Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

User Acceptance Tests aus der Cloud

Analytischer Ansatz für die Testautomatisierung

Nach der Inbetriebnahme einer ERP-Anwendung hören die Verbesserungen und Anpassungen noch lange nicht auf. Nutzerbasierte Tests können regelmäßig sicherstellen, dass sich bei den Arbeiten am System keine Bugs einschleichen, die unter Umständen den ganzen Betrieb gefährden. Diese Tests sind häufig arbeitsintensiv – und fallen daher bei vielen Unternehmen gerne einmal aus. Ein Verfahren auf der Basis von Cloud-Technologie könnte Testläufe künftig so beschleunigen, dass sie sich regelmäßig und kostengünstig in den Arbeitsalltag einbinden lassen.



Bild: ©Gstudio Group – Fotolia.com

Wenn es um das Testen der ERP-Systeme in Unternehmen geht, gibt es zahlreiche Lösungen, die Mitarbeiter der Fachabteilungen nutzen können. Oft fehlen den Abteilungen beim sogenannten User Acceptance Testing (UAT) die Kenntnisse, um mit den komplizierten Profi-Werkzeugen richtig umzugehen. Die Dokumentation und die Auswertung der ERP-Systemtests erfolgt deshalb häufig in Excel-Tabellen. Das Problem: Meistens sind zahlreiche Niederlassungen und Mitarbeiter in diesen Prozess involviert und tragen ihre Ergebnisse ein. Kein Wunder also, dass der Prozess schnell langwierig, kompliziert und somit teuer wird. Untersuchungen ergaben, dass bis zu elf von zwölf Euro, die Unternehmen für SAP- und Oracle-Systeme ausgeben, für manuelle Wartungsarbeiten aufgewendet werden – lediglich ein Euro fließt in die Software-Lizenzierung.

Erfahrung ist gefragt



Jens Puhle, Vice
President DACH
bei Panaya.

Ändern Unternehmen ihr Geschäftsmodell, restrukturieren oder organisieren sich neu, hat das Auswirkungen auf das ERP-System. Die Anwendungen müssen deshalb ein hohes Maß an Flexibilität mitbringen. Wenn Änderungen an der Funktionalität vorgenommen werden, müssen auch die Testskripte angepasst werden. In Unternehmen, in denen eine hohe Mitarbeiterfluktuation herrscht, ist aber unter Umständen plötzlich niemand mehr da, der die Expertise und Erfahrung besitzt, diese Skripte anzupassen. Ähnlich gestaltet sich die Situation bei den Testskript-Bibliotheken: Systemintegratoren unterstützen Testingenieure zwar dabei, die eigenen Kenntnisse in diesem Bereich zu verbessern – verlassen Mitarbeiter aber das Unternehmen, in deren Aufgabenbereich die Verwaltung der Skripte fällt, ist der Einsatz von anderen Kollegen gefragt. Häufig stellen die Firmen dann fest, dass Defizite bei den Kenntnissen von Geschäftsprozessen und Testcodes vorliegen. Das Problem: Wer sich nicht genug auskennt, macht vielleicht Fehler bei der Anpassung und testet womöglich Vorgänge, die nicht mehr aktuell sind.

Kollege aus der Cloud

Eine ERP-Test-Lösung auf Cloud-Basis kann das fehlende Know-How sozusagen ersetzen: Sie kann automatisiert dazulernen, um auf dem neusten Stand zu bleiben. Eine Dokumentation der Tests informiert Verantwortliche über den aktuellen Stand und unterstützt bei internen und externen Audits. Um ein solches System zu nutzen, sind zudem oft keine Kenntnisse im Programmieren oder in der Skripterstellung notwendig.

Analytische Testverfahren

Mit User Acceptance Testing auf der Basis von Cloud-Technologie können Mitarbeiter der Fachabteilungen prüfen, ob ein Testkatalog den Änderungen am System standhält oder ob er gegebenenfalls erweitert werden muss. So können sie Testszenarien simulieren und dadurch unvorhergesehen Systemausfällen vorbeugen. Auf dem Markt stehen Anwendungen zur Verfügung, die Veränderungen an Systemen mit einem analytischen Ansatz auf Schwachstellen prüfen. Im Gegensatz zu rein manuellen Systemtests übertragen diese Lösungen die Hintergrundinformationen zu Geschäftsprozessen und simulieren mögliche Szenarien. Damit lässt sich das Risiko und auch der Testumfang bestimmen. Der gesamte Prozess von der Ausführung bis zur Dokumentation soll sich so deutlich beschleunigen lassen, ohne Mitarbeiter in Anspruch zu nehmen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Das ERP-System Oxaion Automotive zielt genau auf die Bedürfnisse mittelständischer Automobilzulieferer. Die im ersten Quartal 2020 erschienene Version 5.1 soll Anwenderfirmen helfen, im rasanten Umbruch der Branche nicht den Anschluss zu verlieren - die neuen VDA-Standards wurden ebenfalls integriert.‣ weiterlesen

Die Betreiber digitaler Marktplätze zählen zu den wertvollsten Konzernen der Welt. Sie dominieren die Märkte, indem sie Konsumenten und Produzenten als sogenannte Matchmaker zusammenbringen. Die Mechanismen dahinter sind komplex und benachteiligen mitunter die Marktteilnehmer. Bei Bosch Research entsteht aktuell ein alternatives Modell einer Plattformökonomie, das auf dezentrale Technologien und die Kooperation der Marktteilnehmer setzt. Das Ziel: Eine faire und offene digitale Wirtschaft ohne einen dominanten Akteur an der Spitze.‣ weiterlesen

Produzierte Eisenbahnräder müssen der vorgegebenen Qualität genau entsprechen - und diese muss dokumentiert werden. Darüber hinaus wird es für Unternehmen immer wichtiger, die eigenen Prozesse zu kennen und zu verbessern. Ein Produktions-Informations-System kann in beiden Fällen Aufschluss geben.‣ weiterlesen

Während sich wenige über den Funktionsumfang von SAP-Sofware beklagen, sieht es bei ihrer Bedienung etwas anders aus. Ungelenke Benutzerführung lässt sich aber ändern: Fachleute für SAP-Benutzeroberflächen haben auf der 3. Jahrestagung SAP UX/UI 2020 im November die Möglichkeit, sich intensiv über die Optimierungsmöglichkeiten von SAP-Oberflächen weiterzubilden.‣ weiterlesen

Am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT entsteht gerade die Software KMUsecure. Das Programm soll produzierende KMU dabei unterstützen, kritische Netzwerkschnittstellen zu sichern und Vernetzung leichter zur Optimierung zu nutzen.‣ weiterlesen

85 Prozent der CISOs gaben in einer Umfrage von Netwrix an, die Cybersicherheit hintangestellt zu haben, damit Beschäftigte schnell remote arbeiten könnten. Der 2020 Cyber Threats Report zeigte auch, dass sich jedes vierte Unternehmen nach der Pandemie einem höheren IT-Sicherheitsrisiko ausgesetzt sieht als zuvor.‣ weiterlesen

Der SAP-Partner und MES-Integrator Salt Solutions wird Teil von Accenture. Wie die Unternehmensberatung bekannt gab, ist die Vereinbarung bereits unterschrieben.‣ weiterlesen

Innovation gehört zu den drei wichtigsten Digitalisierungszielen im Mittelstand, gleich nach Mitarbeiterproduktivität und Prozessmodernisierung. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die im Auftrag des ERP-Anbieters Proalpha entstand. Doch wo ist Innovation gewünscht und können ERP-Systeme diese Erneuerung unterstützen?‣ weiterlesen

Im Projekt Scale4Edge arbeiten 22 Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft an besonders vertrauenswürdiger Computerhardware. Entstehen soll ein skalierbares Edge-Computing-Ökosystem rund um die Risc-V-Architektur etwa für Industrieanwendungen, Heimautomation und selbstfahrende Autos.‣ weiterlesen

Mit künstlicher Intelligenz lassen sich Rüstzeiten zwischen Aufträgen optimieren, um die Feinplanung zu unterstützen. Die Software Rüstzeitoptimierer von Anacision leistet bereits in der MVP-Version genau das - und soll in Kürze für verschiedene Fertigungstechniken erhältlich sein.‣ weiterlesen

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im September 2020 um 1,7 Punkte auf 100,1 Punkte gestiegen. Erstmals seit Beginn der Corona-Krise liegt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) damit nicht mehr im negativen Bereich.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige