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Schneller Zugriff auf das Business Warehouse

In-Memory Computing löst die Performance-Bremse

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MRP-Läufe in wenigen Minuten erledigt

Schon ein in-memory-basierter Betrieb des ERP-Systems könnte in Zukunft die Verarbeitung großer Datenvolumina bei MRP-Läufen und Kapazitätsplanung dramatisch beschleunigen. Diese Prozesse würden dann nicht mehr Stunden oder die ganze Nacht in Anspruch nehmen, sondern könnten bestsnfalls binnen Minutenfrist erledigt sein. Pro Tag wären dann mehrere MRP-Läufe machbar – derzeit oft ein Ding der Unmöglichkeit. Firmen würden so bei Produktionsplanung und -steuerung auf neue Kundenanforderungen genauso schnell und flexibel reagieren können, wie auf Ausnahmesituationen in der Fertigung. Möglich wäre dies, weil die Geschäftslogik aus der Applikationsschicht direkt an die ERP-Daten gebracht wird, die im Hauptspeicher der In-Memory-Anwendung abgelegt sind.

Flexibilitätsgewinn durch Echtzeit-Simulation

Diese hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit des ERP-Systems könnte künftig sogar für die Ad-hoc-Berechnung komplexer Simulationsprozesse zum Einsatz kommen. Damit könnte die Flexibilität in Fertigungs- und Montagehallen drastisch steigen, indem sich anhand des aktuellen Zustandes der Produktion Auswirkungen von Änderungen im Rahmen von ‚What-if‘-Szenarien nahezu in Echtzeit durchspielen lassen. So sehen Werksleitung und Management sofort, ob und wie bestimmte Maßnahmen die Auslastung von Maschinen oder Personal verbessern. Bereits heute lassen sich die Vorzüge des In-Memory-Computing in diesem Sinn für die Ergebnis- und Marktsegmentrechnung nutzen. Selbst bei großen Datenmengen laufen Rentabilitätsanalysen oder das Profitabilitäts-Reporting damit hoch flexibel auf Einzelpostenebene quasi in Echtzeit. Zudem kann das Produktportfolio in Verbindung mit zusätzlichen Marktinformationen zeitnah an Kundenanforderungen angepasst und die Entwicklung neuer Produkte besser geplant werden.

Auswertungen bis zu 1.000-mal schneller erledigen

Fertigungsunternehmen, die ERP- und BW-Installationen auf In-Memory-Technologie portieren, beschleunigen außerdem schon jetzt den Datenfluss innerhalb eines standardisierten Enterprise Data Warehouse (EDW) im Schnitt um den Faktor zehn bis 100. Das umfasst die Schritte vom Laden und Einlesen der Daten aus dem ERP- und anderen Quellsystemen über die Harmonisierung, Transformation, Validierung und Bereinigung in den verschiedenen logischen Schichten oder ‚Layers‘ bis hin zur Fortschreibung in die Auswertungswürfel oder ‚Info Cubes‘. Das BW-System kann dann in diesem Prozess Verarbeitungsschritte, die vorher Stunden benötigten, in wenigen Minuten erledigen.

Und eine schnelle Datenanalysen macht sich gerade für Fertiger schnell bezahlt: Die Auswertungen produktionsrelevanter Kennzahlen, etwa von Fertig-, Gut-, Ausschuss- und Nacharbeitsmengen, ungeplanten Stillständen, Rüstzeiten oder der Maschineneffektivität (OEE), können damit um das 100- bis 1.000-Fache schneller bearbeitet werden. Damit liegen selbst bei Abfragen auf große Datenmengen die Antwortzeiten im Sekundenbereich. Die Hana-Technologie kann auch direkt an BDE- oder Maschinendatenerfassungslösungen in der Produktion angeschlossen werden, was BI-Abfragen auf die in den Quellsystemen abgelegten Daten erlaubt.

Klare Sicht auf Kennzahlen beschleunigt Prozesse

Durch eine solch aktuelle und klare Sicht auf Kennzahlen (KPI) aus den im Shop Floor eingesetzten Systemen wird zum einen die Dateninsel ‚Produktion‘ ausgeleuchtet, die damit den Business-Anforderungen nahezu zeitgleich folgen kann. Zum anderen lassen sich Herstellungsprozesse zeitnah und gezielt verbessern, soeiw die Auslastung von Fabrikationsanlagen und Personal optimieren. Das wiederum steigert die Produktivität nachhaltig, und bildet die Basis für dauerhafte Kostensenkungen.


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