Anzeige

Vernetzung und Cloud Computing

Automation wird komplexer

Beitrag drucken

Datensicherheit wirft zahlreiche Fragen auf

Einen weiteren, wesentlichen Faktor für den Erfolg cloudbasierter Lösungen stellt die Datensicherheit dar. Einen Beleg für die Aktualität dieser Thematik liefern nicht zuletzt die jüngst im breiten Maße auch von Publikumsmedien aufgegriffenen nachrichtendienstlichen Tätigkeiten der Dienste NSA sowie GCHQ aus den USA und Großbritannien. Zu den Risiken, die Anwender mit Cloud Computing verbinden, zählen unzureichende IT-Sicherheit und der Umgang mit sensiblen Daten. Das spiegeln auch die Nennungen der Umfrageteilnehmer wider. Erst mit deutlichem Abstand werden Risiken aufgrund von Zuverlässigkeitsproblemen wegen Verbindungsausfall sowie rechtliche Probleme je nach Standort der Cloud genannt. Handlungsbedarf besteht hier sowohl aus technischer als auch organisatorischer Sicht. Die GMA stellt vor diesem Hintergrund die Richtlinie VDI/VDE 2182 ‚Informationssicherheit in der industriellen Automation‘ zur Verfügung. Das Dokument beschreibt in sechs Blättern das grundsätzliche Vorgehen zwischen Betreiber, Integrator und Hersteller von Automatisierungskomponenten.

Dass sich die Cloud im Umfeld der Automation durchsetzen wird, glauben 63 Prozent der Teilnehmer der aktuellen GMA-Umfrage ‚Automation (in the) Cloud?‘. Bild: VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.

Die Cloud-Nutzung steigt – in kleinen Schritten

Zwar wird die Nutzung der Cloud steigen, dennoch sind längst noch nicht alle Unternehmen dabei, die Technologie für sich zu nutzen. Die Aussagen von Anwendern, die bereits auf Online-Technologie setzen, zeichnen ein eher positives Bild: Lediglich sechs Prozent der Befragten geben an, durchweg schlechte Erfahrungen mit der Cloud gemacht zu haben. Der überwiegende Teil kann sowohl auf gute als auch schlechte Erfahrungen zurückblicken. Fast ein Viertel der Befragten verweist auf durchweg gute Erfahrungen, auch wenn sich durch den Cloud-Einsatz nicht alle Erwartungen erfüllt haben. Weltweit agierende Anwender haben durchschnittlich bessere Erfahrungen gemacht. Insgesamt überwiegt die Zufriedenheit. Gerade die Verfügbarkeit von Informationen an jedem Ort zu jeder Zeit überzeugt.

Doch auch wenn entsprechende Dienstleistungsangebote vielfach positiv bewertet werden, sind sowohl seitens der Anbieter als auch der Anwender-Unternehmen noch große Potenziale zu erheben. Zu den Bereichen, die noch deutliche Verbesserungen erfordern, werden der Einsatz der Cloud als Entwicklungs- und Arbeitsplattform, die Software als Dienstleistung und die Cloud als beliebig großer Speicherplatz genannt. Dabei spielt der Einsatz von sogenannten ‚Smart Devices‘, also Tablet-PC und Smartphone, noch eine eher geringe Rolle. Lediglich diejenigen, die weltweit tätig sind, setzen Tablet und Smartphone überdurchschnittlich viel in der Cloud ein. Immerhin elf Prozent der Befragten nutzen das weltweite Netz und zentralisierte Speicherstrukturen über ihr Leit- oder Automatisierungssystem.

Industrielle Automation vor dem Umbruch

Industrie 4.0 stellt eine der nächsten Stufen der industriellen Automation dar. Wenn der Standort Deutschland von der Annäherung zwischen Automation, Elektronik sowie Informations- und Kommunikationstechnik profitieren soll, spielt auch das Zusammenspiel mit der Cloud eine wesentliche Rolle, um das steigende Informationsvolumen für Betriebe nutzbar zu machen. Diese Entwicklung betrifft neben wirtschaftlichen Aspekten auch die Rolle und die Aufgaben der Mitarbeiter im Produktionsumfeld: Menschen werden langfristig dank der zunehmenden IT-Unterstützung höherwertige Arbeiten verrichten als heute.


Das könnte Sie auch interessieren:

Softing hat die Phoenix Digital Corporation übernommen. Durch die Akquise sollen in den nächsten Jahren zusätzliche Umsätze von drei bis vier Millionen Euro generiert werden.‣ weiterlesen

Forscher am Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie entwickeln im Rahmen des Projekts ‘RoboTex‘ eine Möglichkeit, mit Industrierobotern Interieur-Bauteile zu strukturieren. ‣ weiterlesen

Das Beratungsunternehmen Detecon International hat einen neuen CEO: Ralf Pichler wurde mit der Geschäftsführung der T-Systems-Tochter betraut. ‣ weiterlesen

Professor Wolfgang Wahlster, Mitglied des Lenkungskreises der Plattform Lernende Systeme der Bundesregierung sowie Chefberater des DFKI, übernimmt die Leitung der neu eingerichteten Steuerungsgruppe für die Normungsroadmap zur KI.‣ weiterlesen

Um produzierende Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation weitreichend zu unterstützen, müssen IT-Anbieter mehr leisten, als nur ERP-Standards zu implementieren. Neben zielführender Beratung zählen echte End-to-End-Lösungen genauso wie jede einzelne Komponente. Diese Kompetenz brachte Microsoft-Partner Cosmo Consult ein, als Bühler Motor die interne Vertragsverwaltung von analog auf digital umgestellte.‣ weiterlesen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor einer kritischen Schwachstelle in Windowsbetriebssystemen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige