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Deutschland auf Platz 4 von 35 Staaten

„Deutschlands Innovationsdynamik droht ins Mittelfeld zu rutschen. Im Vergleich zu unseren Wettbewerbern treten wir auf der Stelle“, kritisiert BDI-Präsident Dieter Kempf. Damit setze sich ein Abwärtstrend seit 2014 fort.

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(Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com)

Deutschland gehört zu den innovationsstärksten Ländern der Welt und behauptet im Innovationsindikator des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI), wie im Vorjahr, den vierten Platz unter 35 Staaten. Eine Spitzenposition vertritt die Bundesrepublik jedoch in keiner Subkategorie. Auf Platz 1 im Ranking liegt die Schweiz, gefolgt von Singapur. Deutschland liegt deutlich hinter den beiden Spitzenreitern und Belgien, führt aber das harte Mittelfeld an: Schweden, Dänemark, Irland und die USA auf dem achten Platz folgen mit geringem Abstand. China belegt Rang 26. Die hohen Ambitionen der chinesischen Innovationspolitik beschränken sich laut BDI weiterhin nur auf Leuchtturmtechnologien ohne Breitenwirkung. Zwar klettert Deutschland im Subindikator Wirtschaft zwei Plätze auf Rang 7, im Subindikator Wissenschaft landet die Bundesrepublik hingegen auf Rang 12 nach Platz 10 im Vorjahr, im Subindikator Staat auf Rang 9 (Vorjahr: Platz 8). Damit setzt sich ein Abwärtstrend der deutschen Innovationsdynamik seit 2014 fort. Laut BDI mangelt es an der Förderung von Forschungsexzellenz, die im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld liegt. Der Industrieverband sieht zudem Schwächen im innovationgetriebenen Wettbewerb: Vor allem im Gegensatz zu flächenmäßig kleineren Ländern, fehlt es der Bundesrepublik an Offenheit gegenüber ausländischen Technologien. Gerade diese schaffen aber Anreize für Innovationen im heimischen Wettbewerb. Laut der Studie können Investitionen in die KI-Forschung, den Zukunftsfonds und den Fachkräftenachwuchs sowie die steuerliche FuE-Förderung die Innovationsdynamik von Unternehmen in Deutschland fördern.


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