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Innovation und ERP-Software

Innovationsranking im produzierenden Mittelstand

Innovation gehört zu den drei wichtigsten Digitalisierungszielen im Mittelstand, gleich nach Mitarbeiterproduktivität und Prozessmodernisierung. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die im Auftrag des ERP-Anbieters Proalpha entstand. Doch wo ist Innovation gewünscht und können ERP-Systeme diese Erneuerung unterstützen?

Bild: ©elenabsl/stock.adobe.com

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Innovation steht bei der mittelständischen Fertigungsindustrie hoch im Kurs, wie eine Befragung von Teknowlogy | PAC im Auftrag von Proalpha ergab. Für ihre Analyse wollten die Autoren von 100 IT- und Fachverantwortlichen unter anderem wissen, wie wichtig bestimmte Innovationsthemen für sie sind. Dabei stachen die folgenden sechs Bereiche hervor:

Platz 6: Geschäftsmodelle umstellen

Mehr als jeder dritte Mittelständler nennt Business Model Innovation als wichtiges Ziel. Dazu Michael Finkler, Geschäftsführer beim Business-Software-Anbieter Proalpha: „Neue digitale Geschäftsmodelle stellen teils hohe Anforderungen an die IT- und prozessbezogene Umsetzbarkeit im Unternehmen.“ Unternehmenssoftware müsse zum Beispiel auch komplexe Mietmodelle oder Pay-per-Use-Abrechnungen unterstützen. Dabei geht es um die Abbildbarkeit der Prozesse oder auch um die Möglichkeiten zur Datenverarbeitung.

Platz 5: Ganzheitliches Datenmanagement

Die Integration von Stamm- und Bewegungsdaten ist für 42 Prozent der Studienteilnehmer eine wichtige Aufgabe. ERP-Systeme müssen für das Datenmanagement und den Erhalt hoher Datenqualität nicht nur eine zuverlässige Synchronisation von Stammdaten in alle Niederlassungen bieten. Entscheidend können auch Workflow-gestützte Data Governance-Prozesse sowie die laufende, automatisierte Prüfung und Korrektur der Datenqualität sein.

Platz 4: E-Commerce

Viele produzierende Unternehmen (43 Prozent) sehen im Internet einen neuen Vertriebskanal. Mit dem Eröffnen eines Onlineshops fängt das allerdings erst an. Auch die Warenlogistik muss sich darauf einstellen – und damit das ERP-System. Der Abruf von Lagerbeständen in Echtzeit gehört ebenso dazu wie die nahtlos digitale Logistik rund um den Versand. Denn der Online-Verkauf fordert häufig eine deutliche Beschleunigung der betroffenen Abläufe von Unternehmen.

Platz 3: KI & Machine Learning

Die Bedarfsplanung mit Algorithmen ist nur einer von vielen Einsatzbereichen von künstlicher Intelligenz in der Industrie. Immer häufiger kommen Bots zur Sprachsteuerung von Systemen zum Einsatz. Weitere Einsatzfelder sind Robotic Process Automation (RPA) sowie Process Mining. Viele Hersteller von ERP-Systemen arbeiten aktuell daran, Technologien wie diese in sinnvolle Funktionalitäten zu überführen.

Platz 2: Digitale Supply Chain

Zweitwichtigstes Innovationsthema im Mittelstand ist eine bessere Lieferkettensteuerung. Sie steht bei 43 Prozent der Studienteilnehmer hoch im Kurs. ERP-Systeme sind auch in diesem Feld wichtige Datendrehscheiben. So tauschen Unternehmen zum Beispiel Bestelldaten oder Abrufe über Web-Portale oder EDI aus. Auch die Integration von Katalogsystemen ist eine Option. Wesentlich dabei: Im Sinn eines ganzheitlichen Life Cycle Managements sollten Prozesse bis zu ihrem Ende durchdacht werden.

Platz 1: Automatisierte Produktion, smarte Fabrik

Top-Innovationsziel für 48 Prozent der Studienteilnehmer ist das Industrial Internet of Things. Auch in Unternehmen mit zunehmend digital vernetzten Fabriken können ERP-Systeme eine wichtige Rolle übernehmen, um durchgängige Prozesse zu ermöglichen. Dazu gehört beispielsweise eine halb- oder vollautomatisierte Ressourcenplanung im Sinn von Advanced Planning and Scheduling. Echtzeit-Statusdaten aus der Fertigung können eine Echtzeitortung der Warenträger und Materialien ermöglichen. Bei Bedarf lassen sich Maschinen sogar direkt mit einem ERP-System verbinden. Als kostengünstige Lösung sogar mit einem Minirechner wie dem Raspberry Pi zwischen Maschine und ERP-System.


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