Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Führungswechsel

SAP-Chef McDermott tritt zurück

Bill McDermott tritt als CEO der SAP SE zurück. Dies gab der Walldorfer Softwarekonzern am Freitag bekannt. Als Nachfolger sollen nun Jennifer Morgan und Christian Klein das Unternehmen als Doppelspitze führen.

Bild: SAP Deutschland SE & Co. KG

Bild: SAP Deutschland SE & Co. KG

Die SAP SE hat bekannt gegeben, dass CEO Bill McDermott seinen Vertrag nicht verlängern und von seiner Position als Vorstandsvorsitzendem mit sofortiger Wirkung zurücktreten wird. Damit greift die langfristige Nachfolgeplanung des Aufsichtsrats, der die Vorstandsmitglieder Jennifer Morgan und Christian Klein mit sofortiger Wirkung und mit Zustimmung des Aufsichtsrats als Nachfolger und Co-CEOs ernannt hat. McDermott soll bis Ende des Jahres in einer beratenden Rolle im Unternehmen bleiben, um so einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Einen konkreten Grund für den Rücktritt McDermotts nannte der Konzern nicht.

„Bill McDermott hat maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen – zum Beispiel als die treibende Kraft in Richtung Cloud. Von dieser Weichenstellung wird das Wachstum von SAP noch viele Jahre profitieren“, sagte Prof. Dr. Hasso Plattner, Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Seit 2002 bei SAP

McDermott kam 2002 zu SAP. Während seiner Zeit als Leiter der Vertriebsregion Nordamerika gelang es ihm, deren Marktanteil deutlich zu steigern und so die Grundlage für SAP als Global Player zu schaffen. In Folge verantwortete er das weltweite Kundengeschäft und wurde 2008 in den Vorstand berufen. Als CEO brachte McDermott SAP in den vergangenen zehn Jahren auf Wachstumskurs. Unter seiner Leitung baute der Walldorfer Softwarekonzern sein Lösungsportfolio aus und bewegte sich entscheidend in Richtung Cloud Computing. Unter der Führung von McDermott haben sich Marktwert, Umsatz, Gewinn, Mitarbeiterengagement und ökologische Nachhaltigkeit seit 2010 deutlich verbessert, teilt der Konzern in einer Pressemitteilung mit.

Die neuen Co-CEOs Morgan und Klein tragen bereits Verantwortung im Vorstand des Unternehmens. Jennifer Morgan ist seit 2004 bei SAP, war zuletzt Präsidentin der Cloud Business Group und leitet die Bereiche Qualtrics, SAP SuccessFactors, SAP Ariba, SAP Fieldglass, SAP Customer Experience und SAP Concur. Sie gehört dem SAP-Vorstand seit 2017 an. Christian Klein begann seine Karriere bei SAP vor 20 Jahren als Student und ist heute Chief Operating Officer des Unternehmens. Darüber hinaus leitet er die Produktentwicklung für die ERP-Lösung SAP S/4HANA. Zuvor war er als Chief Financial Officer von SAP SuccessFactors und als Chief Controlling Officer von SAP tätig. Er sitzt seit 2018 im SAP-Vorstand.

Positive Quartalszahlen

Neben den personellen Veränderungen gab der Konzern auch seine Quartalszahlen bekannt. Demnach stiegen die Umsatzerlöse zwischen Juli und September um 13 Prozent auf 6,79Mrd.€. Allein die Erlöse aus dem Cloudgeschäft legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37 Prozent auf 1,79Mrd.€ zu. Auch das Betriebsergebnis entwickelte sich positiv und kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 36 Prozent auf 1,68Mrd.€. Unter dem Strich steht im dritten Quartal ein Gewinn von 1,26Mrd.€ eine Steigerung von 30 Prozent.


Das könnte Sie auch interessieren:

Die Plattform Industrie 4.0 und das US-amerikanische CESMII - The Smart Manufacturing Institute arbeiten zusammen und wollen gemeinsam die digitale Transformation der Fertigung vorantreiben. Hauptziele sollen die Förderung von Interoperabilität und gemeinsamen Fähigkeiten und Kompetenzen sein.‣ weiterlesen

Knapp die Hälfte der im Rahmen einer von Hewlett Packard Enterprise in Auftrag gegebenen Studie befragten Firmen in Deutschland hat die eigene Cloud-Nutzung seit Beginn der Corona-Krise ausgebaut.‣ weiterlesen

Ohne Digitalisierung und Automation kann kein Fertigungsunternehmen langfristig bestehen, ist Marco Bauer, Geschäftsführer der BAM GmbH, überzeugt. Er setzt daher auf eine digitale automatisierte Prozesskette von Onlineshop bis zu den Fertigungszellen. Zentrales Element ist die automatisierte CAM-Programmierung mit Hypermill.‣ weiterlesen

Google Cloud und Siemens wollen im Rahmen einer Partnerschaft und unter Einsatz von KI-Technologien Fertigungsprozesse verbessern.‣ weiterlesen

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken in der aktuellen Umfrage vom April 2021 um 5,9 Punkte und liegen damit bei 70,7 Punkten. Dies ist der erste Rückgang seit November 2020. Laut ZEW liegen die Erwartungen nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.‣ weiterlesen

Drei Viertel der Entscheider in deutschen Industrieunternehmen sehen ihren Markt im Prozess der digitalen Transformation. Die Hälfte der Unternehmen setzt dabei bereits auf den Einsatz von Industrial IoT-Technologien. Zu diesen Ergebnissen kommt eines Studie des IIoT-Spezialisten Relayr, die unter 200 Entscheidern aus der Fertigungsindustrie in Deutschland im Sommer 2020 vom Marktforschungsunternehmen Forsa durchgeführt wurde.‣ weiterlesen

Damit die anspruchsvollen Maschinen von Heidelberger Druckmaschinen nicht ungeplant ausfallen, bietet das Unternehmen die Software Maintenance Manager zur vorausschauenden Wartung an. Jetzt hat Tochterunternehmen Docufy das Tool hinter der Lösung als White-Label-Angebot auf den Markt gebracht.‣ weiterlesen

Im Rahmen einer Partnerschaft wollen T-Systems und GFT gemeinsame Lösungen für die Fertigungsindustrie anbieten, mit denen Fehler in der Produktion schneller erkannt werden können.‣ weiterlesen

John Abel wechselt von Veritas zu Extreme Networks, wo er künftig die Position des CIOs wahrnehmen wird.‣ weiterlesen

Nach fünf Messetagen ging am Freitag die Hannover Messe zu Ende. Insgesamt 90.000 Teilnehmer haben sich für die digitale Edition der Industrieschau registriert. Auch ohne Präsenzveranstaltung zog die Deutsche Messe ein positives Fazit. Ein Ersatz sei die digitale Messe jedoch nicht, so Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe. Die nächste Messe soll als Hybridveranstaltung teilnehmen.‣ weiterlesen

Produzierende Unternehmen brauchen Transparenz über Zusammenhänge, über Kosten und Erträge und die Prozessqualität. Business Intelligence ist die Antwort der Softwareanbieter für dieses Problem. Für SAP S/4Hana-Anwender könnte dafür insbesondere die SAP Analytics Cloud interessant sein.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige