Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Software-Einsatz im Produktlebenszyklus

Kosten und Nutzen im Blick

Bevor sich Unternehmen bei der Herstellung eines Produktes für eine Technologie entscheiden, müssen sie feststellen, wie hoch die Investitionskosten sind und wann sich das Produkt amortisiert hat. Diese Überlegungen gelten auch für den Einsatz von IT-Systemen. Ein neuer Ansatz in der Lebenszykluskostenrechnung unterstützt Führungskräfte dabei, Risiken und Nutzen von Technologieprojekten zuverlässig einzuschätzen.

Vor der Entscheidung für eine Entwicklung müssen Unternehmen zunächst Kosten und und Nutzen ermitteln, die im Laufe des Lebenszyklus eines Produktes anfallen. Dazu zählen auch Technologieaufwendungen.

Ein wesentlicher Schlüsselfaktoren für die Zukunft eines Unternehmens ist Innovationsfähigkeit in der Produktentwicklung. Das Bestreben, einerseits innovative, qualitativ immer hochwertigere Produkte zu entwickeln, und andererseits die Zeitspanne von der Idee bis zur Marktreife für ein Produkt stetig zu verkürzen, stellt die Unternehmen hinsichtlich Reaktionsfähigkeit auf sich verändernde Marktbedingungen vor große Herausforderungen. Vor der Erstellung neuer Produkte müssen Führungskräfte rational zwischen Technologieprojekten wählen können. Sie müssen den Beitrag der konkurrierenden Investitionsmöglichkeiten an den Unternehmenswert feststellen, um die Alternative wählen zu können, die den größten Beitrag leistet.

Führungskräfte interessiert also, ob und welche Technologieprojekte sie aus Kosten-und Nutzensicht angehen sollen. Ein wesentliches Instrument zum jederzeitigen Durchführen dieser Kostenkalkulationen im Produktlebenszyklus stellt die Lebenszykluskostenrechnung dar. Diese Methode erfordert eine durchgängige Verknüpfung der tatsächlichen Kosten mit den ursprünglichen Anforderungen an das Technologieprojekt. Lebenszykluskostenrechnung bezeichnet die Kalkulation aller Kosten, die ein Produkt während seines gesamten ‚Lebens‘, von der Entwicklung bis zur Entsorgung, verursacht. Im englischen Sprachraum wird dafür der Begriff Product Lifecycle Costing verwendet, verwandte Begriffe sind:

  • Design to Cost, ein in der Produktentwicklung verwendetes Verfahren, das die kostengünstigste Lösung für einzelne Komponenten bereits in dieser Produktlebenszyklusphase sucht und Folgeaufwendungen wie Vertriebs- oder Servicekosten berücksichtigt.
  • Bei der Total Cost of Ownership werden lediglich die Kosten aus Betriebssicht betrachtet, das heißt Kosten, die während und nach der Nutzung eines Produktes anfallen.
  • Die Lifecycle Costing Analysis oder Lebenszykluskostenanalyse enthält neben dem Ziel der Lebenszykluskostenberechnung auch die Beschreibung der Annahmen und Einschränkungen sowie die Nutzen und Risiken des Technologieprojekts.

Zur Berechnung der gesamten Lebenszykluskosten eines Produktes empfiehlt sich die Betrachtung aller Prozesse des Produktlebenszyklus, für die sich die Prozesskostenrechnung oder ‚activity based costing‘ anbietet. Dabei werden die Gemeinkosten nach der tatsächlichen Inanspruchnahme verteilt, die verbrauchenden Ressourcen lassen sich den entsprechenden Prozessschritten zuordnen. Ein weiteres Verfahren für die Lebenszykluskostenrechnung stellt die Zielkostenrechnung oder ‚target costing‘ dar. Es gehört zu den rückwärtsgerichteten Kalkulationsverfahren, da ausgehend vom Verkaufspreis die Zielkosten der Baugruppen und Komponenten eines Produkts ermittelt und später eingehalten werden sollen.

NC-Programme und Arbeitspläne als Basis für Kostenanalyse

Für die Vorhersage der Herstellkosten, die sich aus Fertigungs-, Rohteil- und Material- sowie Gemeinkosten zusammensetzen, empfielt es sich, das künftige Produkt in der 3D-CAD-Modellierung fertigungsgerecht mit allen Merkmalen so aufzubereiten, dass automatisch NC-Programme und Arbeitspläne abgeleitet werden können. Damit können Fertigungskosten vergleichsweise einfach vorhergesagt werden. Für die Ermittlung der Rohteilkosten werden beispielsweise Kosten für die Herstellung von Gussformen herangezogen, die sich nach der Komplexität der Geometrie und nach Stückzahl der zu erzeugenden Rohteile richten. Bei der Ermittlung der Kosten für die Erzeugung des Rohteilproduktes sollte der Zusammenhang von Produktmerkmal zu Kosten oder Rohteilähnlichkeit zu Kostenähnlichkeit betrachtet werden.


Das könnte Sie auch interessieren:

Viele Fachbereiche sehen sich nach solchen Zusammenschlüssen mit den Themen System- und Datenmigration konfrontiert. Entsprechende Projekte stellen neue Anforderungen an den bisherigen Umgang mit Daten, deren Qualität und Integration über verschiedene Unternehmenssysteme, Sparten und Gesellschaften hinweg.‣ weiterlesen

Mit romantischen Wassermühlen in idyllischer Natur haben moderne Sägewerke nichts mehr gemein. Die rund 2.000 Betriebe in der Branche arbeiten mit leistungsstarker, zum Teil bereits in einer Cloud betriebenen Sägewerkstechnik. Die Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG betreibt die größten Laubholzsägewerke Europas. Am Standort Aschaffenburg setzt Pollmeier mit dem neu etablierten Shopfloor Management auf eine gezielte Problemlösungskultur.‣ weiterlesen

Künstliche Intelligenz und Machine Learning gehören aktuell zu den ganz großen Themen, denn intelligente ERP-Systeme können betriebliche Erfahrungen und Firmenwissen in ihren Handlungsempfehlungen berücksichtigen.‣ weiterlesen

Der 15. Forcam Innovation Day lieferte gleich mehrere Antworten auf die Frage, wozu wir Industrie 4.0 eigentlich bräuchten. Heinrich Munz von Kuka sagte etwa: "Wir brauchen Industrie 4.0 für unser Wohlergehen und für die Zukunft unserer Kinder." Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung wäre der globale Produktbedarf andernfalls kaum dauerhaft zu bedienen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Konzepte und Projekte rund um die vernetzte Fabrik.‣ weiterlesen

Die vier Softwarehäuser Cimdata Software, Logis, Oxaion und Syncos kooperieren zukünftig unter der neuen Dachmarke Modula. Ziel ist es, mittelständische Produktionsunternehmen bei der Umsetzung der digitalen Transformation zu unterstützen.‣ weiterlesen

Zum 1. April übernimmt Beckhoff Automation die ADL Embedded Solutions GmbH mit Sitz in Siegen. ADL gilt als Spezialist für Deep Embedded-Anwendungen auf Basis von Motherboards und speziell abgestimmter Peripherie.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige