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Von Konfiguration bis Service-Management

Strukturiertes Vorgehen als Erfolgsrezept

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Liebherr-Mobilbaukrane befinden sich rund um die Welt im Einsatz – wie hier beim Stadionbau in Breslau, Polen. Daher setzt das Unternehmen für die Vertriebssteuerung auf eine Lösung, die bereits im Standard sprach- und länderspezifische Besonderheiten abdeckt. Bild: Liebherr-Werk Biberach GmbH

Konfiguration auf Knopfdruck

Wechselt eine Verkaufschance in die Angebotsphase, kann direkt im CRM ein entsprechendes Angebot erstellt werden. Da Mobilbaukrane vielseitig konfigurierbar sind, greift die Liebherr-Werk Biberach GmbH auf den externen Konfigurator Camos zurück, der direkt aus dem CRM heraus aufgerufen wird. Zur bidirektionalen Anbindung des Konfigurators an das Kundenbeziehungsmanagement entwickelte der Integrator Kumavision eine normierte, konfigurierbare Schnittstelle. Die Lösung überträgt einerseits die Rahmendaten an den Konfigurator und nimmt andererseits das fertig konfigurierte und kalkulierte Angebot entgegen.

Im CRM selbst muss dazu kein eigener Produktkatalog aufgebaut werden. Die entsprechenden Positionen werden automatisch aus dem Konfigurator heraus in das System übernommen. Alle zu einem Angebot gehörenden Daten werden so zentral abgelegt. Das fehleranfällige manuelle Übertragen von Daten entfällt, eine automatische Verschlagwortung mit Attributen und die Ablage in einer integrierten Sharepoint-Bibliothek vereinfacht die Angebotserstellung und Nachverfolgung nochmals.

Betriebsdauer von mehr als 20 Jahren

Die Krane werden im Laufe ihres Lebenszyklus immer wieder auf- und umgerüstet und weiterverkauft; eine Betriebsdauer von mehr als 20 Jahren ist für Mobilbaukrane eher die Regel als die Ausnahme. Mit der neu entwickelten Gebrauchtkranverwaltung steht dazu ein leistungsstarkes Werkzeug zur Marktbearbeitung zur Verfügung: Eine kundenbezogene Sicht auf Krane ermöglicht, Informationen und Produkthistorie wie Besitzer, Betreiber und Standorte übersichtlich abzubilden.

Gleichzeitig erlaubt das Modul auch die Erfassung von Fremdgeräten. Entsprechend ist der Vertrieb bereits informiert, bevor ein Kran aus Altersgründen ersetzt werden muss, und kann entsprechende Aktivitäten im Neugeschäft starten. Tendenzen in Markt- und Produktentwicklung können einfach analysiert und bewertet werden.

Die wertvollen Rückmeldungen an das Produktmanagement tragen zu besserem Überblick im Markt bei: Werden bestimmte Umrüstungen überdurchschnittlich oft vorgenommen, fließen diese Informationen in die Weiterentwicklung der Mobilbaukrane ein. Der Einsatz des Moduls beschränkt sich nicht auf Mobilbaukrane: Das Modul wurde so geplant, dass über geänderte Gerätekopfdaten auch andere Produkte wie die Turmdrehkrane erfasst und verwaltet werden können.

Agiles Projektmanagement bei der Systemeinführung

Strukturiertes Vorgehen sehen die Mobilbaukranspezialisten als Schlüssel für jeden Projekterfolg. Für die Einführung des neuen CRM-Systems setzten Unternehmen und Softwareanbieter daher bewusst auf eine agile Projektmanagementmethode. Die Projektleiter auf beiden Seiten priorisierten gemeinsam die Teilprojekte und führten mit den Mitarbeitern aus den jeweiligen Abteilungen Workshops durch. Diese Arbeitsgruppen definierten die Projekt- beziehungsweise Prozesselemente in sogenannten ‚Use Cases‘, die Anforderungen und Abläufe des Unternehmens für die Anpassung der Software beschreiben.

Zur Dokumentation und gegenseitigen Abstimmung kam das von der Kumavision entwickelte Projektmanagementtool Kumavision ‚Target‘ zum Einsatz. Die auf Microsoft Sharepoint basierende Plattform verwaltet die Prozessdefinitionen in einem elektronischen Lasten- und Pflichtenheft, ermöglicht Zuweisung und Tracking von Aufgaben und gibt jederzeit Auskunft über den Status eines Teilprojekts. Diese strukturierte Vorgehensweise legte nicht nur die Grundlagen für ein ausgeprägtes Qualitätsmanagement, sondern sorgte auch für Akzeptanz auf Seiten der Anwender, da Schritt für Schritt ‚kleine Erfolge‘ in Form von freigegebenen Modulen gezeigt werden konnten.

Für den Kranhersteller kam der Wahl des Partners besonderes Augenmerk zu: „Entscheidend ist es, sich einen Partner auszuwählen, der ein hohes technisches Verständnis sowie das erforderliche Branchenverständnis mitbringt und zu welchem wir ein Vertrauensverhältnis aufbauen können – bei der Kumavision war beides von Anfang an gegeben“, erklärt der Projektleiter von der Liebherr-Werk Biberach GmbH.


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