Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Smart Contracts

Projekt Recht-Testbed unterstützt die Rechtssicherheit in der Industrie 4.0

Wie ist die Rechtslage wenn Maschinen automatisiert untereinander Verträge — sogenannte Smart Contracts — abschließen? Dieser und weiteren rechtlichen Fragen widmet sich ein Pilotprojekt unter der Leitung des Fraunhofer IML.

(Bild: Fraunhofer IML)

Die Rechtslage bei Vertragsabschlüssen ergibt sich aus dem BGB, ggf. ergänzt durch das HGB. Wenn Maschinen in der Industrie 4.0 Verträge schließen und diese anschließend vollautomatisiert durchführen, dann gilt es jedoch, zahlreiche schwierige Rechtsfragen zu klären. Technisch sind solche Vertragsabschlüsse bereits möglich. Dabei stellt sich die Frage, welches Recht gilt und wie eine rechtssichere Lösung aussehen kann. Diese und weitere Fragen sollen im Projekt Recht-Testbeds beantwortet werden, das von der Plattform Industrie 4.0 unterstützt wird.

Verschiedene Szenarien simulieren

Im Projekt sollen verschiedene Szenarien simuliert werden, in denen Maschinen Verträge abschließen und verhandeln. Es sollen beispielhaft Logistik- und Produktionsabläufe getestet werden. Die technischen Möglichkeiten stehen dabei nicht im Fokus, sondern vielmehr die rechtliche Bewertung der einzelnen Abläufe. Beispielsweise kann eine Maschine aktuell keinen rechtlich relevanten ‘Willen‘ bilden. Zudem stellen sich Haftungsfragen, wenn durch maschinelle Entscheidungen Schäden entstehen. Dies sollen Juristen bewerten und erste Handlungsfelder aufzeigen sowie Richtlinien erstellen. Hinzu kommt der Sicherheitsaspekt bei Smart Contracts: Mit Hilfe von Blockchain-Technologien sollen sichere und bezahlbare Lösungen für die Praxis entwickelt werden. Das Projekt richtet sich an KMU, die mithilfe des Testbeds ausprobieren können, wie ihre Maschinen im Rahmen ihres Geschäftsmodells Entscheidungen treffen.

Schritt in Richtung Vollautomatisierung

Das Projekt sei ein großer Schritt in Richtung Vollautomatisierung, sagt der Projektleiter Martin Böhmer vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML). „Es wird viel bürokratische Arbeit von Maschinen übernommen werden können. Außerdem können Geschäftsprozesse durch Smart Contracts deutlich beschleunigt werden.” Eben diese Vollautomatisierung muss gut durchdacht, sicher und rechtlich abgesichert umgesetzt werden. Nur so kann ein nachhaltiger Erfolg dieser technischen Entwicklung gewährleistet werden. Über das Recht-Testbed kann sichergestellt werden, dass Kontrolle und Transparenz über automatisierte Prozesse herrschen. Die Projektleitung übernimmt das Fraunhofer IML. Daneben sind das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST), die Universität des Saarlandes mit dem Institut für Rechtsinformatik sowie die Ruhr-Universität Bochum mit dem Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit die weiteren Partner.


Das könnte Sie auch interessieren:

Mit der Übernahme des IoT-Spezialisten Bright Wolf, will der IT-Dienstleister Cognizant seine Expertise im Bereich Internet of Things erweitern.‣ weiterlesen

Vorherzusagen, wann ein Werkzeug kaputt geht, ist nicht leicht. Mittels der Messung von Schallemissionen ist dies zwar möglich, aber auch teuer. Kombiniert man jedoch gängige Verfahren mit neuen Technologien, ergeben sich immer bessere und schnellere Verfahren.‣ weiterlesen

Seit dem 25. Mai 2018 gilt die europäische Datenschutzgrundverordnung, meist nur DSGVO genannt. Der IT-Sicherheitsspezialist Rohde & Schwarz Cybersecurity berichtet, wie es um die Umsetzung in der hiesigen Industrie steht.‣ weiterlesen

In vielen Ländern Europas scheint sich der Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Darauf deuten die Zahlen des Europäischen Arbeitsmarktbarometers hin, das nun erstmals veröffentlicht wurde.‣ weiterlesen

Eine IoT-Sicherheitsarchitektur sollte sowohl in IT- als auch in OT-Umgebungen für mehr Transparenz sorgen und Prozesse schützen. Dazu müssen die Daten aus dem IoT-Edge erfasst und extrahiert werden. Auf dieser Grundlage können Unternehmen effizienter agieren, bessere Geschäftsentscheidungen treffen und Digitalisierungsprojekte beschleunigen.‣ weiterlesen

GBTEC und Proalpha haben angekündigt, zukünftig in den Bereichen Process Mining und Business Intelligence zusammenzuarbeiten. Kunden sollen so einen Mehrwert bei der digitalen Transformation erhalten.‣ weiterlesen

Beim Anlagen- und Werkzeugbau setzt die Volkswagen AG auf Datendurchgängigkeit. Die Projektmanagement-Software Coman vernetzt die Projektbeteiligten dazu durchgängig und digital, bis hin zu den Zulieferern. Denn wenn Manager Giuseppe Lo Presti früh erkennt, dass es in einem Gewerk gerade nicht rund läuft, können gezielte Maßnahmen erfolgen.‣ weiterlesen

Mehr als eine Milliarde Schadprogramme verzeichnet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik im aktuellen Lagebericht. Und auch die Corona-Pandemie wirkt sich auf die aktuelle Sicherheitslage aus.‣ weiterlesen

Eine Voraussetzung bei der Entwicklung von industriellen KI-Anwendungen sind ausreichende Daten. Diese sind jedoch nicht immer in der benötigten Menge, Qualität oder Struktur vorhanden. Anhand eines konkreten Beispiels erläutert dieser Beitrag, wie sich ein Data Lake anlegen und mit Daten füllen lässt, bis er ein Fundament für quasi beliebige KI-Applikationen bildet.‣ weiterlesen

CIOs setzen auf Automatisierung und KI, um wachsende Kluft zwischen begrenzten IT-Ressourcen und steigender Cloud-Komplexität zu überbrücken. Dies geht aus einer Studie von Dynatrace hervor.‣ weiterlesen

Zahlreiche Geräte verbinden sich heutzutage mit dem Firmennetzwerk. Neben offensichtlichen Geräten wie Büro-PCs und Maschinensensoren gibt es meist auch solche, die keiner auf dem Radarschirm hat. In diesem verborgenen Internet of Things könnten Einfallstore für Cyberkriminelle sein.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige