Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Telearbeit am Prozess

Fertigungsprozesse aus der Ferne optimiert

Es braucht keine Pandemie, um den Nutzen industrieller Fernwirkungslösungen herauszustellen. Und doch können sich Werkzeuge zum dezentralen Steuern und Überwachen von Anlagen aktuell schnell von ’nice to have‘ in ‚mission critical‘ verwandeln. Ein guter Grund, sich die Lösungen des Zentrums für Telematik in Würzburg anzuschauen.

 (Bild: ZfT- Zentrum für Telematik e. V.)

(Bild: ZfT- Zentrum für Telematik e. V.)

Videokonferenzsysteme für gut angebundene Büroumgebungen gibt es schon seit vielen Jahren. Oft sind diese jedoch zu umständlich oder zu unsicher für das Produktionsumfeld und bieten keine Möglichkeit, Aufgaben mit Anlagenechtzeitdaten und Maschinenprogrammierung zu übernehmen. Ein Akzeptanzfaktor für den Nutzer einer Telesoftware ist zudem ihre Fähigkeit, bei schwankenden Netzwerkbedingungen Dienste zu priorisieren und diese an sich ändernde Bandbreiten anzupassen. Das vom Zentrum für Telematik e.V. (ZFT) entwickelte ‚AMS – Adaptive Management and Security System‘ ist eine solche Software. Für die Multikamera-unterstützte Industriefernwartung wurden die Dienste des Tools so ausgewählt, dass die Gesamtperformance eines Industrie-Fernwartungsteams bestehend aus Servicetechniker (Anlage) und Fachspezialist (Home-Office/Zentrale) stets optimal ist. Die gegenseitige Abstimmung dieser Dienste zueinander übernimmt die Software, wodurch die Latenzen gering bleiben sollen. Die Latenzen besonders echtzeitkritischer Dienste wie Sprachübertragung und Videostreaming können dadurch auf weniger als eine Sekunde auch bei interkontinentaler Nutzung begrenzt werden. Ein Multikamerasystem aus verschiedenen Blickwinkeln mit AR-Overlay sorgt für Überblick und ermöglicht non-verbale Kommunikation. Das ZFT setzt beim Einsatz des AMS zudem auf Standardhardware wie Smartphones, Tablets, drahtlose Netzwerkkameras, Laptops und (virtuelle) Server. Das Tool ist daher hervorragend dafür geeignet, Mitarbeiter auch bei Reiserestriktionen oder etwa Quarantäneanordnungen in die Abwicklung von Aufträgen einzubinden.

Remote Prozesse optimieren

Basierend auf dem Framework der AMS-Lösung entstand am ZFT auch ein Tool zur Offline-Analyse und Optimierung von Produktionsschritten, das Maschinensignale mit Videofeedback integriert. Dies hilft vor allem bei komplexen Produktionsanlagen, die heterogen strukturiert sind und deren Subsysteme oft von global verteilten Lieferanten stammen. Um solche Anlagen und Produktionsprozesse zu optimieren, muss dieses verteilte Knowhow mit einbezogen werden. Die dazu direkt an der Anlage aufgezeichneten Daten werden mit der Software synchronisiert und in einen Datensatz verarbeitet, der etwa einen Produktionszyklus repräsentiert. Dieser Datensatz kann weltweit verschickt werden. So haben verteilte Spezialistenteams eine gemeinsame Toolbasis und Vorbereitungsphase, um etwa hochkomplexe Fertigungsprozesse per Tele-Zusammenarbeit zu optimieren. Das Potenzial des Ansatzes konnte in den Werken der Partnerunternehmen Kuka und P&G bewiesen werden. Bei einem 24/7-Produktionsprozess konnte ein Zykluszeitgewinn von fünf Prozent erzielt werden, ohne den Systemverschleiß zu erhöhen.

(Bild: ZfT- Zentrum für Telematik e. V.)

(Bild: ZfT- Zentrum für Telematik e. V.)


Das könnte Sie auch interessieren:

Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS entwickelt zusammen mit europäischen Partnern im Projekt QLSI eine skalierbare Technologie für Silizium-Qubits für Quantencomputer.‣ weiterlesen

Mit dem Strategiepapier ‘Cyber Security Design Principles‘ will die Open Industry 4.0 Alliance darüber informieren, wie Unternehmen das Thema Sicherheit von der Werkshalle bis zur Cloud umsetzen können.‣ weiterlesen

Mit ihren Systemen rund um Dämpfe, Gase und Ventile spielt die GEMÜ Gruppe weltweit in der ersten Reihe. Als digitaler Knotenpunkt dient das ERP-System PSIpenta. Dessen Module zur adaptiven Produktionsplanung- und Steuerung verhelfen dem Familienunternehmen über Werks- und Landesgrenzen hinweg zu fast hundertprozentiger Liefertermintreue.‣ weiterlesen

Es gibt keinen Textauszug, da dies ein geschützter Beitrag ist.‣ weiterlesen

Aus dem Industrie-4.0-Barometer der Management- und IT-Beratung MHP geht hervor, dass sich die Position eines CIO in der Geschäftsführung positiv auf Umsetzung von Industrie-4.0-Ansätzen auswirkt.‣ weiterlesen

Durch die Pandemie und durch die Digitalisierung steigt der Innovationsdruck auf die deutsche Industrie. Wie die aktuelle CGI-Studie zeigt, können agile Unternehmen besser mit den damit verbundenen Herausforderungen umgehen.‣ weiterlesen

Das Internet der Dinge bringt physische und digitale Welten zunehmend zusammen. Schon längst geht es nicht mehr nur um die pure Vernetzung von Geräten, sondern um Systeme, die Menschen, digitale Lösungen und Objekte aus der realen Welt verknüpfen.‣ weiterlesen

Kooperationen mit Technologie-Startups bieten für etablierte Unternehmen Chancen, um die digitale Transformation zu bewältigen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch selbst wenn große Organisationen schon mit jungen Firmen kooperieren, nutzen sie das Potenzial dieser Zusammenarbeit oft kaum aus.‣ weiterlesen

231.000 offene Stellen weniger als im vierten Quartal 2019 verzeichnet das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung in der aktuellen Stellenerhebung. Demnach ist die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem dritten Quartal 2020 jedoch gestiegen.‣ weiterlesen

Die vermehrte Arbeit im Homeoffice reduziert die CO2-Emissionen, die beispielsweise durch Pendeln entstehen. Auf der anderen Seite steigt der Stromverbrauch zuhause. Wie dieser reduziert werden kann, zeigen Tipps der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung.‣ weiterlesen

Nach 90,3 Punkten im Januar ist der Ifo-Geschäftsklimaindex im Februar gestiegen. Die Unternehmen schätzen dabei nicht nur die aktuelle Lage besser ein sondern sind auch mit Blick auf die kommenden Monate weniger pessimistisch.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige