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Studie

Keine ausreichende Datengrundlage für Smart Maintenance

Eine Studie von Acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML zeigt, wie weit deutsche Unternehmen bei der Umsetzung einer ‘intelligenten Instandhaltung‘ sind – und sie gibt Hinweise, wie sich Smart Maintenance zielgerichtet durchführen lässt.

(Bild: ©wladimir1804/fotolia.com)

Der Verkauf von Maschinen, Kraftwagen oder mechanischen Geräten macht einen großen Teil der deutschen Exportleistung aus. Dabei sorgen neue Technologien für eine intelligente und vernetzte Produktion und bringen für Unternehmen große Potenziale mit sich. Dabei spielt insbesondere die vorausschauende Instandhaltung der Produktionskomponenten eine zentrale Rolle. Eine Studie von Acatech und dem Fraunhofer IML gibt Aufschluss über den Reifegrad bisheriger Bemühungen, eine intelligente Instandhaltung in der Praxis zu etablieren. Insgesamt wurden 96 Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragt, für die intelligente Instandhaltung ein zunehmend bedeutendes Thema ist.

Vier Prozent greifen präventiv ein

Demnach verfügen die meisten Unternehmen über keine oder nur eine sehr schwache Datenbasis, die Auskunft über bald auftretende Störungen oder die Notwendigkeit von Instandhaltungsmaßnahmen geben könnte. So gaben 57 Prozent der befragten Unternehmen an, dass Elemente in der Fabrik erst dann instandgehalten werden, wenn ein Problem bereits aufgetreten ist. Echtzeitdaten, um Systeme besser zu überwachen und präventiv einzugreifen, nutzen nur vier Prozent.

Das Wissen darüber, wie Elemente in einer Fabrik gewartet und überprüft werden können, steckt häufig in den Köpfen von einzelnen Mitarbeitern. Dieses Wissen sollte dokumentiert und anderen Beschäftigten bereitgestellt werden — etwa in Form eines Wikis — um auch im Falle eines Personalausfalls reagieren zu können. Wie aus der Studie hervorgeht, geschieht dies in 27 Prozent der Unternehmen nicht: Individuelles Instandhaltungswissen wird dort bei Bedarf mündlich weitergegeben. In 32 Prozent der Unternehmen wird Wissen in Papierform bereitgestellt, standardisierte Prozesse zur Wissenserweiterung gibt es jedoch nicht.

Wissen erweiteren

Vorhandenes personenbezogenes Wissen sollte nicht nur dokumentiert, sondern auch kontinuierlich erweitert werden – gerade, da durch neue technische Innovationen die Arbeitsabläufe verbessert werden können. Dennoch bietet mehr die Hälfte (53 Prozent) der befragten Unternehmen keine speziellen Schulungsmaßnahmen im Bereich Digitalisierung für erfahrene Mitarbeiter an. Im Falle auftretender Komplikationen werden sie stattdessen von Kollegen, die über eine entsprechende Expertise verfügen, unterstützt. Bestimmte Aufgaben bei der Instandhaltung können heute mithilfe von Augmented Reality (AR) oder Virtual Reality (VR) erledigt werden. Diese Technologien können beispielsweise bei Schulungen und der gemeinsamen Bearbeitung von Aufgaben bei räumlicher Trennung der Mitarbeiter eingesetzt werden. Im Rahmen der Studie nutzt diese Möglichkeit jedoch nur jedes 20. Unternehmen. „Die Bedeutung der Smart Maintenance für die Smart Factory konnten Acatech und das Fraunhofer IML über die letzten Jahre hinweg deutlich machen und in die Köpfe wesentlicher Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bringen. Dennoch zeigt die Umfrage, dass nach wie vor viele Unternehmen der Instandhaltungsorganisation eine zu niedrige Priorität einräumen. Die neue Studie macht nun deutlich, welchen Wertbeitrag Smart Maintenance leisten kann, wie sie erreicht werden kann und wie dadurch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland weiterhin gesichert wird“, sagt Michael Henke, Institutsleiter Fraunhofer IML und Leiter des Projekts ‘Smart Maintenance – Der Weg vom Status quo zur Zielvision‘.


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Bild: ©eyetronic/Fotolia.com

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