Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Prozessautomation im Büro

Roboter für das Backoffice

Kollege Roboter macht weder Fehler noch Kaffeepause und nimmt weder Krankheits- noch Urlaubstage. Mit seiner Hilfe können Unternehmen effizienter arbeiten und neue Umsatzfelder erschließen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um schweißende Industrieroboter in der Produktion. Die Automatisierung von Arbeitsschritten lässt sich zusammen mit Software-Unternehmen schon längst auf Prozesse in der Office-Ebene ausrollen.



Bild: Almato GmbH

Schon jetzt können Roboter zahlreiche Routineaufgaben im Büroumfeld übernehmen. In den USA erstellen Schreibroboter sogar schon Pressemitteilungen und Quartalsberichte. Das beeindruckt und erschreckt viele. „Die Leute haben Angst davor, von Robotern ersetzt zu werden“, sagt Sara Gebhardt, Marketing Managerin bei der Almato GmbH, einem Dienstleister rund um den Markt für Robotic Process Automation in Deutschland. „Dabei ist das Gegenteil der Fall: Indem der Roboter die monotonen Arbeiten übernimmt, können sich die Leute auf die interessanten, wirklich wertschöpfenden Arbeiten konzentrieren, für die sie eigentlich eingestellt wurden. Kein Mitarbeiter wird ja eingestellt, um Dateien von A nach B zu kopieren, sondern um Interaktionen zu starten und produktiv arbeiten zu können.“

Vorurteile abbauen

Noch muss der Dienstleister Überzeugungsarbeit leisten. Was hat es mit Robotic Process Automation, kurz RPA, überhaupt auf sich? RPA bezeichnet die automatisierte Bearbeitung von strukturierten Geschäftsprozessen durch Software, die digitalen Roboter. „Streng genommen steckt hinter RPA kein Roboter, sondern eine Software, die wie ein Roboter direkt am Frontend arbeitet – wie ein Mensch, nur eben sehr viel schneller und präziser, während gleichzeitig alles dokumentiert wird“, schildert Gebhardt. „Beim Rauskopieren von Zahlenkolonnen kann man ja schnell mal eine Zahl vergessen und genau das passiert einem Roboter nicht.“ Der Einsatz von RPA lohnt sich meist dort, wo Mitarbeiter monotone Arbeiten übernehmen, gerade bei wenig benutzerfreundlichen Systemen. Die wesentlichen Vorteile sind die Kostenersparnis, die Effizienz im Vergleich zu manueller Arbeit sowie die Möglichkeit, bestehende Software ohne Integration einsetzen zu können.

Roboter für das Backoffice

RPA agiert im Backoffice, beispielsweise bei Kopiervorgängen oder wenn eine Mail automatisch über eine Buchung informieren soll. Gebhardt: „Der Roboter selber kann durch verschiedene Auslöser, die zuvor definiert werden, angestoßen werden, zum Beispiel durch einen Mitarbeiter oder ein Webformular.“ Will ein Kunde über ein Webformular etwa seinen Vertrag kündigen, startet die Software den stets identischen Ablauf dahinter. Das System nimmt die Kündigung entgegen und leitet entsprechende Prozesse ein, bis hin zum automatischen Versand der Kündigungsbestätigung. Gleichzeitig schickt die Software dem Mitarbeiter im Call Center eine Nachricht, damit dieser sich persönlich bei dem Betreffenden meldet.

Mitarbeiter motivieren

Da RPA als Software regelbasiert arbeitet, müssen automatisierte Prozess strukturiert sein. „Wir machen deshalb erst eine ausführliche Prozessanalyse, optimieren im Anschluss die Prozesse und implementieren erst dann RPA mit allem was dazu gehört, einschließlich Support und Life-Cycle-Management“, sagt Axel Schwarz-Scholten, Leiter Business Development der Almato GmbH. In der Praxis zeigt sich, dass die von Routineaufgaben entlasteten Mitarbeiter nachher motivierter sind. Der Entlastungsfaktor wiederum kann Unternehmen zu mehr Umsatz verhelfen, wenn die frei gewordene Kapazität der Mitarbeiter etwa in neue Serviceangebote fließt.

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Zum Portfolio des Kunststoffschweißspezialisten Munsch gehört auch die Reparatur der eigenen Erzeugnisse. Den Arbeitsfortschritt an den eingeschickten Geräten von Peakboard stellten die Werker lange auf einem Card-Board dar, das in der Praxis aber so gut wie nie den aktuellen Stand in der Werkstatt spiegelte.‣ weiterlesen

In Diskussionen um Blockchain-Technologie rücken zunehmend auch Smart Contracts in den Fokus. Bei dieser Form der Vertragsabwicklung lässt sich die Einhaltung ausgehandelter Bedingungen zwar transparent und sehr manipulationssicher dokumentieren, das vertragliche Rahmenwerk ersetzen Smart Contracts aber nicht.‣ weiterlesen

Mit der All about Automation in Leipzig, findet am 12. und 13. September eine regional ausgerichtete Messe für Industrieautomation für den mitteldeutschen Raum statt. Etwa 100 Aussteller werden dann in Leipzig erwartet.‣ weiterlesen

Um Wertstrom-Analysen durchzuführen oder neue Fertigungskonzepte zu untersuchen, muss man nicht unbedingt auf kostspielige Expertensysteme setzen. Dies zeigt die Anwendung der 3D-Software taraVRbuilder von der Tarakos GmbH in der Werksplanung des Automobilzulieferers Magna Exteriors in Idar-Oberstein. In mehreren Schritten ließen sich hier mit Hilfe realitätsnaher 3D-Visualisierung die komplexen Fertigungsprozesse verketten und an die Anforderungen von Kunden und Ressourcen anpassen.‣ weiterlesen

In einem Lager mit mehr als 25.000 Bestandsartikeln verlieren selbst Profis ohne IT-Unterstützung schnell den Überblick. Deshalb ergänzt der Produzent DDM Hopt+Schuler sein 2013 eingeführtes ERP- und PPS-System Fepa von Planat mit einem Datenbrillen-Kommissioniersystem samt Ringscannern.‣ weiterlesen

In vielen Betrieben wird mit Hochdruck an der Einführung von neuen Manufacturing Execution Systemen (MES) oder Advanced Planning Systemen (APS) gearbeitet. Dabei ist die Qualität der eingesetzten Algorithmen wichtig, aber oftmals wird die Benutzerschnittstelle vernachlässigt. Dies führt zu Frustrationen und schlussendlich einem Mangel an Akzeptanz. Dabei stehen bessere Visualisierungen längst bereit.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige