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VDMA

Maschinenbau spürt die Störungen der globalen Lieferketten

Die Corona-Pandemie zeigt in dem von globalen Wertschöpfungsnetzwerken geprägten Maschinenbau messbare Folgen. Schon jetzt spüren knapp 60% aller Betriebe Beeinträchtigungen der Lieferketten, wenngleich die Auswirkungen überwiegend noch als ‚gering bis mittel‘ eingestuft werden.

Bild: VDMA, Blitzumfrage zum Coronavirus, März 2020

Bild: VDMA, Blitzumfrage zum Coronavirus, März 2020

Dies ist das Ergebnis einer VDMA-Blitzumfrage, die von gut 1.000 Unternehmen beantwortet wurde. „Die Störungen der Lieferketten machen sich immer deutlicher bemerkbar, wobei hier bislang die Lieferländer Italien und China die größten Sorgen bereiten“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Diese Störungen können nur teilweise durch alternative Lieferanten abgewendet werden.

Drei Viertel der Unternehmen, die bislang noch nicht betroffen sind, rechnen in den kommenden drei Monaten mit Beeinträchtigungen. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass der Warenverkehr innerhalb der EU weiter frei fließen kann und auch Berufspendler, insbesondere Servicekräfte über die Grenzen zur Arbeit können“, betont Wiechers. Mit Blick auf die Ankündigung von Produktionsstopps in der Autoindustrie ergänzt der VDMA-Chefvolkswirt: „So lange die Werkshallen nicht ganz geschlossen werden, können unsere Firmen die bestellten Maschinen und Anlagen theoretisch auch weiterhin ausliefern oder ihren Service durchführen. Aber je stärker die Restriktionen in unseren Kundenbranchen werden, umso heftiger werden auch wir als Ausrüster getroffen.“

Die VDMA-Blitzumfrage zeigt auch, dass von den Auswirkungen der Pandemie alle Fachzweige des Maschinenbaus betroffen sind. In den Betrieben herrscht vielerorts Unsicherheit, ob die Produktionsausfälle in diesem Jahr noch aufgeholt werden können. Rund 70% der befragten Unternehmen rechnen für 2020 mit Umsatzeinbußen, davon knapp die Hälfte (45%) mit Umsatzrückgängen von mehr als 10%. In der Folge haben gut 40% der befragten Maschinenbaubetriebe bereits Kapazitätsanpassungen vorgenommen, überwiegend über das Arbeitszeitkonto, aber auch durch Kurzarbeit. „Personalabbau wird auch in der mittelständischen Maschinenbauindustrie zunehmend zum Thema“, warnt Wiechers. Etwa die Hälfte der Unternehmen erwägt zugleich eine Kürzung der Investitionsvorhaben für 2020.


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