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Collaborative Augmented und Virtual Reality

Echte Zusammenarbeit im virtuellen Raum

 (Bild: WeAre GmbH)

(Bild: WeAre GmbH)

 

Verteilte V/AR-Kollaboration

Vor dem Hintergrund aktueller Beschränkungen der Reise- und Bewegungsfreiheit haben verteilte Virtuelle Umgebungen (VVUs) in den vergangenen Monaten enorm an Bedeutung gewonnen. Verteilte, kollaborative Virtual-Reality(VR)-, Augmented-Reality(AR)- und Mixed-Reality(MR)-Umgebungen ermöglichen die interaktive Zusammenarbeit in Echtzeit und über Distanz in einer gemeinsamen 3D-Szene. Diese 3D-Szene kann das in der V/AR gehaltene Positions-, Struktur-, Verhaltens- und Prozedurwissen also standortunabhängig verfügbar machen. Die Nutzer werden durch Avatare grafisch repräsentiert. Die Teilnehmer können miteinander via Sprache oder Gesten kommunizieren, sie können miteinander oder mit virtuellen Objekten interagieren. Anwendungsgebiete sind verteilte Planungs-/Design-Besprechungen, Trainings, Assistenzsysteme oder die Kommunikation mit Kunden, etwa für die virtuelle Abnahme. Vorteile verteilter V/AR-Anwendungen liegen in der Reduktion von Reisekosten und -zeiten, in der Beschleunigung von Reaktionszeiten und Entwicklungszyklen sowie in der Verringerung von Fehlerquoten. Insbesondere dann, wenn die interdisziplinäre Planung eines komplexen Objekts im Fokus steht, bieten diese Technologien ein großes Potential, da Informationen über die Visualisierung von 3D-Modellen in Echtzeit immersiv ausgetauscht werden können.

Weit mehr als 100 Lösungen

Das Virtual Dimension Center Fellbach (VDC) hat nun weit über 100 am Markt verfügbare Lösungen im Rahmen des Projekts CAB – CAB steht für Cyber Access Baden-Württemberg – recherchiert und in einer Infografik eingeordnet. Für die Zukunft ist eine detaillierte Auflistung der Marktteilnehmer auf der Website der Cluster-Initiative geplant (www.VDC-fellbach.de/wissen). Das erste große Unterscheidungsmerkmal stellt die Einordnung nach VR und AR dar. Weiterhin kann eine Unterteilung erfolgen nach dem Anwendungsfokus, etwa Engineering, Architektur, Design oder Training. AR adressiert in erster Linie, aber nicht nur, Assistenz-Anwendungen. Daneben gibt es Collaborative Workspaces, die anwendungsunabhängig (cross sectoral) sind. Auch die Funktionalitäten unterscheiden sich deutlich: Welche CAD-Formate lassen sich importieren, wie viele User sind zulässig, wie stabil ist die Umgebung bei schmalen Netzwerkverbindungen, wie kann die kollaborative Session dokumentiert werden? Interessant wird in Zukunft auch sein, die kollaborativen V/AR-Lösungen der großen Sozialen Plattformen zu beobachten, hinter denen teils Großkonzerne wie Facebook und Plattformbetreiber stehen. Die Frage ist, ob diese sich – ähnlich wie die Game-Engine-Hersteller – auch dazu entschließen, nicht nur den privaten Konsumenten anzusprechen, sondern auch den prospektiven professionellen Nutzer.

Technologischer Fortschritt

Aktuelle Ansätze zur Verbesserung von VVUs sind Gesten- und Mimik-Erkennung sowie Eye Tracking. Diese spielen in der Kommunikation von Angesicht zu Angesicht eine wichtige Rolle. Auch Remote Rendering, zum Beispiel AR-out-of-the-Cloud, ist mit den Möglichkeiten des Mobilfunkstandards 5G ein vielversprechendes Zukunftsthema, insbesondere für die mobilen kollaborativen Anwendungen: Mit Remote Rendering lassen sich auch Geräte mit einer schwachen Grafikleistung als Frontend nutzen, etwa Tablet-PCs, Smartphones oder Smart Watches. Und ob in Zukunft noch ein realer Mensch assistiert, oder eine KI-Instanz, ist allemal ein großes Thema.

Kollaborationsplattformen auf der Basis von Virtual- und Augmented-Reality-Technologie: Auf der Website der Cluster-Initiative VDC Fellbach werden bald weiterführende Informationen zu den Anbietern zu finden sein. (Bild: Virtual Dimension Center Fellbach)

Kollaborationsplattformen auf der Basis von Virtual- und Augmented-Reality-Technologie: Auf der Website der Cluster-Initiative VDC Fellbach werden bald weiterführende Informationen zu den Anbietern zu finden sein. (Bild: Virtual Dimension Center Fellbach)


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