprozesse zukünftig auf der neuen Plattform abzubilden. Für jede unserer Anforderungen haben wir Use-Cases und User-Stories definiert, die dann von den Softwareentwicklern der CCE Group mittels Scrum-Methodik umgesetzt wurden. Wir haben uns ganz bewusst für diese agile, iterative Vorgehensweise entschieden. Mit dieser haben wir bei Benteler schon häufig in kurzer Zeit sehr positive Ergebnisse erzielt, sowohl bei internen Projekten, als auch für die Entwicklung von innovativen neuen Produkten.

Daniel Pöttgen, CAD Manager bei der Benteler Automobiltechnik GmbH, spricht auf dem 3DExperience Forum über den Rollout einer PLM-Plattform.

Bild: Michael Damböck

Wie wurde die Anbindung an das ERP-System umgesetzt?

Pöttgen: Über einen Anlagedialog werden die CAD-Daten mit den relevanten SAP-Attributen versehen und in der Datenbank der 3DExperience Plattform gespeichert. Die Synchronisation mit SAP erfolgt dann über die Openpdm-Schnittstelle von Prostep.

Sie haben Mitte 2017 mit dem weltweiten Roll-Out begonnen. Wie ist der aktuelle Stand?

Pöttgen: Innerhalb eines halben Jahres wurden unsere Mitarbeiter durch zertifizierte Trainer unseres IT-Partners vor Ort geschult. Im November haben wir dann die vorherige SC5-Schnittstelle deaktiviert, sodass heute bereits 250 User weltweit, von Paderborn über die USA bis nach Indien, produktiv im neuen System arbeiten. Umfassende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen stehen bei uns immer im Mittelpunkt. Auf diese Weise begegnen wir sich stets wandelnden Markt- und Kundenbedürfnissen schnell und flexibel.

Wenn Sie an den Benchmark zurückdenken, was waren die Gründe für eine Einführung der 3DExperience-Plattform?

Pöttgen: Im Benchmark hat uns überzeugt, dass die Lösung von Dassault Systèmes offen und flexibel ist. So lassen sich zum Beispiel verschiedenste CAD-Systeme anbinden. Wenn ich an die standortübergreifende Zusammenarbeit und die PLM Prozesse der 3DExperience Plattform denke, gehen wir mit dieser Lösung einen wichtigen Schritt in eine digitale, vernetzte Zukunft. Das erlaubt uns in der Division Automotive, mit Kollegen an mehr als 144 Standorten in 25 Ländern noch besser zusammenzuarbeiten und unseren Kunden optimale sowie abgestimmte Lösungen in den Märkten anzubieten, wo sie uns brauchen.

Das bedeutet, Sie haben bereits weitere Ausbaustufen geplant?

Pöttgen: Ja, wir werden uns in 2018 weiter mit den neuen Optionen, die uns die Plattform bietet, auseinandersetzen. So versprechen wir uns zum Beispiel eine deutliche Effizienzsteigerung durch das Variantenmanagement. Aber auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Teams, Standorte und Zulieferer wird weiter optimiert. Es sind schließlich die Menschen, die unser Unternehmen auszeichnen und den Unterschied machen. Durch Mut, Ambition und gegenseitigen Respekt tragen sie zum Unternehmenserfolg bei.

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„Ein wichtiger Schritt in die digitale, vernetzte Zukunft“
Bild: Michael Damböck



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