Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Richtlinie zu Benutzungsschnittstellen für technische Anlagen

Um die gebrauchstaugliche Gestaltung von Benutzungsschnittstellen für technische Anlagen ? Interaktionsgeräte für Bildschirme ? geht es in der neuen Richtlinie VDI/VDE 3850 Blatt 2. Der VDI hat die Richtlinie nun zur Kommentierung vorgelegt. Das Papier soll Entwickler und Anwender von grafischen Benutzungsoberflächen bei der Suche nach einem geeigneten Interaktionsgerät und bei der integrativen Gestaltung von technisches Anlagen und deren Steuerungen unterstützen.

Der VDI hat die neue Richtlinie VDI/VDE 3850 Blatt 2 zur Kommentierung vorgelegt. Darin geht es um die gebrauchstaugliche Gestaltung von Benutzungsschnittstellen für technische Anlagen – Interaktionsgeräte für Bildschirme. Bedingt durch den verbreiteten Einsatz von grafischen Benutzungssystemen in der Produktionstechnik werden viele koordinatengebende Interaktionsgeräte eingesetzt. Allerdings können koordinatengebende Interaktionsgeräte, wie sie aus dem Bürobereich bekannt sind, nicht ohne weiteres im industriellen Umfeld eingesetzt werden. Probleme bestehen hier hinsichtlich Verschmutzung, Robustheit, Anordnung und Platzbedarf.

Welches Gerät für welche Anwendung?

Auf dem Markt werden zahlreiche alternative Interaktionsgeräte angeboten. Es mangelt aber an Entscheidungsgrundlagen, welches Gerät für welchen Anwendungsbereich eingesetzt werden kann und welchen Randbedingungen – gegebenenfalls bei Beibehaltung bisheriger Interaktionsformen – die Anwendung des jeweiligen Gerätes genügen muss. Deswegen soll dem Entwickler von interaktiven Systemen eine Richtlinie zur Verfügung gestellt werden, mit deren Hilfe er ein für seinen Anwendungsfall geeignetes Interaktionsgerät finden und es in das Gesamtsystem integrieren kann. Dabei sollen dem Entwickler genügend gestalterische Freiräume zur Erarbeitung eigenständiger Lösungen belassen werden.

Einzelne Geräte, welche nach den gleichen Grundprinzipien arbeiten, sind jeweils in den Gerätegruppen Maus, Trackball, Touchpad, Trackpoint, Joystick, Grafiktablett, Touchscreen und Tasten zusammengefasst. Die innerhalb der Gruppen genannten Variationen entsprechen dem derzeitigen Stand der Technik. Aufgrund der technischen Weiterentwicklung ist es jedoch wahrscheinlich, dass diese durch neue Techniken ergänzt werden.

Technische Anlagen im industriellen Einsatz

Die Richtlinie VDI/VDE 3850 ist anzuwenden beim Einsatz von stationären Interaktionsgeräten für technische Anlagen im industriellen Einsatz. Unter Interaktionsgeräten werden allgemein Geräte verstanden, welche den Prozess des Informationstransfers vom Anwender zum Rechner und vom Rechner zum Anwender ermöglichen. Die Form des Informationstransfers beeinflusst sowohl die Oberflächengestaltung als auch die verwendeten Technologien.

In dieser Richtlinie werden Interaktionsgeräte betrachtet, welche sich manuell betätigen lassen. Entwickler und Anwender von grafischen Benutzungsoberflächen sollen bei der Suche nach einem geeigneten Interaktionsgerät und bei der integrativen Gestaltung von technisches Anlagen und deren Steuerungen unterstützt werden. Die damit verbundene Dialoggestaltung wird in den Blättern 1 und 3 dieser Richtlinie beschrieben. Die Empfehlungen gelten für Umgebungen, in denen die Benutzung des Interaktionsgerätes neben möglichen überwachenden Aufgaben die Primäraufgabe der Nutzer ist. Für die Nutzung als Sekundäraufgabe, zum Beispiel neben einer Fahraufgabe, gelten weitere, hier nicht erwähnte Anforderungen.

(Quelle:Verein Deutscher Ingenieure (VDI))


Das könnte Sie auch interessieren:

Wenn sich Kunden zum Kauf entscheiden, soll der Auftrag ohne Verzögerung und Rückfragen ausgelöst werden. Speziell für komplexe und variantenreiche Produkte setzt dies meist durchgängig digitale und automatisierte Angebots- und Auftragsprozesse voraus. Dabei gilt: Was per CPQ verkauft wird, muss ERP-seitig auch effizient produziert, geliefert und kaufmännisch abgewickelt werden. Ohne dieses Zusammenspiel geht es nicht.‣ weiterlesen

Digitale Werkzeuge für das Field Service Management helfen, den Erwartungen der Kunden gerecht zu werden. Virtueller und interaktiver Support mit etwa Augmented Reality-Technik könnte bald in vielen Firmen für noch bessere Ergebnisse sorgen. Zumal Service-Organisationen im Krisenjahr 2020 dazu gezwungen waren, etwaige Berührungsängste mit Technologie abzulegen.‣ weiterlesen

Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verzeichnen im Gegensatz zu globalen Konkurrenz niedrigere Margen und schwächere Wachstumsraten, so eine Bain-Analyse. Dieser Rückstand sei jedoch aufholbar.‣ weiterlesen

Nach dem globalen Umsatzeinbruch um voraussichtlich 7 Prozent in diesem Jahr, wird für 2021 im Maschinenbau ein Umsatzwachstum von 6 Prozent prognostiziert.‣ weiterlesen

Mit dem Ziel, seine Präsenz in der DACH-Region weiter auszubauen hat das US-Unternehmen Aptean die Modula GmbH übernommen.‣ weiterlesen

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im November um 0,4 Punkte auf 100,5 Punkte gestiegen. Damit verbleibt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im leicht positiven Bereich.‣ weiterlesen

Die nun veröffentlichte Normungsroadmap KI von DIN DKE sowie dem BMWi soll Handlungsempfehlungen für Standardisierung von künstliche Intelligenz geben. Die Roadmap ist online abrufbar.‣ weiterlesen

Produktkonfiguration ist für das österreichische Unternehmen Robotunits schon lange ein Thema. Als die selbstentwickelte Lösung für diese Aufgabe an ihre Grenze stieß, wurde die Configure Price Quote-Software von Acatec eingeführt. Das System sollte die Firma auf dem Weg zu ihrem ehrgeizigen Ziel unterstützen: Doppelter Umsatz in fünf Jahren.‣ weiterlesen

Unter der Leitung des Lehrstuhls Werkzeugmaschinen und Steuerungen an der TU Kaiserslautern (WSKL) startet das Projekt „5G – Einsatz in der Industrie“. Durch die Beteiligung der Lehrstühle Augmented Vision, Funkkommunikation und Navigation sowie der Technologie-Initiative SmartFactory-KL soll ein leistungsfähiges Netzwerk entstehen.‣ weiterlesen

Anlässlich des Digital-Gipfels der Bundesregierung präsentiert die Plattform Industrie 4.0 Anwendungen für eine nachhaltige Industrie 4.0. Anhand von Analysen haben die Plattform-Spezialisten dabei drei mögliche Entwicklungspfade identifiziert.‣ weiterlesen

Der SAP-Partner Itelligence übernimmt das finnische SAP-Beratungshaus Pasafin Oy. Mit der Übernahme will das Unternehmen seine Position in Skandinavien stärken.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige