Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Baustellenmontage

Mehr Freiheit bei
der Hallenbelegung

Statt einer Pinnwand mit ausgeschnittenen 2D-Layouts nutzt der Sondermaschinenbauer Fill nun die Software Areaplan zur Flächenplanung für die Montagehalle. Die Lösung basiert auf Visual Components und hilft, die 30.000 Quadratmeter im Werk effizienter zu nutzen als je zuvor.

 (Bild: Fill Gesellschaft m.b.H.)

(Bild: Fill Gesellschaft m.b.H.)

Fill ist ein international agierender Maschinen- und Anlagenbauer für verschiedene Industrien. Die Geschäftstätigkeit umfasst die Bereiche Metall, Kunststoff und Holz für die Automobil-, Luftfahrt-, Windkraft-, Sport- und Bauindustrie. In der Aluminium-Entkerntechnologie, Gießereitechnik, Holzbandsägetechnologie sowie für Ski- und Snowboardproduktionsmaschinen ist das Unternehmen Weltmarkt- und Innovationsführer. Andreas Fill und Wolfgang Rathner sind Geschäftsführer des 1966 gegründeten Unternehmens, das sich zu 100 Prozent in Familienbesitz befindet und rund 850 Mitarbeiter beschäftigt.

Große Anlagen, kleine Fläche

Fill arbeitet oft mit sehr großen Anlagen und muss einen Teil bzw. die gesamte Anlage vor Auslieferung an den Kunden in den eigenen Fertigungshallen montieren und in Betrieb nehmen. Dabei gilt es, variierende Liefer-, Montage-, Inbetriebnahme- und Demontagezeiten sowie Restriktionen wie Bodentragfähigkeit-, Bauhöhe und Kranlasten zu berücksichtigen. Die zu montierenden Projekte auf den begrenzten Hallenflächen unter diesen Voraussetzungen einzuplanen, stellt eine komplexe Aufgabenstellung für die Verantwortlichen dar. Daher entwickelten Dualis und Fill eine IT-basierte Lösung zur Flächenplanung: Areaplan fusst auf der 3D-Simulationsplattform Visual Components und hilft den Anwendern, die Montagehallen bestmöglich zu belegen. Gleichzeitig werden projektrelevante Termine und Daten verwaltet. Für die Anlagensimulation befinden sich zusätzlich einige Visual Components-Lizenzen im Einsatz.

Unüberschaubare Prozesse

„Zur Planung der Hallenbelegung haben wir bis zum Jahr 2018 eine Pinnwand mit ausgeschnittenen 2D-Layouts eingesetzt. Die Layouts wurden manuell mit den benötigten Daten beschriftet und mit Stecknadeln aufgesteckt. Das gesamte System war sehr schwer überschaubar, da mehrere Projekte übereinander gesteckt waren, um einen zeitlichen Ablauf zu simulieren. Auch war die Tatsache, dass jeder Mitarbeiter seine Projekte umstecken konnte, nicht immer förderlich“, sagt Günter Redhammer, Teamleiter Teilefertigung/Team Manager Component Manufacturing bei Fill. Die Suche nach einer geeigneten Software zur Ablöse dieser Methode war schwierig. Günter Redhammer beschreibt: „Die Standardlösungen am Markt zielen auf eine einmalige Einrichtung von Montage- und Produktionshallen ab. Ein ständiger Wechsel mit unterschiedlichsten Projekten kann damit nicht ausreichend abgebildet werden.“

 (Bild: Fill Gesellschaft m.b.H.)

(Bild: Fill Gesellschaft m.b.H.)

Halle digital belegen

Da Fill seit mehreren Jahren mit Dualis im Bereich der Anlagensimulationen mit Visual Components zusammenarbeitet, entstand die Idee, gemeinsam eine Lösung für diese Anforderung zu entwickeln. Mitbewerber im klassischen Sinn gab es keine, da kein Unternehmen ein fertiges Tool anbieten konnte. Doch die Erfahrungen des Simulationsspezialisten erwiesen sich als Vorteil. Dualis bietet als spezialisierter Distributor von Visual Components im deutschsprachigen Raum ergänzende Dienstleistungen und entwickelt Add-Ons rund um die Plattform, mit Fokus auf vernetzte Fabriken. Areaplan wird im Produktionsumfeld eingesetzt, in dem die Verantwortlichen beim Maschinenbauer in der Regel ihre Projekte komplett montieren, in Betrieb nehmen und zur Kundenabnahme vorbereiten. In diesem Bereich arbeiten rund 350 Mitarbeiter auf einer Fläche von etwa 30.000 Quadratmetern. Es ist von einer zwei- bis dreimaligen Belegung der Montagefläche im Jahr auszugehen. Die Einführung ins neue System erfolgte noch während die Pinnwand-Lösung genutzt wurde. Auch stabil lief die Anwendung von Beginn an. Der Großteil der Projektmeetings mit Dualis konnte über Telefonkonferenzen und Teamviewer abgewickelt werden. Dies ist u.a. auf die mehrjährige Erfahrung des Produzenten mit Visual Components zurückzuführen. Fill nutzt einen sehr leistungsstarken Rechner mit spezieller Grafikkarte und stellt das jeweilige Ergebnis auf einem 85″-Bildschirm in der Produktion für alle Beteiligten zur Verfügung.

Einfacher planen

„Areaplan als Tool zur digitalen Hallenplanung erleichtert die tägliche Planung erheblich. Auch können Planspiele klar dargestellt werden. Als große Stärke ist die Transparenz für alle Prozessbeteiligten zu sehen. Es lassen sich über die Zeitleiste jederzeit die zukünftigen Projekte einsehen. Auch springen Terminverzögerungen beim Liefern sofort durch die Einfärbung ins Auge. Aussagen bezüglich Lieferterminen sind jetzt wesentlich fundierter und transparenter. Die aus der Pinnwandmethode resultierenden Probleme, die viel Ärger und Kosten verursachten, konnten wir damit zu hundert Prozent beheben“, erklärt Günter Redhammer.

Zukunftsausblick

Eine Schnittstelle zum ERP-System ist in Planung. Fill möchte bei der Auftragsüberleitung automatisch relevante Projektdaten in das aktuelle Planungsszenario übertragen. So kann das Unternehmen bereits vorhandene Daten nutzen und muss diese nicht manuell in anderen Systemen suchen. Zusätzlich wird beabsichtigt, Werkzeuge und Montagematerial auf dieser Datenbasis an den Montageort zu transportieren.


Das könnte Sie auch interessieren:

Novayre Solutions SL und dessen RPA-Plattform Jidoka gehören nun zu Appian. Mit dem Erwerb will das amerikanischen IT-Unternehmen seine Prozessautomatisierungsplattform um Werkzeuge für Robotic Process Automation ergänzen.‣ weiterlesen

Nutzer von Citrix-Systemen sollten unbedingt die aktuell bekannt gewordene Sicherheitslücke per Workaround schließen. Das meldet das BSI erneut, nachdem sich die Zahl der bekannt gewordenen Cyberangriffe über diese Schwachstelle häufen.‣ weiterlesen

Jörg Jung leitet beim ERP-Hersteller Infor seit mehr als zwei Jahren als verantwortlicher Geschäftsführer die Regionen Zentral- und Osteuropa. In diesem Zeitraum konnte der Softwareanbieter sein Geschäft fast verdoppeln, merkte Jung im Gespräch mit der IT&Production an. Vor allem der Absatz mit Cloud-Lösungen scheint zu brummen: In den letzten zwei Jahren sei der Umsatz mit den Multi-Tenant-Lösungen weltweit um den Faktor zehn gestiegen.‣ weiterlesen

Rockwell Automation hat den israelischen Cybersecurity-Anbieter Avnet Data Security übernommen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden Services wie Risikobewertungen, Penetrationstests, Netzwerk- und Sicherheitslösungen sowie Schulungen zur Verschmelzung von IT und OT unter dem Gesichtspunkt der Cybersecurity an. ‣ weiterlesen

In der Werkshalle von morgen sind nur noch die Außenwände fest verbaut. Maschinen und Anlagen bewegen sich frei und kommunizieren miteinander. Wichtige Voraussetzung hierfür: Eine dezentrale Versorgungs- und Dateninfrastruktur. Mit dem intelligenten Boden hat Bosch Rexroth ein solches System entwickelt - und dabei Lösungen von Weidmüller verbaut.‣ weiterlesen

In einer Industrie 4.0 stellen vernetzte Maschinen nicht nur Produkte her, sie generieren auch massenhaft Daten. Mit einem ERP-System als Informationsdrehscheibe lassen sich diese Produktionsdaten mit anderen Geschäftsbereichen verknüpfen und so die Wertschöpfung ankurbeln.‣ weiterlesen

Per Radiofrequenzidentifikation lassen sich Waren entlang der gesamten Lieferkette nachverfolgen - oder gleich lückenlos ihren Zustand dokumentieren. Erst RFID-Technologie ermöglicht viele Anwendungen, die mit Industrie 4.0 verbunden werden.‣ weiterlesen

Der ERP-Anbieter Proalpha hat einen Wechsel an der Unternehmensspitze bekanntgegeben. Eric Verniaut übernimmt das Amt des CEO.‣ weiterlesen

Die Siemens AG hat die AIT GmbH übernommen. Das Stuttgarter Unternehmen bietet Softwarelösungen auf der Basis von Microsoft .NET Plattformen an.‣ weiterlesen

Weniger Energie zu verbrauchen, heißt nicht automatisch, auch Kosten einzusparen. Viele Energiemanager kennen das: Vielleicht war das Jahr wärmer, die Auftragslage schlechter, vielleicht konnten sie durch Umstrukturierung der Arbeitsabläufe etwas sparen. Welcher der Punkte zutrifft, weiß man allerdings erst, wenn die Daten genau analysiert wurden. Und genau das verlangt auch die Norm ISO50001, die nach der letzten Revision die Leistungsindikatoren in den Fokus rückt.‣ weiterlesen

Obwohl der Anteil individuell programmierter Geschäftssoftware insgesamt rückläufig ist, setzen speziell mittelständische Fertiger noch oft auf Individuallösungen. Dabei gibt es Alternativen, um Unternehmensprozesse weitaus effizienter und risikoloser abzubilden.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige