Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Ergonomische Werkerassistenz

Hightech für Monteure

Monteure und Werkerinnen fangen letztlich viele der Herausforderungen in der Industrie auf: unvorhersehbare Ereignisse, knappe Ressourcen und steigende Varianz sowie Produktivität. Montage-Assistenzsysteme verzahnen die Mitarbeiter im Werk mit der Technik, um den unnachahmlichen Vorteil der menschlichen Flexibilität urbar zu machen.

Ergonomie ermöglicht gleichbleibend produktives Arbeiten nach 5S-Gesichtspunkten. (Bild: Würth Industrie Service GmbH & Co. KG)

Ergonomie ermöglicht gleichbleibend produktives Arbeiten nach 5S-Gesichtspunkten. (Bild: Würth Industrie Service GmbH & Co. KG)

Physische und digitale Logistik- und Systemlösungen rund um Produktionsmaterial und Betriebsmittel sollen Menschen befähigen, ihre Arbeitsabläufe möglichst schlank und einfach abzuarbeiten. Dabei stehen Bedürfnisse an ergonomische und angepasste Arbeitsumgebungen im Fokus, bei gleichzeitiger Vernetzung der Prozesse zwischen Mensch und Maschine. Am Portfolio von Würth Industrie Service werden aktuelle Möglichkeiten zur Gestaltung von Handarbeitsplätzen aufgezeigt.

Der manuelle Arbeitsplatz

Eine individuelle Anpassung an die Arbeitssituation und die damit verbundenen Tätigkeiten und Aufgaben ist Grundvoraussetzung für gleichbleibend produktives Arbeiten. Eine Basis bietet das Aluminium-Profilsystem WAPS. Aus den unterschiedlichen Bauteilen und Komponenten entstehen individuelle Arbeitsplätze nach 5S-Gesichtspunkten. Mobile Varianten sowie Speziallösungen wie Hygienewände oder Wägen stehen zur Vertfügung. Für Produzenten stehen Optionen wie Hartschaumeinlagen sowie Tablare, Schubladen oder Ablageflächen bringen Teile und Werkzeuge unter. Einhängesysteme verankern Halterungen für Dosen, Klebebänder oder weitere Geräte. Ein weiteres Addon bei Würth Industrie Service ist ein Clip für Kanban-Behälter, wodurch der Behälter mobil wird und sich an den Arbeitsplatz hängen lässt. Dadurch ist eine Verbindung zwischen dem Montageplatz und dem Kanban-Lagerort gegeben. Für die Beschaffung, Bereitstellung und Entnahme seiner Waren ist der Werker in diesem Szenario selbst verantwortlich: Er besorgt sich seine benötigten Artikel eigenständig aus dem Zentrallager. Lange Laufwege und manuelle Fehler sind nicht ausgeschlossen. Doch solche Arbeitsplätze lassen sich heutzutage digital vernetzen, um beides zu vermeiden.

Vernetzte Lösungen

Die Materialbereitstellung, -beschaffung und -nachbestellung kann durch digitale Versorgungskonzepte auf die Verbräuche angepasst werden. Flexibler werden die manuellen Arbeitsplätze durch den Einsatz von Kleinstbehältern zur dezentralen Versorgung am Montageplatz. Diese lassen zunächst in der Verwiegerei oder auch über regionale Kooperationen befüllen, etikettieren und verschließen , bevor sie im Kleinteile- und Pufferlager des Logistikzentrums eingelagert werden. Die Kleinstbehälter sind modular konstruiert und im Kanban-System einsetzbar. Weiter gehen digitale Lösungen, mit denen sich C-Teile bedarfsorientiert und automatisiert beschaffen lassen. Die Automatisierung und Verknüpfung von Zentrallager und dezentralen Arbeitsplätzen kann durch den Einsatz von RFID-Technologie erfolgen. Solche Transponder können auch an Durchlaufregalen angebracht werden, um Wareneingänge und -ausgänge, Zubuchungen, Abbuchungen und Bestellauslösungen funkgestützt zu erfassen. Würth Industrie Service bietet ein weiteres Produkt für einen ähnlichen Zweck an. Der Behälter iScale ist mit einer sensorgesteuerten Waage ausgestattet, die mit dem Kanban-Behälter verbunden ist und sich frei bewegen lässt, um mal neben der Montagelinie, dem Materiallager oder dem Kanban-Lagerort zu stehen. Das System meldet den Bedarf von Produktionsmaterial vom Einsatzort anhand von Gewicht direkt an das ERP-System von Würth Industrie Service, um automatisiert Nachschub zu bestellen.

iScale heißen die mobilen sensorgesteuerten Waagen, die mit dem Kanban-Behälter verbunden sind und dennoch frei platzierbar sind. (Bild: Würth Industrie Service GmbH & Co. KG)

iScale heißen die mobilen sensorgesteuerten Waagen, die mit dem Kanban-Behälter verbunden sind und dennoch frei platzierbar sind. (Bild: Würth Industrie Service GmbH & Co. KG)

 

Forschung und Transfer

Um neue Materialversorgungskonzepte und -lösungen zu entwickeln, arbeitet Würth Industrie Service seit 2013 mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) zusammen. Durch die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist das Unternehmen imstande, Technologietrends rund um das C-Teile-Management früh zu erkennen und in Produkte zu überführen. Zur Zeit arbeitet das Unternehmen beispielsweise an neuen Konzepten, die auf datenbasierten Geschäftsmodellen basieren. Dahinter steht die Marktanforderung an herstellende Betriebe, ihre Wertschöpfungskette und Intralogistikabläufe zu harmonisieren und auf Effizienz auszurichten. Für Industriekunden ist die Transparenz und Nachvollziehbarkeit über ihre Bestände ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Digitale Etiketten

Ein weiteres Beispiel für die Entwicklungszusammenarbeit ist das Pilotprojekt zum iDisplay. Dieses digitale Regaletikett speichert Informationen wie Behälterart, Artikel, Kunden-Materialnummer, Lagerort, Menge und Charge. Über die Funktion Pick-by-Light können zudem Artikel vor Ort gesucht werden. Ziel des Produktes ist es, die digitale Welt mit der realen Werksumgebung zu verknüpfen. Neben dem digitalen Etikett als System zur Orientierung innerhalb des Lagermanagements sind weitere Assistenzsysteme denkbar, die Werkern etwa Ratschläge bei der Montage geben. Montage-Assistenzsysteme können die Arbeitsschritte des Werkers kontrollieren und diesen sogar anleiten – gerade bei einer variantenreichen Montage mit vielen unterschiedlichen C-Teilen. Zusätzlich sind autonome Fahrzeuge wie Shuttles denkbar, welche die intralogistische Versorgung zwischen zentralem Kanban-Lagerort und dezentralem Arbeitsplatz eigenständig übernehmen und Werkern die Teile bringen, die sie brauchen. Am Arbeitsplatz der Zukunft arbeiten Menschen demnach immer häufiger mit selbstauslösenden Bestellsystemen und autonomen Fahrzeugen zusammen, um Wege und vermeidbare Arbeit zu sparen. Hinzu kommen Systeme, die den Weg zu gesuchten Artikeln anzeigen.

Am Arbeitsplatz der Zukunft arbeiten Menschen Hand in Hand selbstauslösenden Bestellsystemen und autonomen Fahrzeugen. (Bild: Würth Industrie Service GmbH & Co. KG)

Am Arbeitsplatz der Zukunft arbeiten Menschen Hand in Hand selbstauslösenden Bestellsystemen und autonomen Fahrzeugen. (Bild: Würth Industrie Service GmbH & Co. KG)


Das könnte Sie auch interessieren:

Zerspaner müssen sich intensiv mit hoher Variantenvielfalt, kleinen Losgrößen und langen Rüstzeiten befassen, um wettbewerbsfähig zu fertigen. MES-Software mit Advanced Planning and Scheduling-Funktionalität hilft, die Herausforderungen der Branche anzugehen.‣ weiterlesen

Weltweit steckt der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) noch in den Kinderschuhen. Die Mehrheit der Unternehmen, die KI einsetzen, experimentieren laut einer Accenture-Untersuchung in diesem Bereich noch. 12 Prozent nutzen die Technologie mit einem KI-Reifegrad, der einen starken Wettbewerbsvorteil bringt, so das Ergebnis der Studie.‣ weiterlesen

Thomas Herrguth verantwortet seit 1. Juli das Deutschlandgeschäft bei VMware. Sein Vorgänger Armin Müller konzentriert sich nun auf seine Rolle als Vice President CEMEA bei VMware.‣ weiterlesen

Bei Predictive-Quality-Anwendungen kann es sich auszahlen, nicht auf die Cloud, sondern auf Edge Computing zu setzen – vor allem dann, wenn es schnell gehen muss, erläutert Data-Science-Spezialist LeanBI.‣ weiterlesen

Der ERP-Auswahlberater Trovarit begleitete Buhmann Systeme bei seiner Software-Neuausrichtung von der Prozessanalyse bis zur Systemauswahl. Ein zentrales Element war der Anforderungskatalog mit 850 Punkten. Im Marktvergleich bot die Software AMS.ERP die höchste Abdeckung - und ihr Hersteller erhielt den Zuschlag.‣ weiterlesen

Gemeinsam wollen Siemens und Nvidia das industrielle Metaverse erschließen. Die Unternehmen wollen dafür ihre Partnerschaft ausbauen und durch die Verknüpfung von Nvidia Omniverse und Siemens Xcelerator realitätsgetreue digitale Zwillinge ermöglichen.‣ weiterlesen

Amazon Web Services hat auf dem AWS Summit in San Francisco drei Services angekündigt, die sich vor allem an produzierende Betriebe richten. Mit AWS IoT TwinMaker können Entwickler digitale Zwillinge etwa von Gebäuden, Fabriken, Industrieanlagen und Produktionslinien erstellen.‣ weiterlesen

Wachstum hatte die Personalarbeit bei Schuler Präzisionstechnik vor Herausforderungen gestellt. Die manuelle Bearbeitung von Vorgängen kostete Zeit und war umständlich. Daher wurde ein digitales Personalmanagement-System auf Basis einer Software für Enterprise Content Management (ECM) aus der Taufe gehoben.‣ weiterlesen

Die Berliner Fraunhofer Institute haben im Auftrag von German Edge Cloud und dem Innovationscluster 5G Berlin eine 5G-Infrastruktur in Betrieb genommen. Diese steht Kunden und Partnern aus Industrie und Forschung für Projekte zur Verfügung.‣ weiterlesen

PTC hat das neunte Major Release der CAD-Software Creo vorgestellt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Boston hat in die Weiterentwicklung der Modellierungsumgebung investiert, um die Benutzerfreundlichkeit und Produktivität zu erhöhen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige