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Fernwartungs- und Industrial-Ethernet-Lösungen

Schnelle Hilfe für Betreiber

In der Metallbearbeitung sorgt Wärmezufuhr etwa dafür, dass Spannungen aus einem Gefüge verschwinden oder besondere Oberflächenhärten entstehen. Weil diese Abläufe oft sehr komplex sind, sind Industrieöfen mit jeder Menge Sensorik und einer SPS ausgerüstet, die alle Prozessvorgänge regelt. Die IVA Schmetz GmbH stellt solche Öfen her und verbaut dabei Sensorik und Kommunikationstechnik, um die eigenen Produkte bei ihrer Arbeit in den Werken der Betreiber im Blick zu behalten.

Industrial Ethernet | Switches | Fernwirken | Fernwarten | Industrieöfen | Sensorik | SPS | Prozessautomation

Bild: Wachendorff Prozesstechnik GmbH & Co. KG

Die Firma IVA Schmetz GmbH aus Menden entwickelt und baut seit 1945 Industrieöfen. Vorwiegend handelte es sich dabei um Vakuumöfen, deren Atmosphäre vor dem Heizvorgang evakuiert wird. Die Öfen von Schmetz sind heute weltweit im Einsatz. Prägestempel für Münzen werden in ihnen gehärtet, oder hochwertige Edelstahloberflächen in der Medizintechnik veredelt. Service ist dabei unumgänglich, denn mit der Auslieferung ist noch lange nicht Schluss: „Unser Kundendienst stellt die Verfügbarkeit der Anlagen weltweit sicher“, sagt Torsten Requardt, technischer Direktor am Standort Menden. „Vorbeugende Wartung und eine schnelle Ersatzteilversorgung setzen unsere Kunden heute voraus“, ergänzt er. Zusätzlich ist eine Analyse der Prozessdaten zur stetigen Optimierung notwendig.

Anlageninternes Netzwerk

So suchte das Unternehmen bereits vor einigen Jahren nach einer Möglichkeit, um seinen Kunden noch schneller helfen zu können. Abhilfe schafften die industriellen Kommunikationslösungen von Wachendorff Prozesstechnik. Deren Portfolio umfasst eine Vielzahl an industriellen Kommunikationskomponenten, zum Beispiel Fernwartungsrouter oder Industrial Ethernet Switches in verschiedenen Ausführungen. Schmetz setzt dabei vor allem auf die Router-Variante Ewon Cosy in Kombination mit einem Switch des Typs ETHSW500. Der unmanaged Switch ermöglicht dabei den Aufbau eines kleinen Anlageninternen Netzwerkes, der Ewon Cosy-Router den Fernzugriff. Für viele Anwendungen reicht das bereits aus. Andere Varianten ermöglichen dagegen den kompletten Zugriff auf die Anlage. Dies ist immer dann wichtig, wenn nachträglich Parameter geändert werden müssen. Doch es gibt dabei auch Sicherheitsbedenken: „Das ist ganz unterschiedlich. Große Konzerne haben oft strikte Richtlinien und erlauben Möglichkeiten der Fernwartung aus Prinzip nicht. Es gibt aber auch Firmen, durchaus auch aus sicherheitsrelevanten Bereichen, die das ganz entspannt sehen“, sagt Torsten Requardt. „Es gibt Kunden, die möchten die Fernwartung nur bei Bedarf über einen Schlüsselschalter aktivieren. Wieder andere wollen den Router zwar vorsichtshalber im Schaltschrank haben – sie schließen ihn aber erst an, wenn es Bedarf gibt, zum Beispiel ein Update gewünscht wird. Erst dann stecken sie die Kabel ein“, fügt er hinzu. Was das Thema Datensicherheit betrifft, so erfüllen Ewon-Fernwartungsrouter mit den verwendeten Sicherheitstechnologien (SSL, TLS) die technischen Richtlinien und Vorgaben des Bundesamtes für Datensicherheit.

Weltweiter Zugriff

Hilfreich dabei ist das zwischengeschaltete Talk2M-Serviceportal. Die Techniker von Schmetz haben dadurch weltweit Zugriff auf die Geräte- und Benutzerverwaltung der Anlagen. Talk2M ermöglicht eine VPN-gesicherte Kommunikation und überwacht zudem Verbindungen anhand von Protokollen. So lässt sich jeder Zugriff auf das anlageninterne lokale Netzwerk und dessen Teilnehmer auch nachträglich nachvollziehen. Der Einsatz von proprietären Lösungen kommt für Torsten Requardt daher nicht in Frage: „Unsere Mitarbeiter sind mit der Ewon-Lösung bestens vertraut; sie ist immer aktuell und kollidiert auch nicht mit irgendwelchen anderen IT-Sicherheitssystemen“, erklärt er. Darüber hinaus ist die Technologie offen für Steuerungen unterschiedlicher Hersteller.

Hilfe per Video

In Menden stehen zehn Mitarbeiter zur Verfügung, wenn Unterstützung benötigt wird. „Wir können dann sofort die Anlagendaten einsehen und erkennen, wo Bedarf besteht“, erklärt Requardt. „Wir haben sogar schon eine Kamera installiert, die dem unerfahrenen Bediener quasi über die Schulter schaut. Auf diese Weise konnten wir ihn bei Bedarf via Ewon-Fernwartungslösung durch das gesamte Menü der Steuerung lotsen.“ Zudem können die Router auf Kundenwünsche angepasst werden. Solche Anpassungen lassen sich beispielsweise bei Prozessänderungen einfach vornehmen.

Fernzugriff auf die Daten

„Auch vorbeugende Wartung wird immer wichtiger“, berichtet Torsten Requardt. Dafür eignet sich der modular aufgebaute Router der Serie Ewon Flexy. Damit sind zusätzlich zum Fernzugriff auch Datenaufzeichnungen und Alarmbenachrichtigungen möglich. So können Wartungszyklen, Ölwechsel für Pumpen oder der Austausch von Verschleißteilen wie Dichtungen automatisch veranlasst werden, ohne dass alle Intervalle vor Ort überwacht werden müssen. „So sind wir in der Lage, in Abhängigkeit bestimmter Werte oder Betriebsstunden Maßnahmen anzustoßen, bevor es zu Störungen kommt.“

Erfassen und weiterleiten

Bei Schmetz kommen zudem die industriellen unmanaged Switches von Wachendorff zum Einsatz. Über sie werden die Werte der Frequenzumrichter erfasst und weitergeleitet. Auch die Thyristorsteller für die Trafos können so angebunden werden. Die Ethernet-basierende Kommunikation erfolgt vor allem über das Modbus TCP-Protokoll. Der Switch verfügt über einen redundanten Spannungseingang und ein Störmelde-Relais für die Signalisierung eines Fehlers. Somit kann bei Ausfall eines Netzteils oder der Spannungsversorgung der störungsfreie Betrieb und zusätzlich eine direkte Fehlererkennung gewährleistet werden. Thorsten Requardt zeigt sich zufrieden: „Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Wachendorff zusammen und sind froh, einen solchen Partner an unserer Seite zu haben.“

Industrial Ethernet | Switches | Fernwirken | Fernwarten | Industrieöfen | Sensorik | SPS | Prozessautomation

Bild: Wachendorff Prozesstechnik GmbH & Co. KG


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