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Softwaregestütztes IT-Management

Gezielte Lastverteilung im Rechenzentrum

Mit den steigenden Anforderungen an die Produktion nimmt auch die IT-Durchdringung von Industriebetrieben zu. Beim Betrieb der Rechner und Server spielt nicht nur die Verfügbarkeit eine Rolle – Unternehmen sollten auch ihre Energie-Ausgaben im Blick behalten.

Bild: Schneider Electric

Gerade im industriellen Umfeld ist eine leistungsfähige IT wichtig. In Produktionsbetrieben ticken die Uhren immer schneller und die Prozesse werden immer anspruchsvoller. Aufwändige Anwendungen müssen jederzeit verlässlich funktionieren. Dazu gehören beispielsweise Simulationen wie CAD/CAM-Anwendungen in den Entwicklungsabteilungen, die oft mehrere Tage laufen und viel Rechenleistung benötigen. Werden diese Rechenprozesse aufgrund einer fehlerhaften IT unterbrochen, entstehen Unternehmen hohe Kosten.

Zudem gibt es kaum noch Industrieumgebungen, bei denen es kein softwaregestütztes Anlagencontrolling und eine Betriebs- und Qualitätsdatenerfassung gibt. Daher müssen auch die IT-Systeme zuverlässig und gleichzeitig effizient laufen. Intelligente Software-Unterstützung ist deshalb das Gebot der Stunde, denn moderne Rechenzentren sind agil, sie wachsen und verändern sich stetig. Das bedeutet, Kapazitäten und dynamische Auslastungen müssen ständig verwaltet werden. Zusätzlich steigen die Ausgaben für Energie, denn die Strompreise steigen nach wie vor. Daher erkennen IT-Manager zunehmend, dass sie mit Software für das Infrastrukturmanagement auf ein solides Tool für Planung und Kostenverwaltung ihrer IT setzen können.

Saubere Planung von Anfang an

Typische Symptome einer schlechten Rechenzentrumsplanung und falsch platzierter Komponenten sind beispielsweise Hotspots an Stellen, wo es eigentlich kühl sein müsste. Dauerhaft erhöhte Temperaturen wirken sich negativ auf den Betrieb der Server aus. Die Suche nach alternativen Stellplätzen bindet dann im Notfall qualifiziertes Personal für mehrere Tage. Als weitere Fehlerquelle relevant sind Virtualisierungsprojekte: Hier verlassen sich viele IT-Verantwortlichen auf die Failover-Mechanismen der Virtualisierungsplattform, also deren Fähigkeiten, virtuelle Maschinen selbstständig zu migrieren. Wenn jedoch die betroffenen Host-Server an ein und der gleichen Stromversorgung hängen, hilft diese Taktik im Falle eines Ausfalls allerdings nicht.

Ausgereifte Planungssoftware bietet in diesem Zusammenhang viele Vorteile: Eine grafischen Darstellung aller vorhandenen Komponenten sowie die Visualisierung von Schwachstellen bei Kapazitäts- und Kühlszenarien hilft bei der Platzierung von Servern. Eine 3D-Simulation etwa bietet hier nicht nur eine gute Ansicht des Raumes, sondern stellt auch die Luftströme im Raum dar und erleichtert somit die richtige Platzierung. Statt technische Daten aus den Datenblättern der Systeme extrahieren und verarbeiten zu müssen, genügt ein Klick, um Komponenten und ihre Spezifikationen abzurufen und zu sehen, wie sich einzelne Server in die physikalische Infrastruktur einfügen.

Erhebliche Erleichterungen können diese Systeme auch bei der Simulation von Fehlern in der Kühlung bringen: Ohne sich auf das komplexe Feld der Strömungsberechnung zu begeben, kann der Administrator diese Berechnungen getrost dem Computer überlassen. Dabei arbeiten heutige Softwaresysteme nicht mit theoretischen Daten, sondern greifen auf die im Betrieb gewonnen Parameter zurück. Basierend auf Informationen zu Stromverbrauch und Kühlleistung werden Analysen erstellt, die sich flexibel ändern, sobald etwa die Auslastung einzelner Systeme zunimmt. Gerade bei Private Cloud-Umgebungen mit hoher Hardware-Last ist das ein erheblicher Vorteil.

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Gezielte Lastverteilung im Rechenzentrum
Bild: Schneider Electric



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