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Produktionssteuerung

Datenaustausch zwischen Steuerung und MES

Umicore hat vor kurzem die Produktion seiner Katalysatoren für Kraftfahrzeuge weltweit in Bezug auf Automation und Systeme vereinheitlicht. Eine selbst programmierte MES-Lösung verwaltet dabei alle Produktions- und Produktdaten in der Microsoft-SQL-Datenbank. Für den Datenaustausch zwischen Datenbank und Steuerung sorgt eine Konnektivitätslösung von Inasoft.

Die sogenannten Links werden in der Schnittstellenlösung parametriert. Ein Link wird für eine Verbindung zwischen SPS und Datenbank verwendet. Mehr Information zum Connector liefert der Workshop 'SQL4automation - die clevere Datenbankanbindung' auf dem Automatisierungstreff. (Bild: Inasoft Systems GmbH)

Die sogenannten Links werden in der Schnittstellenlösung parametriert. Ein Link wird für eine Verbindung zwischen SPS und Datenbank verwendet. Mehr Information zum Connector liefert der Workshop ‚SQL4automation – die clevere Datenbankanbindung‘ auf dem Automatisierungstreff. (Bild: Inasoft Systems GmbH)

Der Umicore-Konzern deckt im Bereich Edelmetalle ein breites Produktspektrum ab. Zum Portfolio des Unternehmens gehören Autoabgaskatalysatoren. Die Produktionsanlagen für die Katalysatoren sind weltweit in 14 Umicore-Werken untergebracht. Axel Wienand, Manager Automation und Systeme von Umicore in Hanau, verantwortet die Automatisierung für den Bereich Catalysts und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Automatisierung und Produktions-IT in den Anlagen zu standardisieren. Frühzeitig wurden Microsoft-SQL-Datenbanken eingesetzt, die als Basis für die eigenentwickelten MES-Lösungen dienen. „Bei uns im Unternehmen setzen wir konsequent auf Microsoft-Lösungen, um über eine einheitliche Betriebssystembasis zu verfügen“, sagt Weinand. Als großen Vorteil sieht er die automatische Update-Versorgung. Für die Steuerungsaufgaben wählte das Unternehmen die Microsoft-basierende Plattform TwinCat von Beckhoff aus.

Verbindung zwischen MES und Steuerung

„Nun ging es darum, MES- und Steuerungswelt miteinander zu verbinden“, sagt Wienand. „Früher hatten wir dafür eine eigene Visual-Basic-Applikation programmiert.“ Der Handlingsaufwand dafür erwies sich jedoch als zu hoch. Auf der SPS IPC Drives wurde Umicore dann auf die Lösung SQL4automation der Firma Inasoft aufmerksam. „Seit mittlerweile acht Jahren rüsten wir nun alle Neuanlagen mit der Inasoft-Lösung aus“, sagt Wienand. „Die SQL-Datenbankankopplung an TwinCat hat von Anfang an gut funktioniert. Inzwischen sind mehr als 40 Anlagen mit dieser Lösung ausgerüstet.“ Der Verbinder von Inasoft biete eine ganze Reihe von Vorteilen, berichtet Wienand. Mit dem Config-Tool gestaltet sich die Konfiguration sehr einfach und der Debugger zeigt eventuelle Fehler sofort an. Zudem ist die Lösung in der Lage, große Datenmengen zu verarbeiten. Von der SQL-Datenbank werden die Maschinen- und die Produktparameter an die Steuerung übergeben. „Die Stammdaten werden bei uns zentral in der Datenbank verwaltet“, so der Manager. Ebenso werden aktuelle Produktions- und Qualitätsdaten wieder in das MES zurückgespielt. „Bis jetzt haben wir immer eine 1:1-Ankopplung, also SQL4automation in der Lightversion, verwendet“, berichtet er weiter. Für größere Anlagen wird nun auch die Standardversion zum Einsatz kommen, die bis zu zehn Verbindungen mit einem Tool ermöglicht. „Die Einsparungen im Handling rechtfertigen die Investkosten für die zugekaufte Softwarelösung“, ist Wienand überzeugt.


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