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ifo-Zahlen für November 2020

Produktionspläne der Industrie gedämpft

Die Erwartungen der Produzenten an die nächsten Monate haben sich insgesamt wieder leicht ins Minus gedreht, ermittelten die Wirtschaftsforscher am ifo Institut. Vor allem Konsumgüter könnten sich wieder leicht schlechter absetzen lassen.

Bild: ifo Institut

Bild: ifo Institut


Die Produktionserwartungen der deutschen Industrie für die kommenden Monate haben sich eingetrübt. Sie fielen im November auf 5,5 Punkte, nach 16,3 im Oktober. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. „Insbesondere die konsumorientierte Industrie legt eine Verschnaufpause ein. Die Pharmabranche hingegen sieht sich im Aufwind“, sagt ifo-Spezialist Klaus Wohlrabe.

Gute Aussichten für Pharmafirmen

Die Hersteller pharmazeutischer Erzeugnisse gehen davon aus, dass ihre Produktion kräftig zulegt. Der Indikator stieg auf plus 35 Punkte, nach minus 2 im Oktober. Auch die Produktionserwartungen der Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten bleiben weiterhin auf Expansionskurs. Der Indikator stieg auf 28 Punkte, nach 23 im Oktober. Die Gummi- und Kunststoffwaren-Hersteller rechnen ebenfalls weiter mit einer Ausweitung der Produktion. Der Indikator fiel auf 17 Punkte, nach 22 im Oktober. Der Indikator der Chemieindustrie bleibt positiv, fällt aber leicht – auf 16 Punkte, nach 18 im Oktober. Der Index bei den Getränke-Herstellern bleibt negativ, arbeitet sich aber von minus 42 im Oktober auf minus 22 Punkte herauf.

Bild: ifo Institut

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Trübe Aussichten in vielen Industriezweigen

Die Autobauer erwarten wieder schwierige Zeiten. Nach plus 53 Punkten im September fiel der Indikator auf plus 39 im Oktober und auf minus 1 im November. Bei den Herstellern von Leder, Lederwaren und Schuhen fallen Produktionssteigerungen vorerst aus. Auch hier fiel der Indikator stark, auf minus 40 Punkte, nach minus 6 im Oktober. Ähnliches gilt für die Hersteller von Papier und Pappe. Der Indikator fiel dort auf minus 6 Punkte, nach plus 22 im Oktober. Auch die Bekleidungs- und Nahrungsmittelindustrie wollen ihre Produktion im Vergleich zum Oktober deutlich einschränken.


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