Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Intralogistik

Schwarmintelligenz bei der Knapp AG

Mit ihren neuen Open Shuttles will die Knapp AG besonders flexible Organisationen des innerbetrieblichen Warentransportes erlauben. Der Clou an den selbstfahrenden Transportfahrzeugen ist, dass sie Lastspitzen in einem anderen Teil des Lagers durch den selbstständigen Wechsel ihres Einsatzsortes auffangen sollen.

Intralogistik - Schwarmintelligenz bei der Knapp AG | Die Open Shuttles kommunizieren im Schwarm und verteilen Aufgaben selbstständig. (Bild: Knapp Industry Solutions GmbH)

Bild: Knapp Industry Solutions GmbH

In der Natur agieren ganze Schwärme von Fischen, Bienen oder Ameisen im Kollektiv und versuchen – ganz intuitiv – den besten Effekt mit geringstem Einsatz zu erreichen. Dabei gilt das Motto: ‚Gemeinsam sind wir stärker‘. Die Schwarmintelligenz der frei navigierenden Open Shuttles von Knapp orientiert sich an den Beispielen der Natur. Durch Funktionen für die adaptive Auftragsverteilung auf eine komplette Flotte sollen sich Lasten eines Lagers ausgleichen lassen. So kann eine Flotte von Fahrzeugen beispielsweise vormittags im Wareneingang unterstützen und nachmittags im Warenausgang aktiv sein. Die Fahrzeuge kommunizieren laufend untereinander und verteilen Aufträge. Ihre Vernetzung ermöglicht es, Transportkapazitäten bedarfsgerecht am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen.

Grenzen klassischer Technik

In vielen industriellen Umgebungen müssen Transportsysteme platzsparend und flexibel gestaltet sein, um rasch und kosteneffizient auf wechselnde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Eine Aufgabe, bei der die klassische Paletten- und Behälterfördertechnik oft an ihre Grenzen stößt. Gerade auf die Arbeit in solchen Szenarien hat Knapp die Open Shuttles ausgerichtet.

Fördern und Einlagern

Zu den Aufgaben, die die Fahrzeuge selbstständig übernehmen können, gehören das Abholen von Waren im Wareneingang und die automatische Übergabe zur Einlagerung an ein automatisches Lagersystem oder das Crossdocking direkt in den Warenausgang. Außerdem eignen sich die Einheiten für Express- und Sondertransporte: Auftragsbehälter mit Waren können an Kontrollstationen zur Verfügung gestellt werden, etwa zur Qualitätskontrolle. Expressaufträge können in den Shuttles den üblichen Warenfluss umgehen, um ‚just-in-time‘ am gewünschten Ort zur Verfügung zu stehen.

Gehzeiten verringert

Um Gehzeiten von Mitarbeitern zu reduzieren, können die Fahrzeuge Arbeitsplätze nach dem Ware-zur-Person-Prinzip versorgen. Mit einem montierten Regalaufsatz sind die Shuttles zudem in der Lage, mehrere Quellbehälter oder Aufträge an einen Arbeitsplatz zu bringen und fertige Behälter abzuholen. Auch zur Zonenkommissionierung lassen sich die Transporteure einsetzen. Mit dem Regalaufsatz können die Shuttles mehrere Kommissionierbereiche anfahren, aus denen Waren benötigt werden. Die Mitarbeiter kommissionieren die benötigten Artikel in die Behälter und die Shuttles setzen ihre Fahrt fort. Durch diese Alternative zu statischen Verbindungsstrecken zwischen manuellen Kommissionierbereichen können sich Zeit und Kosten einsparen lassen. Die Kommissioniersysteme für Paletten der Knapp AG ‚Pick-it-Easy Move‘ können mit der Open Shuttle-Reihe kombiniert werden: Hier übernehmen die Shuttles die Versorgung mit Quellpaletten und transportieren fertige Paletten in den Versand.

Pick-and-Go-Kommissionierung

In manuellen Kommissionierbereichen können die Fahrzeuge Mitarbeiter ebenfalls unterstützen. In Pick-and-Go-Anwendungen etwa begleiten selbstfahrende Shuttles den Mitarbeiter auf Wunsch im manuellen Kommissionierbereich und transportieren den Auftragsbehälter. Die Helfer fahren automatisch Zielpositionen der benötigen Waren der Reihe nach an und warten, bis der Mitarbeiter die Waren an den Auftragsbehälter übergeben hat. Die Arbeitnehmer können sich so besser auf den Kommissionierprozess konzentrieren. Auch das ergonomisch mitunter ungünstige Ziehen oder Schieben eines Kommissionierwagens entfällt.

Sequenzieren und Routenzug

Mit den autonomen Open Shuttles sollen Betreiber in die Lage versetzt werden, schnell und flexibel genaue Sequenzen herzustellen. Dazu ordnet sich der Schwarm selbstständig und versorgt die Montagearbeitsplätze mit sequenzierten Teilen oder bringt die Ware in der richtigen Reihenfolge in den Versand. Außerdem können die Fahrzeuge auch mehrere Behälter im Routenzug-Prinzip transportieren.

Intralogistik - Schwarmintelligenz bei der Knapp AG | Paletten und Rollbehälter mit bis zu 1.300 Kilo befördert das Open Shuttle mit Leichtigkeit. (Bild: Knapp Industry Solutions GmbH)

Bild: Knapp Industry Solutions GmbH


Das könnte Sie auch interessieren:

Im Forschungsprojekt ’Fluently’ wollen die Beteiligten das Teamwork von Mensch und Maschine optimieren. So sollen zwischen beiden echte soziale Interaktionen ermöglicht werden.‣ weiterlesen

Selbst gut ausgeprägte ERP-Systemlandschaften weisen meist Lücken auf, in denen Prozesse ohne digitales Abbild ablaufen. Individuell erstellte mobile Anwendungen können solche Lücken schließen - und so manch andere Schwachstelle in der ERP-Landschaft ausbügeln.‣ weiterlesen

Waren Cloudkosten verschwendet oder sinnvoll? Wer Ausgaben keinen Verursachern zuordnet, kann dies kaum hinlänglich beantworten. Erst die interne Verrechnung legt die Ursachen für die Ausgaben offen - und somit das Potenzial für Optimierungen.‣ weiterlesen

Zum Jahresende verzeichnet der Maschinen- und Anlagenbau einen rückläufigen Auftragseingang. Preisbereinigt vermeldet der VDMA ein Minus von 4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021. Im vierten Quartal gingen die Aufträge um 16 Prozent zurück.‣ weiterlesen

Zehn Unternehmen beteiligen sich am Joint Venture Cofinity-X. Die Partner wollen damit die Umsetzung von Datenökosystems Catena-X weiter vorantreiben.‣ weiterlesen

Mit einem Plus von 1,9 Punkten verzeichnet das Geschäftsklima der Digitalbranche im Januar einen erneuten Anstieg und liegt nun bei 18,5 Punkten. Erstmals seit Sommer 2022 liegen zudem die Geschäftserwartungen im positiven Bereich.‣ weiterlesen

Ob zur Remote-Unterstützung der Mitarbeiter vor Ort, zur Schulung und technischen Einweisung neuen Personals oder bei der Umplanung von Produktionsstraßen - fotorealistische digitale Zwillinge können Unternehmen vielfältig unterstützen.‣ weiterlesen

Viele ERP-Lösungen wurden einst von Spezialisten entwickelt und danach nur noch angepasst, erweitert und mit Updates versorgt. Doch steigende Digitalisierungsanforderungen, schnellere Produkteinführungen sowie der Fachkräftemangel schrauben die Anforderungen in die Höhe. Könnte Low-Code-Softwareentwicklung die Lösung sein?‣ weiterlesen

Mit einem Anstieg von 1,6 Punkten im Januar liegt das IAB-Arbeitsmarktbarometer bei 102,9 Punkten und damit über der neutralen Marke von 100. Für die Arbeitsmarktforscher deutet dies auf positive Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt hin.‣ weiterlesen

Mit ProKI, einem Demonstrations- und Transfernetzwerk für künstliche Intelligenz (KI) in der Produktion, soll die Anwendung von KI bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) weiter vorangetrieben werden.‣ weiterlesen