Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Fehlerfreie Barcode-Etiketten

Rückverfolgbarkeit effizient umsetzen

Industrielle Etikettendrucker müssen auch in rauen Umgebungen reibungslos funktionieren, um die Regularien hinsichtlich Warenrückverfolgung zu erfüllen und keine Verzögerung in der Produktionskette zu verursachen.

Bild: © Sasin Tipchai/Shutterstock.com

Bild: © Sasin Tipchai/Shutterstock.com

In der Fertigungsindustrie ist es geschäftsentscheidend, Waren zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu liefern. Kommen die Produkte nicht zuverlässig am Bestimmungsort an, entstehen dem Hersteller Kosten. In der Lebensmittelindustrie beispielsweise durch den Rücktransport oder die Entsorgung verderblicher Ware. Fleischverarbeitende Betriebe verzichten meist auf eine Rücklieferung von Waren, wenn sie auf einer nicht identifizierbaren Palette angeliefert werden. Für sie ist es billiger, die Ware direkt zu entsorgen, anstatt sie mit Kühllastern an den Hersteller zurückzusenden. Kommt eine nicht eindeutig gekennzeichnete Palette mit Gurken aus Spanien am Supermarkt an, bleibt sie oftmals stehen, um dann auf die nächste Mülldeponie zu wandern. Dadurch verliert der Produzent viel Geld, weil die Transportwege lang und teuer sind. Auch der Abnehmer hat Verluste, weil die Ware im Regal fehlt. Industriezweige wie die Automobilindustrie setzen aus betriebswirtschaftlichen Gründen auf Just-in-Time-Lieferung. Da hier alle Bauteile ‚Just in Time‘ an der Produktionslinie angeliefert werden, profitieren Hersteller von niedrigen Kosten bei der Lagerhaltung. Damit alle Teile in der richtigen Menge zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stehen, müssen alle Zulieferer ein funktionierendes Tracking- und Tracing-System implementiert haben. Sind Etiketten nicht lesbar, kommt es zu Fehllieferungen. Fehlt Material oder bleibt es sogar aus, steht die Produktion still. „Vor allem im harten Wettbewerb der Automobilzulieferer können Unterbrechungen im Betriebsprozess durch nicht lesbare Etiketten gravierende Folgekosten bis hin zu Konventionalstrafen nach sich ziehen“, sagt Amine Soubai, Director EMEA bei Printronix Auto ID.

Gesetze fordern Rückverfolgbarkeit

Doch nicht nur der Kostenfaktor verlangt eine lückenlose Warenrückverfolgung. Hinzu kommen gesetzliche Vorschriften. Seit dem 1. Januar 2005 ist beispielsweise für alle Unternehmen der Lebensmittelkette die EU-Verordnung 178/2002 rechtlich verpflichtend. Ihr zufolge müssen Lebensmittelunternehmen alle Verarbeitungsschritte lückenlos dokumentieren und in der Lage sein, Behörden auf Nachfrage über ihre Lieferanten und gewerblichen Abnehmer zu informieren. Von Automobilherstellern wird die Chargenrückverfolgung auf Grundlage von Qualitätsvereinbarungen mit Lieferanten, der DIN EN10204 (Prüfbescheinigungen für metallische Werkstoffe) sowie im Zusammenhang mit der ISO/TS16949, der DIN EN9100 und Iris (Bahnstandard) gefordert. Bei Verstößen gegen diese Verordnungen drohen dem Unternehmen Bußgelder und Sanktionen.

Voraussetzung für lückenlose Dokumentation

Gut lesbare und fehlerfreie Etiketten sind Voraussetzung für eine lückenlose Dokumentation der Produktions- und Lieferkette. Wie die Hersteller und Transportunternehmen ihr Tracking- und Tracing-System im Detail realisieren, spielt keine Rolle. Solange sie die gesetzlichen Anforderungen einhalten, sind sie auf der sicheren Seite. Welche Druckerlösung für das jeweilige Unternehmen am besten geeignet ist, richtet sich nach den betrieblichen Anforderungen. Nachdem feststeht, welche Etiketten das Unternehmen benötigt, kann die Implementierung starten. „Im B-to-C-Handel, beispielsweise bei Schuhkarton-Verpackungen, müssen Etiketten lediglich vom Hersteller bis zum Endkunden lesbar sein. Sobald der Endkunde den Schuh gekauft hat, wandert der Karton in den Abfall. Für diesen Einsatz genügen einfache Etikettendrucker“, sagt Amine Soubai. Andere Anwender hingegen nutzen dasselbe Etikett über Jahre, etwa bei wiederverwertbaren Transportkisten oder bei der Ersatzteillieferung in der Investitionsgüterindustrie. Ersatzteile werden mit Etiketten markiert und liegen über Monate oder gar Jahre im Lager. Hier sind hochleistungsfähige Industriedrucker gefragt, deren Etiketten über viele Jahre eindeutige Lesbarkeit sicherstellen.

Produktionsbedingungen sind maßgeblich

Bei der Wahl des passenden Etikettendruckers sind auch die Produktionsbedingungen maßgeblich. Während sie im Lebensmittelbereich, insbesondere bei der Produktion von Tiefkühlkost, extremen Temperaturschwankungen und hoher Feuchte ausgesetzt sind, müssen sie in der Automobilindustrie Schmutz und Staub sowie dem Einfluss chemischer Substanzen standhalten. Letztere können die Produktion stark beeinträchtigen. Der in der Herstellung von Autoreifen verwendete Gummi beispielsweise enthält Schwefel. Da schwefelhaltige Stoffe Metalle angreifen, sind Laser- und Inkjetdrucker im Umfeld aggressiver chemischer Substanzen nicht geeignet: Die Komponenten in den Druckern würden nur wenige Tage funktionieren. Thermotransferdrucker sind hier die bessere Wahl.

Vor allem im harten Wettbewerb der Automobilzulieferer können Unterbrechungen im Betriebsprozess durch nicht lesbare Etiketten gravierende Folgekosten einschließlich Konventionalstrafen nach sich ziehen. (Bild: © Rainer Plendl/Shutterstock.com)

Vor allem im harten Wettbewerb der Automobilzulieferer können Unterbrechungen im Betriebsprozess durch nicht lesbare Etiketten gravierende Folgekosten einschließlich Konventionalstrafen nach sich ziehen. (Bild: © Rainer Plendl/Shutterstock.com)

Drucker mit integrierter RFID-Funktion

Printronix Auto ID bietet ein umfassendes Portfolio geschäftskritischer Drucklösungen, die fehlerfreie Barcode-Etiketten sicherstellen. Dazu gehören beispielsweise der T8000 High-End-Drucker für Hochleistungsdruck in besonders rauen Produktionsumgebungen oder der T6000 für den Midrange-Bereich. Um die Rückverfolgbarkeit durchgängig umzusetzen, sind beide Druckermodelle mit Online-Data-Validation (ODV)-Technologie ausgestattet. Zusätzlich verfügt der T6000 Drucker optional über eine integrierte RFID-Funktion. Sie ermöglicht eine signifikante Erhöhung der verfügbaren Informationen. Das Prüfsystem ODV stellt korrekte und zu 100 Prozent lesbare Barcode-Etiketten sicher. Die am Markt einzigartige ODV-Lösung entfernt automatisch defekte und fehlerhafte Barcodes aus der Lieferkette und druckt sofort fehlerfreie Ersatz-Etiketten. Anwender profitieren von gesteigerter Produktivität und vermeiden Rückbuchungen und Konventionalstrafen. Die modularen Drucksysteme lassen sich einfach und schnell per Plug-and-play in bestehende Umgebungen integrieren. Sie unterstützen den Druck von Postscript- und PDF-Dateien und haben standardmäßig die branchenweit größte Anzahl an Emulationen. Die integrierte Remote-Überwachungs-Software Printnet Enterprise sorgt für maximale Produktivität und Optimierung der IT-Ressourcen. Das intelligente Druckkopf-Temperaturmanagementsystem bietet mehr Variationen pro Punkt und gewährleistet dadurch ein präziseres Druckbild.

Quo vadis – Wohin geht der Trend?

Nach dem großen Hype in den Jahren 2005 und 2006 erlebt RFID derzeit ein Comeback in der Branche. „Dies ist vor allem auf sinkende Preise für die Etiketten zurückzuführen“, erläutert Rolf Diebenbusch, Customer Applications Engineer EMEA bei Printronix Auto ID. Im Gegensatz zu herkömmlichen Barcodes können RFID-Chips komplette Prozessabläufe speichern. Die genaue Rückverfolgbarkeit von Prozessen ist wichtig für Unternehmen, die mit Schadens- und Regressfällen konfrontiert sind.


Das könnte Sie auch interessieren:

Security Automation, Management digitaler Identitäten, Aufbau neuer Plattformen, Schutz vor Bedrohungen durch IoT-fähige Geräte und Einsatz von DevOps — laut einer Studie des IT-Dienstleisters Capgemini sind dies die Trends des IT-Jahres 2020.‣ weiterlesen

Yaskawa Europe betreibt 23 Standorte mit 110 Servicetechnikern in den Bereichen Antriebstechnik und Robotik. Um die Einsätze der Fachkräfte bestmöglich zu disponieren, hat der Mechatronik- und Robotikspezialist die europaweiten After Sales-Abläufe mit Servicemanagement-Software von MobileX vereinheitlicht.‣ weiterlesen

Seit 2018 verantwortet Michael Ruchty für den Veranstalter Euroexpo die Logimat in Stuttgart. Im Gespräch mit der IT&Production spricht Michael Ruchty über Messen als Informationsquelle und darüber, was die Logimat in diesem Jahr zu bieten hat.‣ weiterlesen

Der Anlagen- und Maschinenbau hat das Internet of Things ins Zentrum seiner branchenweiten digitalen Transformation gerückt. Firmen auf Partnersuche sollten jedoch beachten, dass sich die Herausforderungen von KMU und großen Unternehmen deutlich unterscheiden - und dies bei der Lösungswahl berücksichtigen.‣ weiterlesen

Das Projekt ‘Pricing digitaler Produkte‘, an dem u.a. das FIR an der RWTH Aachen beietiligt ist, befasst sich mit der Preisbildung für das Digitalgeschäft der produzierenden Industrie.‣ weiterlesen

Klassische Scada- und HMI-Systeme stoßen an ihre Grenzen, wenn Maschinen und Anlagen zunehmend über Tablets, Smartphones oder direkt von einem Browser aus überwacht und gesteuert werden sollen. Hier setzen HTML-basierte Lösungen an, besonders, wenn sich die mitgelieferten Designtools ohne Spezialwissen bedienen lassen.‣ weiterlesen

Der Automatisierungstreff in Böblingen widmet sich vom 24. bis zum 26. März mit seinem Workshopangebot und dem Marktplatz Industrie 4.0 der digitalen Transformation.‣ weiterlesen

Mit einer Beteiligung in Höhe von etwa 28 Prozent steigt die Hörmann Gruppe, u.a. Spezialist für Tore und Zutrittskontrollsysteme, beim IT-Consulter Orbis ein.‣ weiterlesen

Beim neuen Automatisierungssystem ctrlX Automation will Bosch Rexroth klassische Grenzen zwischen Steuerungstopologien, Antriebstechnik und IT aufheben: Steuerungsseitig kommt ein einziges CPU-Modul zum Einsatz, das erst in den verschiedenen Komponenten seine spezifische Funktionalität erhält - über das Software-Ökosystem. Dieses ist offen ausgelegt und stellt Features als Apps bereit. Was Anwender davon haben? Steffen Winkler von Bosch Rexroth hat es unserer Schwesterzeitschrift SPS-MAGAZIN erzählt.‣ weiterlesen

Microlauncher sind eine Alternative zu herkömmlichen Trägerraketen. Die mittelgroßen Transportsysteme können Nutzlasten bis 350kg befördern und sollen künftig kleine Satelliten in den Weltraum bringen. Forscher am Dresdner Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS haben gemeinsam mit Raumfahrtexperten der TU Dresden ein additiv gefertigtes Raketentriebwerk mit Aerospike-Düse für Microlauncher entwickelt. Der skalierte Prototyp aus Metall soll 30 Prozent weniger Treibstoff als konventionelle Triebwerke verbrauchen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige