Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Ungeplante Stillstände vermeiden

Gezielte Instandhaltung schützt vor Engpässen

Fehlende Werkzeuge und kurzfristig erforderliche Reparaturen verursachen Produktionsstillstände. Finden diese Stillstände ungeplant statt, können längere Produktionsausfälle weitreichende Lieferverzögerungen verursachen. Vor dieser Situation stehen zahlreiche Unternehmen. Bei der Suche nach den möglichen Ursachen zeigt sich nicht selten, dass die Zentralisierung der Datenquellen aus Instandhaltung und Produktion einen Lösungsansatz für die geplante Abwicklung von Anlagenstillständen darstellt.

Bild: fotosearch / Corbis

Ein möglicher Grund für ungeplante Stillstände ist die oftmals vorherrschende dezentrale Informationshaltung. Zettel, Excel-Listen und Wissen auf verschiedene Köpfe verteilt, sorgen dafür, dass erforderliche Wartungsarbeiten unkoordiniert ablaufen, verspätet durchgeführt oder gar ganz vergessen werden. Gleichzeitig steigt jedoch der Anspruch an eine kontinuierliche Instandhaltung, und Maschinen und Produktionsanlagen werden immer komplexer. Der Aufbau sowie die zugrundeliegende Technik sind in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt worden, sodass es immer schwieriger wird, den Zustand einzelner Bauteile oder Baugruppen zu erfassen. Zudem finden sich an den modernen Anlagen wesentlich mehr Schwachstellen, als dies bei früheren Modellen mit einfacherem Aufbau der Fall war. Die Maschinen werden zudem immer platz- und gewichtsparender gebaut. Hierdurch werden sie empfindlicher und sensibler in Bezug auf mögliche Verschleißerscheinungen und Defekte.

Instandhaltungsaktivitäten müssen geplant werden

Diese Gegebenheiten erfordern konsequente Instandhaltungskonzepte, möchte das Unternehmen eine hohe technische Verfügbarkeit der Anlagen gewährleisten. Dies bedeutet, dass Instandhaltung längst kein notwendiges Übel mehr ist, sondern eine notwendige Voraussetzung, will ein Hersteller dem ständig wachsenden Druck im Wettbewerb um Qualität und Produktivität standhalten. Ein zentrales Ziel jedes fertigenden Unternehmens muss daher sein, ungewollte Ausfälle zu vermeiden. Ein Weg dies zu erreichen ist, das im Unternehmen vorhandene Know-how zu bündeln und verfügbar zu machen. Denn nur, wenn das erforderliche Wissen auch auf Knopfdruck abrufbar ist, wird daraus eine für die Planung verwertbare Information. Dies bedeutet, dass ein einheitliches System, in dem alle relevanten Daten zu finden sind, eine wichtige Voraussetzung für geplante Instandhaltungsaktivitäten darstellt.

Eine entsprechende Lösung bietet die CCC Software GmbH als Modul des Manufacturinig Excution-Systems (MES) Enviso Solutionkit an. Ein erster Schritt hin zu einem solchen System ist die lückenlose und zweifelsfrei nachvollziehbare Dokumentation aller relevanten Daten. Die Vollständigkeit entscheidet über die Qualität der Planungsgrundlage: Je mehr Daten vorliegen, desto besser und genauer lassen sich Stillstände planen. In einem solchen System lassen sich alle erforderlichen Instandhaltungsvorschriften hinterlegen, Wartungs- und Inspektionsaufgaben mit einem elektronischen Kalender planen, entsprechende Aufträge generieren und die Durchführung dokumentieren. Die jeweils hinterlegten Vorschriften werden automatisch angewendet und können bei Bedarf kurzfristig geändert werden. Gesetzliche Vorgaben können ebenso berücksichtigt werden wie Normen und firmeninterne Vorgaben.

Firmenwissen erhalten und weitergeben

Wissen in Form von Know-how in den Köpfen der Mitarbeiter ist eine der wichtigsten Quellen zur Erhaltung und Schaffung von Wettbewerbsvorteilen. Dies gilt ganz besonders für die Instandhaltung, auch wenn die Basis eines Instandhaltungssystems auf standardisierte Maßnahmen zurückzuführen ist. Doch eine stringente Prozessgestaltung allein reicht ohne das ergänzende Wissen und die Erfahrungen der Mitarbeiter nicht aus. Nur durch dieses Know-how kann die Aktualität der angewendeten Maßnahmen gewährleistet bleiben. Dieses Wissen muss zwingend anderen Mitarbeitern zugänglich gemacht werden, soll es nicht verloren gehen und vor allem im Bedarfsfall zur Verfügung stehen. Eine umfassende Dokumentation des unternehmensinternen Wissens in einer Datenbank stellt sicher, dass im Bedarfsfall auch auf alle bereits gesammelten Erfahrungen zurückgegriffen werden kann. Dieses Vorgehen kann sich bei konsequenter Anwendung positiv auf die Fehlerbeseitigung auswirken, die entsprechend schneller und oftmals auch besser erfolgen kann.


Das könnte Sie auch interessieren:

Um Produktionsdaten per Manufacturing Execution System auswerten zu können, müssen die Daten aus der Maschine in das System gelangen - bei alten Maschinen ein Problem. Doch können Fertiger nicht einfach so in einen neuen Maschinenpark investieren. Der Retrofit-Ansatz kann dabei helfen, auch ältere Maschinen Industrie 4.0-Ready zu machen.‣ weiterlesen

Auf Basis einer PC-basierten Automatisierungsplattform hat Cretec bei einem deutschen Automobilzulieferer die Taktraten bei Prüfungen von Turboaggregaten deutlich gesenkt. Inklusive vollständiger Rückverfolgbarkeit der Produkte.‣ weiterlesen

Wollen Fertigungsunternehmen die Vorteile einer vernetzten Produktion erschließen, kommen sie an der Einführung eines firmenweiten IIoT-Netzwerks kaum vorbei. Der Weg bis zum Betrieb einer solchen zentralen Steuerungsinstanz lässt sich in drei Schritte gliedern.‣ weiterlesen

Unternehmensprozesse können nicht in einem Schritt digitalisiert werden. Es kommt auf die Priorisierung an. Beim Pumpenhersteller KSB halfen dabei eine Wertstromanalyse sowie agiles Projektmanagement.‣ weiterlesen

Nahezu die Hälfte der für eine Reichelt Elektronik-Studie befragten Unternehmen würde Implementierung von künstlicher Intelligenz nach heutigem Stand anders angehen. Beispielsweise würden sie Mitarbeiter stärker einbeziehen.‣ weiterlesen

Die Auftragseingänge der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer sind im Oktober zweistellig gewachsen. Die Wachstumsraten fallen jedoch geringer aus als im Sommer dieses Jahres.‣ weiterlesen

Viele MES-Anwendungen unterscheiden sich in ihren Leitideen, Anforderungsschwerpunkten und Steuerungsansätzen deutlich voneinander. Zusammen mit ihren Branchen- und Funktionsschwerpunkten lassen sich die Angebote am Markt schwer vergleichen. Der neue MES-Marktspiegel hilft dabei, indem er unternehmerische Zielgrößen mit MES-Funktionalitäten korreliert und marktverfügbare Lösungen auf ihre Abdeckung untersucht.‣ weiterlesen

Lieferketten waren in der letzten Zeit von gleich mehreren unvorhersehbaren Ereignissen mit solcher Tragweite betroffen, dass vielerorts die Produktionsplanung darunter leidet oder die Fertigung sogar zum Stillstand kommt. Solche Ereignisse können Algorithmen zwar nicht vorhersagen, wohl aber wie Firmen bestmöglich darauf reagieren können.‣ weiterlesen

Um Produktionssysteme in der Automobilindustrie schneller, flexibler und effizienter zu gestalten soll im Forschungsprojekt ’Software-Defined Manufacturing für die Fahrzeug- und Zulieferindustrie (SDM4FZI)‘ eine neue technologische Grundlage entwickelt werden.‣ weiterlesen

Erstmals seit Februar ist die Zahl der Kurzarbeitenden in Deutschland wieder gestiegen. Wie das Ifo Institut mitteilt, waren im November 10.000 Beschäftigte mehr in Kurzarbeit als noch im Oktober.‣ weiterlesen

Geht es um Datenspeicher und ihre Verarbeitungsoptionen, gibt es zahlreiche Plattformen: Edge-, On-Premise- oder Cloudbasierte Server sollen den unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Doch was erfüllen diese Ansätze im Fabrikumfeld besonders gut, und wie setzen Firmen diese um?‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige