Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Schneller Zugriff auf das Business Warehouse

In-Memory Computing löst die Performance-Bremse

Fertigungsunternehmen, die Systeme für Business Intelligence und Enterprise Resource Planning auf In-Memory-Computing ausrichten, sollen zukünftig die Datenverbindung bei Materialbedarfs- und Kapazitätsplanung um ein Vielfaches beschleunigen können Auch Abfragen etwa zu Produktionskennzahlen laufen so bis zu 1.000-mal schneller; Analysen stehen damit quasi im Handumdrehen zur Verfügung.

Bild: itelligence AG

Unternehmen aus der Fertigungsindustrie kämpfen bei komplexen Materialbedarfsplanungsläufen (MRP) und Kapazitätsplanungen oft mit Performance-Problemen. Es entstehen lange Antwortzeiten, die Geduld der Endanwender wird strapaziert. Der Grund: Die zentralen SAP-Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP), die auf relationalen Datenbankmanagementsystemen (RDBMS) installiert sind, müssen bei diesen Prozessen extrem hohe Datenvolumina bewältigen. Das gilt insbesondere in Fertigungsbetrieben, die viele Einzelaufträge mit komplexen Produktstrukturen abwickeln oder eine kundenauftragsbezogene Fertigung mit hoher Fertigungstiefe, umfassenden Stücklisten-Verschachtelungen und komplexen Arbeitsplänen haben.

Die Verarbeitung dieser Massendaten ist sehr rechenintensiv und belastet ERP-Systeme, die parallel dazu noch zahlreiche weitere Rechenoperationen bewältigen müssen, bis an ihre Leistungsgrenzen. Einschränkungen kann es auch bei den Reporting-Prozessen geben, die in der Regel mit einer ‚klassischen‘ Business Intelligence-Lösung (BI) wie SAP Net Weaver Business Warehouse (BW) und SAP Business Objects durchgeführt werden. Auftragsnahe Produktionsdaten und die Kennzahlen aus den Fertigungshallen müssen in zyklischen Batch-Läufen aus der ERP-Lösung zunächst in ein ebenfalls RDBMS-basiertes BI-System extrahiert werden. Dort werden sie strukturiert aufbereitet, verdichtet und danach in ‚Auswertungswürfeln‘ oder ‚OLAP-Cubes‘ genannten Datenmodellen für Analysen bereitgestellt.

Abfragen vielfach erst nach Tagen möglich

Bis die Rohdaten aus dem aktuellen Geschäftsbetrieb allerdings für Auswertungen zur Verfügung stehen, dauert es mitunter Stunden oder Tage. Daher sind mit diesen Mitteln Echtzeit-Auswertungen weder auf Einzelinformationen bei ereignisgesteuerten, auftragsnahen Fertigungsrückmeldungen etwa zu Anfangs- und Endgerüst, Bearbeitungsbeginn und -ende oder Störungen noch auf Kennzahlen aus den produktionsnahen Systemen möglich. Zu letzteren zählen Gut-, Ausschuss- und Nacharbeitsmengen, Stillstandzeiten, Qualitäts- und Prüfdaten, die in der Regel über Betriebdsdatenerfassung (BDE)gesammelt und per Schnittstelle via Manufacturing Execution-System (MES)in das ERP- und gegebenenfalls BI-System übertragen werden.

In-Memory auf dem Weg ins Unternehmenssystem

Fertigungsunternehmen, die perspektivisch ihre Systeme auf das In-Memory-Computing portieren, können dagegen strategisch die Leistungsfähigkeit ihrer Anwendungen drastisch erhöhen und die Performancebremse lösen. Technisch gesehen werden die Datensätze aus den ERP- und BI-Lösungen dazu im Hauptspeicher der In-Memory-Computing-Server gehalten und Cache-optimiert parallel auf so vielen Prozessoren (CPU) wie möglich verarbeitet. Zum Einsatz kommen dabei neue Methoden zur Datenkompression und spaltenorientierten Speicherung, kombiniert mit einem dynamischen Multithreading. Als In-Memory-Technolgie des Softwarekonzerns SAP kann SAP Hana schon heute alleinstehend mit dem Net Weaver BW eingesetzt werden. Bereits im Jahr 2013 könnten ERP-Systeme auf Basis der in-Memeory-Aplliance betrieben werden. In der weiteren Zukunft kann dann In-Memory-Computing die traditionelle Trennung zwischen transaktionalen OLTP-Lösungen wie SAP ERP und OLAP-basierten Analyseanwendungen aufheben, indem beide Systeme auf einer einzigen In-Memory-Datenbank zusammengeführt werden.


Das könnte Sie auch interessieren:

Mit einem leichten Anstieg um 0,1 Punkte gegenüber dem Vormonat zeigt sich das IAB-Arbeitsmarktbarometer im Oktober stabil.‣ weiterlesen

Der Verkaufswert von professionellen Servicerobotern ist weltweit um 32 prozent auf 11,2 Milliarden US-Dollar gestiegen (2018-2019). Im laufenden Jahr bekommt der Markt weitere Impulse von der COVID-19-Pandemie: Das zeigt beispielsweise die große Nachfrage nach Desinfektionsrobotern, Logistikrobotern in Fabriken und Lagerhäusern oder nach Robotern für die Zustellung von Waren bis an die Haustür.‣ weiterlesen

Der Schweizer Automobilzulieferer Feintool setzt bei seinem weltweiten Vertrieb auf Dynamics 365 Sales. Doch der Markt ist komplex und vor allem bei der Preisbildung ist Fingerspitzengefühl gefragt. Das digitale Rückgrat dieser Aufgabe bildet die CRM-Software von Microsoft, die nach einem Upgrade eine 30 Prozent schnellere Preiskalkulation ermöglicht.‣ weiterlesen

Kabellose Kommunikation in der Industrie ist oft limitiert - sei es durch die endliche Anzahl der nutzbaren Geräte oder die Menge der übertragbaren Daten. Mit 5G sollen solche Probleme bald der Vergangenheit angehören. Vielerorts können private Kommunikationsnetze, sogenannte Campusnetze, eine sinnvolle Lösung sein. Doch in welchen Szenarien nutzen solche Netze und vor allem, was kosten Einrichtung und Betrieb?‣ weiterlesen

Erstmals nach fünf Anstiegen in Folge ist der Ifo-Geschäftsklima-Index im Oktober wieder gesunken. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Geschäftsklimaindikator allerdings erstmals seit Juni 2019 wieder im positiven Bereich.‣ weiterlesen

Die europäischen Produktionsstandorte des Embedded-Spezialisten Kontron sollen zu einem EMS/ODM-Verbund zusammengeschlossen werden.‣ weiterlesen

Im Rahmen einer Partnerschaft vertreibt Siemens zukünftig die Lösung Moby.Check des Digitalisierungsspezialisten Log.Go.Motion.‣ weiterlesen

Der Softwarekonzern SAP hat seine Zahlen für das dritte Quartal 2020 veröffentlicht. Demnach erzielte der Softwarekonzern weniger Umsatz als noch im Vorjahresquartal. Das Cloudgeschäft legte hingegen zu.‣ weiterlesen

Die Komplexität vieler Produkte erfordert mehr denn je die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Produktentwickler und eine engmaschige Kundenkommunikation. Dabei fokussiert die kollaborative Engineering-Software auf dem Markt bislang meist das Projektmanagement und die Verwaltung von Design-, Entwicklungs- und Fertigungsdaten. Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Technologie kann die Zusammenarbeit wirkungsvoll um visuelle Aspekte ergänzen.‣ weiterlesen

Zum 1. November wird Dr. Marianne Janik die Leitung von Microsoft Deutschland von Sabine Bendiek übernehmen, die zu SAP wechseln wird.‣ weiterlesen

Unter der Überschrift ‘KI-noW‘ (Künstliche Intelligenz (KI) für eine nachhaltig optimierte Wertschöpfung) wollen Forscher des Fraunhofer IPA neueste Erkenntnisse der angewandten Forschung in die industrielle Praxis überführen. Zur Veranschaulichung zeigt ein extra eingerichteter Showroom eine Auswahl an Demostationen. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige