Anzeige

Besucher- und Ausstellerrückgang

Aus für die Cebit

Beitrag drucken

Die Cebit galt einst als eine der weltweit größten Messen für Informationstechnik, im Sommer dieses Jahres fand sie nun letztmalig statt. Die Deutsche Messe begründet das Aus mit einem Besucher- und Ausstellerrückgang. Auch das neue Konzept, mit dem man in diesem Jahr erstmals aufwartete, zeige nicht die gewünschte Wirkung.

 (Bild: Deutsche Messe AG)

(Bild: Deutsche Messe AG)

Angesichts rückläufiger Buchungen für die Cebit 2019 hat die Deutsche Messe bekanntgegeben, dass die Messe im nächsten Jahr nicht mehr stattfinden wird. Auch das in diesem Jahr erstmals erprobte neue Konzept konnte den Negativtrend nicht stoppen. Die industrienahen Digitalthemen der Cebit sollen auf der Hannover Messe weitergeführt werden, für die übrigen Themenfelder sollen Fachveranstaltungen entwickelt werden, die sich gezielt an Entscheider ausgewählter Branchen richten. „Die deutsche Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren immer wieder über die thematische Überschneidung von Hannover Messe und Cebit diskutiert. Wir werden daher die Themen überführen, die inhaltlich zur klaren Ausrichtung der Hannover Messe passen“, sagte Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. In den nächsten Wochen werde zudem intensiv mit dem Digital-Markt geprüft, welche Themen Potenzial für fokussierte Fachmessen aufweisen.

Frese gibt Vorstandsposten ab

Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe, bat das Aufsichtsratspräsidium um Entbindung von seinen Aufgaben zum 31. Dezember 2018. Das Gremium gab diesem Ersuchen statt. „Wir nehmen die Entscheidung von Herrn Frese mit Bedauern und Respekt zur Kenntnis. Es ist sehr bedauerlich, einen so erfahrenen Messemacher und Vorstand zu verlieren. Frese hat sich bei der Deutschen Messe viele Jahre für das Veranstaltungsportfolio verdient gemacht, zuletzt als für die Cebit verantwortlicher Vorstand“, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann.

Neue Wege

Die rückläufigen Zahlen machten sich auch bei den Ausstellern bemerkbar: „Ein neues Cebit-Konzept war lange überfällig, 2018 hat die Deutsche Messe dann einen Neuanfang gewagt. Als CRM-Hersteller und langjähriger Aussteller haben wir uns bewusst dazu entschieden, das neue Konzept mitzugehen. Durch die Besucherzahlen in den ersten Tagen hat sich aber schon abgezeichnet, dass der Versuch, eine Cebit mit Festival-Charakter zu veranstalten, nicht zu 100 Prozent klappt. Die Digitalisierung ist inzwischen in allen Branchen angekommen und nicht mehr losgelöst zu betrachten. Deshalb denke ich, dass sich zum einen Veranstaltungen wie die Hannover Messe mit Industrieschwerpunkt und zum anderen Fachkongresse als neuer Weg herauskristallisieren werden“, kommentiert Tobias Mirwald, Geschäftsführer von Adito Software das Aus der Messe.


Das könnte Sie auch interessieren:

Wohin entwickeln sich die Fabriken in den nächsten Jahren? Philipp Wallner von MathWorks wagt die Prognose, das fünf Faktoren darunter sein werden, die individuelles Fertigen und Ressourceneffizienz in Einklang bringen.‣ weiterlesen

Der einzige Trost beim Thema künstliche Intelligenz und Cybersicherheit? Dass auch die Angreifer nicht verstehen, wie die technologische Black Box KI genau funktioniert. Steve Rymell, Technikchef bei Airbus CyberSecurity, berichtet über die Notwendigkeit, künstliche Intelligenz auf dem Feld der IT-Sicherheit im Auge zu behalten - ohne ihr freilich einen Sonderstatus zuzuweisen.‣ weiterlesen

Weltweit streben Unternehmen nach digitalisierten Produktionsumgebungen. Schließlich verhelfen vernetzte Maschinen zu mehr Transparenz, Einsparpotentiale werden offenbar und die Produktionsplanung endlich realistischer. Doch vor der Vernetzung muss deren Zweck möglichst klar definiert sein, und auch das Koppeln der Maschinen selbst braucht Sachverstand.‣ weiterlesen

Dietmar Heinrich wird neuer Finanzvorstand der Dürr AG. Zudem ernannte der Aufsichtsrat Dr. Jochen Weyrauch zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden.‣ weiterlesen

Die Maschinenbauer aus Deutschland müssen sich in einem zunehmend schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld behaupten. Das Jahr 2019 war geprägt von einer schwachen Weltkonjunktur, immer härteren Drohungen und Sanktionen in den globalen Handelsstreitigkeiten, sowie einem tiefgreifenden Strukturwandel in der Autoindustrie.‣ weiterlesen

Nach einer Studie von Gartner soll bis 2022 der Geschäftswert von KI auf 2,85 Billionen Euro steigen. Der Löwenanteil davon wird voraussichtlich auf den Bereich der Kundenerfahrung entfallen, für das schon ausgereifte Tools am Markt existieren. Dieser Überblick zeigt, wie es heute um KI im Field Service Management steht und wohin die Reise geht.‣ weiterlesen

Eine Gießerei von Daimler-Motorblöcken rang mit Qualitätsproblemen und hohem Ausschuss. Nachdem sie eine KI-Lösung 15 Monate lang mit allen möglichen Unternehmensdaten fütterte, gab diese neue Betriebsparameter für die Produktion aus. Bereits im ersten Monat nach Anwendung dieser Parameter schleuste sie 50 Prozent weniger Motorblöcke aus.‣ weiterlesen

Nach einem zweistelligen Wachstum im September verzeichnete der Auftragseingang in der Elektroindustrie im Oktober einen Rückgang.‣ weiterlesen

70 Prozent der Firmen mit 250 bis 500 Beschäftigen setzen bereits Roboter ein. Mehr Produktivität und geringere Kosten sind die Hauptgründe dafür, wie die Umfrage von Reichelt Elektronik ergab.‣ weiterlesen

Wer braucht noch Touchscreens? Die nächste Lösungsgeneration für das industrielle Bedienen und Beobachten steht bereits vor der Tür. Noch sind diese Nachfolger eher in Nischen zu finden, aber dort kommunizieren Menschen bereits multi-sensuell mit ihrem Rechner.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige