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Business Intelligence

Self Service-Bi für jede Abteilung

Fertiger müssen erfasste Sensordaten aggrieren und verstehen, um Nutzen aus ihnen schöpfen zu können. Wie das gelingen kann, zeichnen folgende vier Schritte und das Beispiel des Henkel-Konzerns nach, der monatlich mehrere Billionen Datenpunkte verknüpft. Zunächst musste der Hersteller dafür übergreifende Datenflüsse herstellen.

Bild: ©whyframeshot/stock.adobe.com

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Viele Unternehmen stellen Analyse-Dashboards bereit, die Anwender selbst konfigurieren können. Diese Self-Service-Analysen werden zwar auf der IT-Infrastruktur ausgeführt, die Aufbereitung der Daten entlang der Lieferkette, zu Produktionsabläufen und dem gesamten Lebenszyklus von Dienstleistungen werden aber in den Teams verantwortet. Entscheider aus anderen Bereichen sind davon ausgeschlossen. Praxisbewährt sind Lösungen, mit der alle Beschäftigten vom CEO abwärts relevante Fakten in ihren Mittelpunkt rücken können.

Strategische Produktionsplanung

Für die Optimierung der Fertigung sollten Unternehmen über die gesamte Organisation hinweg eine einheitliche Sprache sprechen – bereits ab der Warenlieferung. Die Lieferungen von Waren und Dienstleistungen läuft etwa über verschiedene Informationssysteme. Hersteller greifen auf unterschiedliche Datenquellen wie Mitarbeiter- und Auftragsplanungsdaten aus dem Enterprise Ressource Planning (ERP)-System zu, auf Auftragsdaten aus MES-Software, Zeiterfassungs- und Anwesenheitsprotokollen, Alarm- und Produktionsdaten von Geräteherstellern sowie SPS- und Scada-Systemen. Sind diese Dateninseln verküpft, können Fertiger Zusammenhänge erkennen und auf dieser Basis entscheiden.

Analysen in Echtzeit

Fertigungsdaten ändern sich laufend, weswegen der Zugriff in Echtzeit über Silos hinweg vorteilhaft sein kann. Viele Firmen wollen daher Produktionsdaten durchgängig transparent zur Verfügung zu stellen – auch auf mobilen Endgeräten im Lager, Außendienst und für Produktionsverantwortliche, die Abläufe aus der Ferne kontrollieren. Mobil nutzbare Analysesoftware stellt etwa Lieferkettendaten bereit, die zur Entscheidungsfindung befähigen, auch im Henkel-Konzern. Dort werden physische Assets mit digitaler Schnittstelle über eine Plattform gepflegt und gesteuert. Mit Software wird zentral und in Echtzeit auf Steuerungen, Sensoren oder Zähler zugegriffen. Mit diesen Softwaremodule erkennen Beschäftigte Zusammenhänge etwa zwischen Qualitätsproblemen und abweichenden Lagertemperaturen. Weltweit identische Softwaremodule sorgen bei Henkel für Vergleichbarkeit. Mit der App Connected Worker greifen Beschäftigte von Henkel auf diese Daten zu und vernetzen sich untereinander, um etwa die Lieferkette zu steuern.

Auf Kunden reagieren

Kundenbedürfnisse zu kennen, ist für Unternehmen von zentraler Bedeutung. Rückmeldungen gehen über viele Kanäle wie soziale Medien, Call Center oder Kundenbefragungen ein. Mit Blick auf alle diese Informationen werden strategische Entscheidungen zielgenauer, indem möglichst alle Parameter der Kundenzufriedenheit einbezogen werden. Auch hier unterstützen Analyseanwendungen wie solche von Tableau Verantwortliche im Vertrieb, Marketing und auf HR-Ebene dabei, sich auf der Basis von Daten ein Bild des Unternehmens zu verschaffen.

Cloud-basierte Datenanalyse

Konsolidierte und verknpüfte Daten helfen Entscheidern, schnell und richtig zu agieren. Dazu stellt der Konsumgüter-Hersteller Henkel seinen Mitarbeitenden Data Analytics-gestützte Kennzahlen in Echtzeit zur Verfügung. Auf der Grundlage mehrerer Billionen Datenpunkte rufen die Beschäftigten monatlich über 500.000 Visualisierungen und Dashboards über die Cloud-basierte Plattform namens Digital Backbone ab. Beispielsweise steht in der Pandemie ein Tableau-Dashboard zum Überwachen des globalen Bestands von Schutzausrüstungen zur Verfügung, um die Produktionsstätten weltweit auszustatten. Der Digitalisierungsgrad entlang der Wertschöpfungskette bei Henkel Laundry & Home Care mit einem kontinuierlichen Data-Monitoring in der vernetzten Produktion dient der Verfügbarkeit von Produkten und Engpassvermeidung.

Potenzial in Daten erkennen

Neue Servicestrukturen werden wichtiger, um datengetriebene Dienstleistungen anzubieten, die Produkte wirklich sinnvoll ergänzen. Henkel setzt Daten und Analysen deshalb in allen Unternehmensbereichen ein – im Klebstoffgeschäft, bei Beauty Care, bei Laundry & Home Care und in den Corporate Functions. Dirk Holbach, Corporate Senior Vice President und CSCO Laundry & Home Care sagt: „Wir verwenden sowohl transaktionale Daten aus unserem ERP- und den Transportmanagement-Systemen, als auch Echtzeitdaten aus unseren Produktionen. Die Echtzeitdaten decken die gesamte Wertschöpfungskette einer typischen Wasch- und Reinigungsmittelproduktion ab.“ Das reiche von Nachhaltigkeitsdaten wie Energie- und Wasserverbräuchen über Qualitätsdaten zu Rohmaterialien, Halbfertigware und Produkten bis hin zu Effizienzdaten. „Die Daten kommen aus all unseren Produktionsstandorten weltweit.“ Neben den Daten aus der Supply-Chain verarbeitet das Unternehmen weitere Daten aus Marketing, Forschung & Entwicklung sowie Finanzen. Rund 4.000 Mitarbeitende nutzen die Analyseplattform regelmäßig.

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Prozesse effektiv lenken

Konsolidierte Daten helfen Henkel und anderen Unternehmen, ihre internen Prozesse zu gestalten. Egal ob in der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie oder im Maschinenbau, Daten werden auf Schritt und Tritt erzeugt, aber sie bleiben oft in Silos und sind nur begrenzt nutzbar. Mit Business Intelligence-Software wie Tableau sie anbietet, können Hersteller ähnliche Daten schnell verknüpfen und in Sekunden Ergebnisse erhalten. Richtig aufgesetzt, spielen diese Erkenntnisse in jedem Unternehmensbereich ihren Nutzen aus, von der Prozessoptimierung über die Produktionsüberwachung bis hin zur Kundenbeziehung.


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