Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Technische Dokumentation

Produktdaten im Baukastensystem organisieren

Die zunehmende Produktkomplexität und Produktindividualität stehen derzeit an erster Stelle der Herausforderungen der Unternehmen im Maschinenbau. Der Kunde ist König und der hat seine Vorstellungen und Wünsche an die Funktionalität der neuen Maschine oder Anlage. Dies wirkt sich unmittelbar auf die zugehörige Produktdokumentation und ihrer Erstellung aus.

Bild: red150770 / Fotolia

Der Wert und die Wichtigkeit der technischen Produktdokumentation werden von vielen Unternehmen noch immer unterschätzt. Dabei ist sie doch ein fester Bestandteil des Produktes und hat in so manchen Fällen nachweislich schon zu Folgegeschäften geführt. Aber eine verzögerte Auslieferung der Dokumentation kann erhebliche Zahlungseinbußen nach sich ziehen. Zusätzlich muss die Dokumentation von hoher Qualität sein. Mangelhafte Beschreibungen oder fehlende Hinweise können für die Hersteller zu Haftungsfällen führen.

Dokumentation mit Konstruktion im Schulterschluss

Der Grundstein für eine gute und termingerechte Dokumentation wird in der Konstruktion gelegt. Hier werden Produkte so aufbereitet, dass sie aus einem Baukasten zusammengestellt werden können. Nur so lässt sich dem individuellen Kundenwunsch nachkommen, und nur so lassen sich dabei die Produktkomplexität sowie die Variantenvielfalt beherrschen. Dieses Vorgehen ist so direkt auf die Arbeitsweise für die technische Dokumentationserstellung übertragbar, denn zu einer kundenindividuellen Maschine gehört eine maschinenindividuelle Dokumentation. Sie muss eindeutig beschreiben, was der Kunde hat – und nicht etwa, was er nicht hat. Der technische Redakteur strukturiert analog zu dem in der Konstruktion erstellten Baukasten die technische Produktdokumentation modular und ordnet die jeweiligen Dokumentations-Module den Bauteilen und Baugruppen zu. So lässt sich schon die Stückliste mit der Produktbeschreibung verknüpfen und die Dokumentation ergibt sich aus der Zusammenstellung der Stückliste.

Im unternehmensweiten Informationsfluss

Die Modularisierung der technischen Dokumentation eröffnet weitere Möglichkeiten hinsichtlich der Verbesserung von Qualität und Abläufen. Die heutige Technik, die Organisation der IT-Systeme und die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit ermöglichen eine Zusammenstellung der Betriebsanleitung so, dass sie die Maschine, die zum Kunden ausgeliefert wird, mit Typ, Baureihe et cetera exakt beschreibt. Die Qualität der Dokumentation verbessert sich durch Wiederverwendung der Module gegenüber dem regelmäßig neu erstellten Dokumentationstext. Zudem reduzieren sich die Erstellungskosten. Dies lässt sich einleuchtend erklären: Jeder neu erstellte Text kostet Zeit und damit Geld und ist in der Regel fehlerbehaftet. Deshalb durchläuft er eine Qualitätsprüfung, bevor er an den Kunden oder die Übersetzung ausgeliefert wird.

Zeit- und kostenintensive Texterstellung enfällt

Bei der Wiederverwendung entfallen die zeit- und kostenaufwendige Texterstellung und Prüfung. Es werden nur neu erstellte Texte geprüft und übersetzt. Dies reduziert zudem Übersetzungskosten. Aufgrund einer derartigen Organisation und Strukturierung der Dokumentation und der Nutzung heutiger im Kommunikations-Verbund befindlicher IT-Werkzeuge ist es möglich, dieselben Bausteine für die altbekannte Papierdokumentation sowie für moderne Medien wie Tablet oder Smartphone zu verwenden. Schon in einem frühen Stadium der Produktentwicklung können Prozessverbesserungen eingeleitet werden, weil:

  • der Baukastenbetrieb in der Konstruktion nachbereitet werden kann, um Dokumentationsmodule zu optimieren.
  • Kennzahlen belegen, dass Dokumentationsmodule überarbeitet werden müssen – dies aber nur nach Rücksprache mit der Konstruktion und dem Überarbeiten des Baukastensystems möglich ist. Hier wird ein gemeinsamer, durchgängiger und kontinuierlicher Verbesserungsprozess eingeleitet.
  • die Dokumentation, besonders die Betriebsanleitung, keinen Interpretationsspielraum lassen darf.


Das könnte Sie auch interessieren:

Ein ausgeschalteter Rechner gilt als sicher - arbeiten kann man darauf allerdings auch nicht. Das Dilemma zwischen Funktion und Sicherheit beschäftigt jeden, der die IT industrieller Anlagen schützen soll. Alle Rechner mit Kommunikationsverbindung zu einer Produktionsanlage sind ein potentielles Einfalltor und eine Gefahr für die IT-Sicherheit.‣ weiterlesen

Die Stromkosten für deutsche Rechenzentrumsbetreiber sind mit 113,11€ pro Megawattstunde am höchsten. Der große Unterschied zu den Nachbarländern ergibt sich dabei aus den Nebenkosten.‣ weiterlesen

Wer die digitale Transformation im Unternehmen vorantreiben will, kommt an dem vorhandenen ERP-System nicht vorbei. Ob die Lösung den Anforderungen auch künftig gerecht wird, oder ob es Zeit für einen Wechsel ist, lässt sich in einem Digitalisierungscheck ermitteln.‣ weiterlesen

Harting und Expleo haben im Rahmen der SPS 2019 in Nürnberg eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Vorstandsvorsitzender Philip Harting und Peter Seidenschwang, Head of Industry bei Expleo Germany, unterzeichneten die Vereinbarung, mit der beide Parteien die langfristige Zusammenarbeit im Bereich datengesteuerter Dienste und IoT-Lösungen für Industriekunden bekräftigen.‣ weiterlesen

Laut einer Accenture-Studie können Unternehmen, die in die Skalierung von Technologieinnovationen investieren, mehr als doppelt so hohe Umsatzwachstumsraten erzielen. Dies betrifft in der Studie lediglich zehn Prozent der befragten Unternehmen.‣ weiterlesen

Mit steigender Auftragszahl stieß das ERP-System der ITV GmbH an seine Grenzen. Viele Prozesse erforderten zudem noch viel Handarbeit, etwa beim Einpflegen von Daten. Diese dokumentenbasierten Prozesse sollten mit einer Branchenlösung künftig digital ablaufen.‣ weiterlesen

Digitalgestützte Assistenzsysteme gewinnen in Fabriken an Bedeutung. Gerade komplexe Fertigungsaufgaben lassen sich so schnell, mit weniger Fehlern und von geringer qualifizierten Mitarbeitern ausüben. Für eine Studie haben 144 Produktionsverantwortliche darüber gesprochen, wie es in ihren Werken um die digitale Assistenz bestellt ist.‣ weiterlesen

Laut aktueller Zahlen des ZEW — Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, blickt die Deutsche Wirtschaft zuversichtlicher in die Zukunft, als noch Ende des vergangenen Jahres. Im Vergleich zum Dezember stieg der Wert der Konjunkturerwartungen um 16 Punkte.‣ weiterlesen

Um Mobilität in Zeiten von Verstädterung, Ressourcenknappheit und Klimawandel zukunftsfest zu machen, bündeln die Universität Stuttgart und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ihre Forschungskompetenzen im Innovationscampus ‘Mobilität der Zukunft‘ (ICM).‣ weiterlesen

Viele Unternehmen haben das Thema Kundenbeziehungsmanagement auf ihrer digitalen Agenda. Und es geht voran, gerade im Maschinen- und Anlagenbau. Eine aktuelle Umfrage zeigt aber auch, woran es auf dem Weg zur 360°-Kundensicht noch hakt.‣ weiterlesen

Mixaco stellt Industriemischer für Chemikalien, Farben und Kunststoffe her. Jetzt hat die Firma ihr Angebot um eine IoT-Lösung erweitert, mit der Anlagenbetreiber die Leistung ihrer Maschinen online überwachen und sie vorausschauend warten können. In Verbindung mit anderen Bausteinen der IoT-Plattform sind aber noch viel mehr Anwendungen möglich.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige