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Produktionsmanagement im Maschinenbau

Auftragsnetz und Produktion IT-gestützt synchronisieren

Kronen entwickelt und produziert seit Ende der 80er-Jahre Maschinen und Anlagen für die industrielle Verarbeitung und Verpackung von Nahrungsmitteln. Für die Feinjustierung der Produktionsprozesse erweiterte der Fertiger seine Unternehmenssoftware um eine eigenständige Manufacturing-Lösung.

Bild: Industrie Informatik GmbH & Co.KG

Das Kehler Unternehmen Kronen fertigt Maschinen und Anlagen für die industrielle Verarbeitung und Verpackung von Nahrungsmitteln. Zur Koordination seines Produktionsnetzwerks für Lösungen im Bereich ‚Gemüse und Salat‘ entschied das Unternehmen als Ergänzung der Enterprise Resource Planning-Software (ERP) SAP R/3 – einschließlich Finanzbuchhaltung und Materialwirtschaft – die Anschaffung des Manufacturing Execution-Systems (MES) Cronetwork mit dem APS-Modul für Feinplanung oder ‚Advanced Planning and Scheduling‘. Als Einzelfertiger sind es dem global operierenden Maschinen- und Systemlieferanten weniger die Anzahl der Aufträge, die die Herausforderung in der Fertigung darstellen, als vielmehr das Auftragsnetz hinter jeder zu fertigenden Maschine.

Andreas Ell, Leiter Arbeitsvorbereitung (AV) bei Kronen, erläutert: „Das Auftragsnetz stellt die Struktur der Maschine mit teilweise über 500 Teilen dar, die wir dafür zukaufen. An dieser Stelle wollten wir endlich eine bessere Übersicht haben.“ Bis zur Einführung der Lösung des Softwareanbieters Industrie Informatik wurde die Fertigungssteuerung lediglich durch ERP-Funktionen zur Produktionsauftragseröffnung und entsprechenden Bestandsinformationen unterstützt. Sehr komplexe Maschinen konnten daher nur mit hoher Konzentration und hohem Engagement des Personals in der Fertigungssteuerung korrekt geplant und realisiert werden.

Auftragshorizont und Bedarfe präzise abbilden

Bereits kleine Planungs- und Steuerungsfehler konnten zu Hektik in der Auftragsausführung sowie zu ungewollter Kapitalbindung durch hohe Umlauf- und Lagerbestände führen. Der Betrieb arbeitet kundenauftragsbezogen; es ergibt wenig Sinn, Horizonte länger als drei Monaten darzustellen. Um Kunden termingerecht zufriedenstellen zu können, müssen Maschinen und Anlagen in einem Zeitfenster von längstens zehn Wochen geliefert werden. Standardlieferzeiten zwischen zwei und sechs Wochen sind die Regel. „Wir müssen immer die nächsten sechs Wochen sehr genau abbilden können“, sagt der AV-Leiter, „entscheidend in unserer Fertigung ist aber, dass nicht nur die Kapazität ‚Mensch und Maschine‘, sondern die vorhandene Kapazität des Materials, das verarbeitet wird, von größter Bedeutung ist.“ Zudem war es der Wunsch nach einer integrierten Personalzeiterfassung (PZE) und neuer Hardware zur Betriebsdatenerfassung (BDE), die Kronen zur Implementierung einer MES-Lösung veranlasste.

„Wir brauchten ein mehrschichtiges Gesamtsystem, dass die betriebswirtschaftlich berichtenden und die Produktion- planenden Ebenen des Unternehmens und den eigentlichen Fertigungs- beziehungsweise Produktionsprozess abdeckt“, schildert Robert Lankhart, Prokurist Controlling, Finanzen und Personalwesen. Das MES sollte ebenfalls der fortlaufend steuernden Durchsetzung einer bestehenden und gültigen Planung und der Rückmeldung aus dem Prozess dienen. Darüber hinaus versprach sich der Einzelfertiger aus dem Einsatz einer entsprechenden Lösung mehr Übersichtlichkeit etwa im Einkauf, Produktion, Lager- und Materialwirtschaft, eine Reduzierung der Durchlaufzeiten sowie höhere Liefertreue. Zum anderen sollte vor dem Hintergrund konjunkturbedingten Wachstums von bis zu 30 Prozent keine riskante personelle Verstärkung der AV und der Produktionsleitung direkt folgen lassen.


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