Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Manufacturing Operations Management (MOM)

Global denken, lokal handeln

Um mit einem dynamischen globalen Markt Schritt halten zu können, müssen Fertigungsunternehmen ihre Prozesse weltweit optimieren, ohne dabei die Anforderungen und Gegebenheiten am lokalen Produktionsstandort aus den Augen zu verlieren. Plattformbasiertes Manufacturing Operations Management (MOM) birgt dabei großes Potenzial.

Keyvisual des Fachbeitrags: Manufacturing Operations Management (MOM) - Global denken, lokal handeln

Bild: ©Kamonrat/Fotolia.com

Industrie 4.0 verändert die Art, wie Produkte hergestellt und Services angeboten werden. Neue Technologien, wie Simulationen und 3D-Druck, halten Einzug und intelligente Systeme lassen es zu, Ressourcen wie Material, Fertigungskapazität und Arbeitskräfte immer genauer auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt einzusetzen. So können Planungsfehler wie Überproduktion vermieden werden, wodurch die Produktivität steigt und Ressourcen geschont werden. Um tatsächlich von diesen Potenzialen zu profitieren, sind Manufacturing-Operations-Management(MOM)-Lösungen, deren Ansatz über den der traditionellen Manufacturing Execution Systeme (MES) hinausgeht, hilfreich. Mit ME-Systemen lässt sich die Produktion in Echtzeit steuern und kontrollieren. Oft fokussieren sich solche Systeme allerdings auf einen Produktionsstandort beziehungsweise eine Werkshalle. Manufacturing Operations Management hingegen schließt das klassische MES mit ein, stellt aber gleichzeitig eine unternehmensweite Management-Lösung dar, die zudem Lagerhaltung, Versand, Qualität, Wartung und den Einsatz von Arbeitskräften kontrollieren kann sowie mehr Daten erfasst und ausgewertet. Damit wird die standortübergreifende Steuerung der gesamten Produktion möglich.

Unterschiedliche Voraussetzungen

Die Herausforderungen in der Fertigung können sich nicht nur von Branche zu Branche, sondern auch von Standort zu Standort unterscheiden. Etwaige Lösungen sollten deshalb ein breites Anwendungsspektrum bieten, während sich zugleich Programme verschiedener Hersteller nahtlos integrieren lassen sollten. Die Lösung Delmia Apriso von Dassault Systèmes beinhaltet beispielsweise Anwendungen für die operative Fertigung, die es ermöglichen, die Produktion vor Ort weitreichend zu steuern. Fertigung, Qualitätssicherung, Instandhaltung, Lagerhaltung, Arbeitszeitverwaltung, Rückverfolgbarkeit und Informationsverwaltung sind somit in ein System integriert, das sowohl mit ERP(Enterprise Resource Planning)-Systemen als auch mit den Anlagen und Arbeitsplätzen in der Werkshalle verbunden ist. Beim französischen Konzern L’Oréal beispielsweise teilt Apriso den Arbeitern in der Lagerhalle mit, wo sie die jeweiligen Waren ablegen sollen und überprüft diese dann elektronisch. Während der Produktion bekommen die Anwender Prozessabweichungen auf ihren Bildschirmen angezeigt und können direkt Korrekturmaßnahmen veranlassen. In der Produktion werden die Rohstoffe vom System abgerufen und mithilfe von fahrerlosen Transportsystemen zur Wiegestation gebracht. Dadurch können sich die für das Wiegen verantwortlichen Mitarbeiter vollständig auf ihre Arbeit konzentrieren.

Einheitliche Plattform dient als Basis

Delmia Apriso dient dabei einheitliche Plattform für die Produktionsabläufe. Viele Systeme, die von Unternehmen in den vergangenen Jahren eingeführt wurden, arbeiten nicht immer optimal zusammen. Plattformlösungen hingegen integrieren und bündeln Anwendungen an einem zentralen Ort. So können zum Beispiel Best Practices unternehmensweit besser identifiziert und allen Abteilungen zugänglich gemacht werden. Über die Plattform haben Planer zudem die Kontrolle über Materialflüsse und können den Entstehungsprozess von Produkten End-to-End rückverfolgen

Einbindung externer Partner und Lieferanten

Mittels einer Plattform können auch externe Partner, Lieferanten oder Kunden eingebunden werden. So entsteht eine durchgängige Datenbasis. Dies ermöglicht die Integration mehrerer Domänen über eine einheitliche Architektur mit nahtloser Integration in PLM (Product Lifecycle Management) und ERP (Enterprise Resource Planning). Plattformlösungen sind zudem skalierbar – bei Bedarf können die genutzten Anwendungen erweitert und verändert werden.

Zusammenarbeit zwischen Mensch und System

Damit MOM also auf globaler und lokaler Ebene funktioniert, muss auch eine gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Beschäftigten vor Ort und dem System gegeben sein. Nur durch die Einbindung der Mitarbeiter vor Ort kann MOM auch die operative Reaktionsfähigkeit verbessern.

Kombination für die Fabrik der Zukunft

Für die Fabrik der Zukunft spielt die Kombination aus einer anpassungsfähigen IT-Architektur und Plattformlösungen eine wichtige Rolle. Durch diese Kombination können Unternehmen auf die Anforderungen an den einzelnen Standorten eingehen und verschiedene Anwendungen nahtlos integrieren. Ein plattformbasiertes MOM eröffnet Fertigungsunternehmen die Möglichkeit, global zu denken und zu planen sowie lokal handeln zu können.


Das könnte Sie auch interessieren:

GBTEC und Proalpha haben angekündigt, zukünftig in den Bereichen Process Mining und Business Intelligence zusammenzuarbeiten. Kunden sollen so einen Mehrwert bei der digitalen Transformation erhalten.‣ weiterlesen

Beim Anlagen- und Werkzeugbau setzt die Volkswagen AG auf Datendurchgängigkeit. Die Projektmanagement-Software Coman vernetzt die Projektbeteiligten dazu durchgängig und digital, bis hin zu den Zulieferern. Denn wenn Manager Giuseppe Lo Presti früh erkennt, dass es in einem Gewerk gerade nicht rund läuft, können gezielte Maßnahmen erfolgen.‣ weiterlesen

Mehr als eine Milliarde Schadprogramme verzeichnet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik im aktuellen Lagebericht. Und auch die Corona-Pandemie wirkt sich auf die aktuelle Sicherheitslage aus.‣ weiterlesen

Eine Voraussetzung bei der Entwicklung von industriellen KI-Anwendungen sind ausreichende Daten. Diese sind jedoch nicht immer in der benötigten Menge, Qualität oder Struktur vorhanden. Anhand eines konkreten Beispiels erläutert dieser Beitrag, wie sich ein Data Lake anlegen und mit Daten füllen lässt, bis er ein Fundament für quasi beliebige KI-Applikationen bildet.‣ weiterlesen

CIOs setzen auf Automatisierung und KI, um wachsende Kluft zwischen begrenzten IT-Ressourcen und steigender Cloud-Komplexität zu überbrücken. Dies geht aus einer Studie von Dynatrace hervor.‣ weiterlesen

Zahlreiche Geräte verbinden sich heutzutage mit dem Firmennetzwerk. Neben offensichtlichen Geräten wie Büro-PCs und Maschinensensoren gibt es meist auch solche, die keiner auf dem Radarschirm hat. In diesem verborgenen Internet of Things könnten Einfallstore für Cyberkriminelle sein.‣ weiterlesen

Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung gehen laut aktueller ZEW-Zahlen im Oktober zurück. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage hat sich jedoch erneut verbessert.‣ weiterlesen

Die MPDV hat seit Oktober drei neue Geschäftsführer. Nathalie Kletti, Thorsten Strebel und Jürgen Petzel stehen an der Spitze des Unternehmens.‣ weiterlesen

Die Beschäftigtensituation im Maschinen- und Anlagenbau bleibt weiter angespannt. Im August ging die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vormonat um weitere 2.165 auf 1,025 Millionen zurück. Damit sind fast 41.000 Personen weniger im Maschinen- und Anlagenbau beschäftigt (minus 3,8%) als im August des Vorjahres. ‣ weiterlesen

Die Verschmelzung von Operational Technology (OT) und IT bietet Vorteile. Um sie zu nutzen, müssen sich Fabrikbetreiber aber zunächst mit einem tragfähigen IT-Sicherheitskonzept befassen. Die Eckpfeiler sind Transparenz, Kontrolle und Reaktionsfähigkeit.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige