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Modulare Lösungen

Transportautomaten für viele Anwendungen

Die IBG/Goeke Technology Group hat ein fahrerloses Transportsystem (FTS) auf den Markt gebracht. Durch den modularen Aufbau sollen die ‚AGV by IBG‘ besonders flexibel einsetzbar sein. Bei einem der ersten Anwenderunternehmen Wilo navigieren die Automaten bereits frei durchs Werk.

AGV beim Materialtransport (Bild: IBG Automation GmbH)

AGV beim Materialtransport (Bild: IBG Automation GmbH)

Die inhabergeführte Unternehmensgruppe IBG / Goeke Technology Group mit Hauptsitz in Neuenrade ist mit aktuell rund 300 Mitarbeitern Anbieter für Roboter- und Automatisierungslösungen für die Industrie. Das Unternehmen hat ein fahrerloses Transportsystem auf den Markt gebracht, das sich hinsichtlich Größe und Zuladung besonders flexibel an die jeweilige Anwendung anpassen lassen soll. Das Transportsystem bewegt sich autonom und kommuniziert mit Robotern sowie Automatisierungssystemen. Als Navigation stehen spurgeführte Lösungen und freie Navigation inklusive Hindernisumfahrung zur Verfügung, aber auch Hybridvarianten dieser Navigationsformen. Das AGV kann je nach Aufgabe aus verschiedenen Grundmodulen zusammengestellt werden, etwa einem Hubtisch oder einer Rollbahn. Die Automaten sind auch als Schlepper oder Stapler einsetzbar.

Einsatz in der Montage

Einer der ersten Anwender ist die Firma Wilo SE in Dortmund, Produzent von Pumpen und Pumpensystemen zum Beispiel für die Heizungs-, Kälte- und Klimatechnik. In der Wilo Smart Factory, die mit Blick auf Digitalisierung und Industrie 4.0 konzipiert wurde, ist auch die Intralogistik automatisiert. Die AGVs von IBG übernehmen dort den Transport zwischen Handarbeits- und Automatikarbeitsplätzen. Sie befördern Pumpen beziehungsweise Baugruppen mit einem Gewicht von 10 bis 1.000 Kilogramm zwischen den Stationen innerhalb einer Montagelinie. An den Arbeitsstationen werden von Mitarbeitern Montagevorgänge an der Pumpe durchgeführt. Dazu wird das Werkstück mittels integriertem Hubtisch in einer ergonomischen Höhe positioniert. Nach dem Prozessschritt gibt der Mitarbeiter das AGV wieder frei, das dann seinem Fahrauftrag selbstständig zur nächsten Station folgt. Des Weiteren gibt es Montagestationen, an denen die Pumpe mit dem Werkstückträger per integriertem Rollengang sowie automatisierter Übergabe abgeschoben und später wieder aufgenommen wird. Die AGV-Flotte bei Wilo navigiert frei, also mussten keine Spuren verlegt oder weitere Markierungen angebracht werden. Die Navigation stützt sich auf die Merkmale der vorhandenen Halleninfrastruktur.

Schnittstelle zur Software

Über den Flottenmanager wird auf der generierten Karte zwischen verschiedenen Bereichen wie bevorzugter Strecke, verbotenen Bereichen, festen sowie variablen Objekten, Arbeitsplätzen oder Ladestation unterschieden. Das gewählte Navigationsverfahren ermöglicht eine sukzessive Anbindung von angrenzenden Abteilungen und Bereichen. Durch den Flottenmanager kommunizieren die Fahrzeuge untereinander. Zudem werden Ladevorgänge, Rückführung der unbelegten Fahrzeuge, das Steuern von Warteschlangen, Kollisionsvermeidung, Routing, automatisierte Übergabe / Übernahme an entsprechenden Schnittstellen und die Fahrzeugdisposition zur Übernahme von den Prüfständen und E-Montageplätzen über das übergeordnete Managementsystem verwaltet.


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