Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Prozessanalyse und Systemintegration

Der passenden Systemlösung auf der Spur

Für den Einsatz von RFID-Technologie liefert 'Middleware' Grundfunktionen, Schnittstellen und Gerätetreiber. Eine universelle Lösung gibt es jedoch nicht. Daher gilt es, anwendungsspezifische Prozesse eines Unternehmens mit Standard-Bausteinen abzubilden. Spezialisierte Integratoren unterstützen dabei durch Beratung und Prozessanalyse sowie bei der Komponentenauswahl.

Bild: Winckel

RFID-Technologie erfordert eine vorausschauende und professionelle Planung, da jedes RFID-System eine auf Unternehmensbedürfnisse abgestimmte Individuallösung darstellt, bei der alle Komponenten in Abhängigkeit von Umgebungsbedingungen und Abläufen sinnvoll aufeinander abgestimmt sein müssen. Denn trotz aller Individualisierung basieren die Systeme letzendlich auf im Markt verfügbaren Standardkomponenten.

Ist die grundsätzliche Entscheidung für den Einsatz von Funktechnologie gefallen, beispielsweise bei einem ersten Vor-Ort-Termin verbunden mit einer Prüfung der technischen und organisatorischen Gegebenheiten, erfolgt die eigentliche Projektierung, die sich sinnvollerweise in die Phasen Kostenprüfung, Validierung, Proof of Concept, Pilotprojekt sowie Rollout unterteilt: Diese gezielte Gliederung bietet den Vorteil, während des Projekts notwendige Anpassungen flexibel implementieren zu können und hilft dabei, das Projekt mit dem geringst möglichen finanziellen Aufwand beenden zu können.

Kostenprüfung

Die Frage, ob RFID für einen Prozess oder für eine Aufgabenstellung lohnt, ist nicht allein mit der Frage nach den Transponder-Kosten zu beantworten. Daher nehmen Integratoren in der Regel als ersten Schritt eine grundlegende Analyse vor, um gemeinsam mit dem Anwender Anforderungen, Kosten und Nutzen zu erarbeiten und einen ‚Business Case‘ zu erstellen. Identysys bietet dazu beispielweise den ‚RFID-Valuecheck‘ als Grundlage für die zielorientierte Durchführung eines RFID-Projekts an. Dazu werden zuerst Visionen und Ziele des Unternehmens definiert und Geschäftsfelder und Geschäftsprozesse priorisiert.

Die ermittelten Verbesserungspotenziale werden anschließend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet, ebenfalls entsprechend priorisiert und in einer Kurzexpertise dargestellt. Diese Kurzexpertise dient dem Anwender als Entscheidungsgrundlage zur weiteren Durchführung des Projekts. So kann bereits in der Startphase eine erste qualitative Bewertung nach ökonomischen Gesichtspunkten getroffen werden.

Validierung im Business Case

Anschließend dienen die Ergebnisse dieses Business Case der quantitativen Bewertung der ermittelten Analyseergebnisse unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und technischer Aspekte. Im Fokus steht dabei die zielorientierte Implementierung eines RFID-Systems auf Grundlage belastbarer Kennzahlen: Entscheidungsspielräume und Maßstäbe für den Projekterfolg werden durch die Darstellung von Alternativen aufgezeigt. Somit entsteht ein Überblick über vorhandene und benötigte Prozesse, anhand der sich das Potenzial einer RFID-Lösung sowie die Kosten-Nutzen-Situation präziser abschätzen lassen.

Die Vorprüfung von geeigneten Komponenten wie Reader, Antennen oder Transponder kann den Testaufwand im späteren Anwender-Unternehmen teils merklich reduzieren. Bild: Winckel

Proof of Concept

Als dritter Schritt erfolgt der Machbarkeitsnachweis. Dieser ‚Proof of Concept‘ erfolgt in der Regel in der realen Umgebung beim Unternehmen zur Sicherstellung eines reibungslosen Zusammenspiels von Software- und Hardwarekomponenten. Bei Bedarf bietet der Integrator eine Vorprüfung von geeigneten Komponenten wie Reader, Antennen oder Transponder an, die in einer umfangreichen, industriellen Testumgebung erfolgt. Für den Proof of Concept beim Anwender stehen mobile Gate-Lösungen und verschiedene Hard- und Softwarekomponenten bereit. Damit lässt sich die gewünschte RFID-Technologie zur Erfassung der nötigen Prozessdaten in die realen Abläufe integrieren, ohne in Prozesse und IT-Strukturen eingreifen zu müssen. Anhand reproduzierbarer Testergebnisse lässt sich dann das Projekt weiter ausarbeiten sowie Kosten, Möglichkeiten und Grenzen einer Lösung genauer beleuchten.

Die Pilotphase

Der folgende ‚Pilot‘ ist ein Langzeittest der vor Ort implementierten Lösung innerhalb einer abgegrenzten Umgebung – beispielsweise einem Anlagen- oder Lagerfeld. Unternehmensleitung und Mitarbeiter erhalten so die Möglichkeit, die Installation im Tagesgeschäft zu testen und sich mit der RFID-Technologie vertraut zu machen. Die Integration erfolgt eine Stufe tiefer als beim Proof of Concept, Komponenten und Hardware können aber in der Regel mit vertretbarem Aufwand verändert oder zurückgebaut werden. In dieser Projektphase werden auch Datenschnittstellen zu den übergeordneten Systemen wie Warenwirtschaftssystem (WWS) oder Lagerverwaltungssystem (LVS) implementiert.

Der Rollout

Der Rollout des RFID-Systems bildet den Abschluss des Projekts und umfasst je nach Umfang die Implementierung weiterer Erfassungspunkte beziehungsweise die Abdeckung weiterer Anlagenteile oder Niederlassungen. Zu diesem Zeitpunkt stehen alle Komponenten fest und die Daten-Schnittstellen zu den Back-End-Systemen sind implementiert und getestet. Die Umsetzung erfolgt jeweils unter individueller Berücksichtigung ortsrelevanter Gegebenheiten. Die stringente Umsetzung dieser Methodik kann helfen, sowohl Verbesserungspotenziale frühzeitig zu ermitteln, als auch mögliche Kosteneinsparungen und Fehlerquellen im Projektverlauf aufzuzeigen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Siemens beendet das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres mit positiven Neuigkeiten. Umsatzerlöse und Gewinn legen kräftig zu.‣ weiterlesen

Insgesamt 8,2Mrd.€ hat der Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2019 für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Auch in der Pandemie behalten F&E-Ausgaben einen hohen Stellenwert.‣ weiterlesen

Seit rund 100 Jahren steht die Automobilindustrie wie keine andere für die Fabrikarbeit am Fließband. Doch jetzt deutet sich eine Technologiewende an. Künftig könnten Fahrerlose Transportfahrzeuge Karosserien, Material und ganze Fahrzeuge durch die Fabrik bewegen. In mehreren Modellfabriken fahren die Automaten bereits durchs Werk.‣ weiterlesen

Immer mehr Anlagen sollen Betriebsdaten im IoT zur Bearbeitung bereitstellen. Mit dem Susietec-Portfolio will Kontron insbesondere den Aufbau von IoT-Lösungen für bestehende Anlagen unterstützen. Der Anbieter von IoT- und Embedded-Computing-Technologie rechnet für 2021 mit mehr als 50 Prozent Wachstum in diesem Geschäftsfeld.‣ weiterlesen

Im März haben die Bestellungen im Maschinen- und Anlagenbau im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt. Dabei kamen sowohl aus dem Aus- als auch aus dem Inland positive Signale.‣ weiterlesen

Vor wenigen Jahren galt MES-Software vielen noch als Spezialsoftware mit nur aufwendig erschließbarem Nutzen. Inzwischen ist sie fester Bestandteil der meisten prozessnahen IT-Architekturen in der Prozess- und gerade der Pharmaindustrie. Insbesondere wenn viele Systemfunktionen auf die Prozessführung nach ISA95 entfallen und chargenorientiert produziert wird.‣ weiterlesen

Automobilhersteller agieren bislang erfolgreich in ihren eher geschlossenen Wertschöpfungsketten. Sie verstehen den Markt als Nullsummenspiel. Unternehmen wie Apple haben vorgemacht, dass es auch anders geht: Von offenen Ökosystemen können alle profitieren. Wann öffnet sich die Automobilindustrie für diese Idee?‣ weiterlesen

Mit dem Wechsel von Kathleen Mitford zu Microsoft wird Catherine Kniker zur EVP (Executive Vice Presdient) und Chief Stategy Officer bei PTC ernannt.‣ weiterlesen

Gemeinsam mit CEO Peter Sorowka leitet Carsten Stiller seit 1. April das Softwareunternehmen Cybus. Er verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.‣ weiterlesen

Siemens Digital Industries bekommt einen neuen CTO. Dirk Didascalou soll zum 1. September neuer Technikchef werden.‣ weiterlesen

Die Wirtschaft blickt überwiegend optimistisch in die Zukunft: Knapp 40 Prozent der Unternehmen wollen laut der jüngsten Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft 2021 im Vergleich zu 2020 mehr produzieren.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige