Anzeige
Anzeige
Anzeige

World Robotics Report

Roboterdichte erreicht neuen Höchststand

Beitrag drucken

Mit 74 Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter hat der weltweite Durchschnitt der Roboterdichte im Bereich der Fertigungsindustrie einen neuen Höchststand erreicht. Das geht aus dem World Robotics Report 2017 hervor, der von der International Federation of Robotics veröffentlicht wurde. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 waren es noch 66 Einheiten.

 (Bild: IFR International Federation of Robotics)

(Bild: IFR International Federation of Robotics)

Die Roboterdichte sei ein wichtiger Vergleichsstandard, um die Unterschiede im Automatisierungsgrad der Fertigungsindustrie verschiedener Ländern zu berücksichtigen, sagt Junji Tsuda, Präsident der International Federation of Robotics: „Aufgrund der sehr zahlreichen Roboterinstallationen in Asien während der letzten Jahre weist die Region die höchste Wachstumsrate auf: Zwischen 2010 und 2016 lag die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Roboterdichte in Asien bei neun Prozent, in Amerika bei sieben Prozent und in Europa bei fünf Prozent“.

Deutschland unter den Top drei

Deutschland ist das am stärksten automatisierte Land in Europa: Laut dem IFR-Report liegt die Bundesrepublik mit 309 Einheiten im weltweiten Vergleich auf Platz drei. Der Anteil Deutschlands am operativen Bestand von Industrierobotern lag 2016 bei 41 Prozent – der Jahresabsatz hatte einen Anteil von 36 Prozent. Laut IFR soll der jährliche Absatz bis 2020 um durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr weiter ansteigen.

Großbritannien unterm Durchschnitt

Schweden (223 Einheiten), Dänemark (211), Italien (185), Spanien (160) und Frankreich (132) liegen ebenfalls weit über dem weltweiten Durchschnitt. Lediglich Großbritannien belegt mit 74 Einheiten den weltweit 22. Rang.

Slowenien und Slovakei vor der Schweiz

Slowenien (137 Einheiten) und die Slowakei (135) weisen zudem eine höhere Roboterdichte als die Schweiz (128 Einheiten) auf.

Korea auf Rang eins

Im Regionen-Vergleich kommt Europa durchschnittlich auf 99 Einheiten, Amerika auf 84 und Asien auf 63. In China entwickelt sich die Roboterdichte dabei am dynamischsten. 2013 lag die Dichte noch bei 25 Einheiten, 2016 kam China auf 68 Einheiten – weltweit bedeutet dies Platz 23. Die höchste Roboterdichte weißt die Republik Korea auf: Dort kommt man auf 631 Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter. Auch Singapur (303 Robotereinheiten) und Japan (303 Robotereinheiten) rangieren weltweit auf den vorderen Rängen.

Dynamische Entwicklung in den USA

Weltweit den siebten Platz belegen die Vereinigten Staaten, die auf 189 Einheiten kommen. Hauptgrund dafür war der anhaltende Trend zur Automatisierung der Produktion, um die amerikanischen Industrien im internationalen Wettbewerb zu stärken. Ziel war zudem, die Produktion im eigenen Land zu halten oder in einigen Fällen auch die Produktion aus dem Ausland zurück zu holen. Die Automatisierung der Automobilindustrie mit Industrierobotern macht rund 52 Prozent des Gesamtumsatzes im Jahr 2016 aus. Der Roboterabsatz in den USA wird zwischen 2017 und 2020 weiter um durchschnittlich mindestens 15 Prozent pro Jahr steigen.

International Federation of Robotics

www.ifr.org


Das könnte Sie auch interessieren:

Mit der Übernahme des IoT-Spezialisten Bright Wolf, will der IT-Dienstleister Cognizant seine Expertise im Bereich Internet of Things erweitern.‣ weiterlesen

Vorherzusagen, wann ein Werkzeug kaputt geht, ist nicht leicht. Mittels der Messung von Schallemissionen ist dies zwar möglich, aber auch teuer. Kombiniert man jedoch gängige Verfahren mit neuen Technologien, ergeben sich immer bessere und schnellere Verfahren.‣ weiterlesen

Seit dem 25. Mai 2018 gilt die europäische Datenschutzgrundverordnung, meist nur DSGVO genannt. Der IT-Sicherheitsspezialist Rohde & Schwarz Cybersecurity berichtet, wie es um die Umsetzung in der hiesigen Industrie steht.‣ weiterlesen

In vielen Ländern Europas scheint sich der Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Darauf deuten die Zahlen des Europäischen Arbeitsmarktbarometers hin, das nun erstmals veröffentlicht wurde.‣ weiterlesen

Eine IoT-Sicherheitsarchitektur sollte sowohl in IT- als auch in OT-Umgebungen für mehr Transparenz sorgen und Prozesse schützen. Dazu müssen die Daten aus dem IoT-Edge erfasst und extrahiert werden. Auf dieser Grundlage können Unternehmen effizienter agieren, bessere Geschäftsentscheidungen treffen und Digitalisierungsprojekte beschleunigen.‣ weiterlesen

GBTEC und Proalpha haben angekündigt, zukünftig in den Bereichen Process Mining und Business Intelligence zusammenzuarbeiten. Kunden sollen so einen Mehrwert bei der digitalen Transformation erhalten.‣ weiterlesen

Beim Anlagen- und Werkzeugbau setzt die Volkswagen AG auf Datendurchgängigkeit. Die Projektmanagement-Software Coman vernetzt die Projektbeteiligten dazu durchgängig und digital, bis hin zu den Zulieferern. Denn wenn Manager Giuseppe Lo Presti früh erkennt, dass es in einem Gewerk gerade nicht rund läuft, können gezielte Maßnahmen erfolgen.‣ weiterlesen

Mehr als eine Milliarde Schadprogramme verzeichnet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik im aktuellen Lagebericht. Und auch die Corona-Pandemie wirkt sich auf die aktuelle Sicherheitslage aus.‣ weiterlesen

Eine Voraussetzung bei der Entwicklung von industriellen KI-Anwendungen sind ausreichende Daten. Diese sind jedoch nicht immer in der benötigten Menge, Qualität oder Struktur vorhanden. Anhand eines konkreten Beispiels erläutert dieser Beitrag, wie sich ein Data Lake anlegen und mit Daten füllen lässt, bis er ein Fundament für quasi beliebige KI-Applikationen bildet.‣ weiterlesen

CIOs setzen auf Automatisierung und KI, um wachsende Kluft zwischen begrenzten IT-Ressourcen und steigender Cloud-Komplexität zu überbrücken. Dies geht aus einer Studie von Dynatrace hervor.‣ weiterlesen

Zahlreiche Geräte verbinden sich heutzutage mit dem Firmennetzwerk. Neben offensichtlichen Geräten wie Büro-PCs und Maschinensensoren gibt es meist auch solche, die keiner auf dem Radarschirm hat. In diesem verborgenen Internet of Things könnten Einfallstore für Cyberkriminelle sein.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige