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Richtlinien können auch das Engineering verbessern

Standards mit anderen Augen sehen

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Werden gültige Normen und Standards aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, können die Richtlinien vielfach auch als Leitfäden zur Optimierung der Engineering-Prozesse und Methoden dienen. Zum Beispiel, indem sich Engineering-Disziplinen wie Fluid- und Elektrotechnik in einer gemeinsamen Anlagenübersicht darstellen lassen. Bild: Eplan

Richtlinien in den Entwicklungswerkzeugen verankern

Computer Aided Engineering-Anwendungen bieten zur Umsetzung von gängigen Normen und Standards zum Teil umfangreiche funktionale Unterstützung. Etwa wenn sich Referenzkennzeichen projektspezifisch definieren und in der Projektierung zügig ‚abbuchen‘ lassen. Insbesondere interdisziplinäre Bauteile können so übergreifend gekennzeichnet werden, was die Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen in einem gemeinsamen Projekt meist deutlich vereinfacht. Nicht zuletzt diese durchgängige Kennzeichnung und die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg können Optimierungspotenzial bergen und zu höherer Qualität in der Projektierung beitragen. Entsprechende Software kann zusätzlich methodische Unterstützung leisten, Engineering-Prozesse auf den Prüfstand zu stellen und anzupassen, etwa in Hinblick auf Makro- und Optionstechnik, Vorplanung oder automatische Schaltplangenerierung. Aber auch methodische Entwicklungen der Produktentwicklungsprozesse können von einer durchgängigen Strukturierung und Standardisierung profitieren. Dies wird auch dadurch unterstrichen, dass viele aktuelle Normen eine solche Prozessbasis als Grundlage voraussetzen.



Thomas Michels, Leiter Produktmanagement bei Eplan. Bild: Eplan

Handlungsfelder erkennen, Maßnahmen einleiten

Um entsprechende Normen im Unternehmen umzusetzen, ist Fingerspitzengefühl gefordert. Denn in der Praxis ist es häufig alles andere als trivial, die im Unternehmen etablierten Prozesse und Vorgehensweisen selbstkritisch zu betrachten, daraus die erforderlichen Handlungsfelder abzuleiten und identifizierte Aufgaben konsequent umzusetzen. Bei Bedarf bieten Software- und Beratungshäuser ein breites Spektrum an Consulting-Dienstleistungen, oftmals gepaart mit entsprechenden Erfahrungen bei der Implementierung, um die Umsetzung von Normen gemeinsam mit dem Fertiger zu planen und durchzuführen. Im Zusammenspiel mit einem externen Partner lässt sich auch früh die Frage klären, welche Normen für den Unternehmensprozess im Engineering entscheidend sind. Und zwar bevor die Implementierung angegangen und die Umsetzung der einzelnen Handlungsfelder geplant werden. Das Ziel, das produzierende Unternehmen mit der Projektierung verfolgen, dürfte in den meisten Fällen ähnlich sein: sich mit den eigenen Produkten und damit dem Unternehmen nachhaltig im Wettbewerb zu positionieren.


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