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Lieferketten laufen langsam an

Zahlreiche Lieferketten sind im Zuge der Corona-Pandemie eingebrochen. Bei Shippeo beobachtet man derzeit allerdings eine leichte Entspannung.

(Bild: ©enanuchit/AdobeStock.com)

Die Covid-19-Pandemie zwang Regierungen und Unternehmen zu Reisebeschränkungen, Grenzschließungen sowie Werksschließungen und Kurzarbeit. Die Regelungen nahmen auch enormen Einfluss auf die Lieferketten und den internationalen Warenaustausch. Dies zeigte sich in den vergangenen Wochen vor allem in der Automobilindustrie, dem Baugewerbe und dem Non-Food-Einzelhandel. Doch es deutet sich eine langsame Erholung an, berichtet Shippeo, ein Lösungsanbieter für Echtzeittransparenz in Lieferketten.

  • Brach der Bereich Bau und Baumaterialien kurz nach dem Lockdown auf vier Prozent ein, lässt hier in den vergangenen drei Wochen eine Steigerung auf 23 Prozent beobachten, weil erste Bauprojekte wieder aufgenommen wurden. Ermöglicht wurde dies durch neue Abstands- und Sicherheitsprotokolle.
  • Die Transportaktivität im Bereich Maschinen, Ausrüstung und Technik ist laut Shippeo wieder auf 35 Prozent gestiegen, da Rohmaterial und Ersatzteile teilweise wieder verfügbar sind.
  • Stark beeinträchtigt war auch der Non-Food-Einzelhandel. Initiativen und Aktionen, die es den Kunden ermöglichen, online einzukaufen und Artikel sicher in den Geschäften abzuholen, haben aber dazu geführt, dass der Transport von Gütern in diesem Segment wieder auf 22 Prozent angestiegen ist.
  • Den stärksten Einbruch beobachtete Shippeo auf dem Automobil- und Transportsektor. So wurden eine Vielzahl von Werken und Produktionslinien stillgelegt. Außerdem fehlt es an Bauteilen, die oftmals in Asien hergestellt werden. Trotz Lockerungen ist es besonders die komplexe Natur der Just-in-time-Produktion, die es der Branche schwer macht, wieder in die Gänge zu kommen. So liegt die Lieferkettenaktivität weiter niedrig bei fünf Prozent.
  • Wenig beeinflusst von der Corona-Krise zeigt sich der Nahrungsmittelsektor. Transporteure operieren derzeit auf 101 Prozent des normalen Niveaus. Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte sind während des Lockdowns geöffnet geblieben. So konnten Einzelhändler ihre Betriebsabläufe schnell anpassen, um die Sicherheit des Personals und der Kunden während des Einkaufs zu gewährleisten. Auch profitiert der Sektor durch eine generell gestiegene Nachfrage seit Beginn der Krise.

Anstieg um acht Prozent

Grund für die verhalten-positive Entwicklung in den einzelnen Bereichen sind erste Lockerungsmaßnahmen in den einzelnen Ländern. Allein in der letzten Woche seien die durchschnittliche Lieferkettenaktivität in allen Sektoren von 30 Prozent auf 38 Prozent gestiegen.

Shippeo stellt zudem eine Karte zur Verfügung, die aufzeigt, wie sich die Supply Chains in Europa erholen. Die Aktivität von mehr als 3.000 Fabriken und Warenlagern in ganz Europa ist dort verzeichnet. Die Karte wird täglich aktualisiert.


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