Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Product Lifecycle Management

Konstruktionswelten vereinen

Der Baden-Württembergische Druckgießmaschinen-Hersteller Oskar Frech hat nach einer Übernahme die Daten seiner verschiedenen Konstruktionsanwendungen in einer zentralen Datenbank integriert. Entstanden ist eine Entwicklungsumgebung mit durchgängig integrierter Prozesskette.

Nach einer Firmenübernahme musste der Druckgießmaschinen-Hersteller Oskar Frech GmbH & Co. KG seine Konstruktionsprozesse anpassen. Das Schorndorfer Unternehmen entwickelte Maschinen und Werkzeuge zuvor mit ‚Auto CAD‘ und ‚Inventor‘ von Autodesk. Die Verantwortlichen setzten das Ziel, alle Entwicklungsdaten in das Product Lifecycle Management-System (PLM) ‚Teamcenter‘ von Siemens PLM Software zu übernehmen. Sämtliche Dokumente aus der mechanischen Konstruktion sollten in nur einer Datenbank verwaltet und die Konstruktionsdaten für das CAD-System ‚Siemens NX‘ bereitgestellt werden. Beide Lösungen waren bereits im Haus vorhandenen und die internen Prozesse auf sie abgestimmt.

Daten integriert

Auch aus diesem Grund sollten die übernommenen Daten aus Auto CAD, Inventor und ‚Vault‘ in die bestehenden Systeme integriert werden. „Wir haben für diese Aufgaben einen Spezialisten auf dem Gebiet der Datenmigration gesucht und in ARC Solutions gefunden“, sagt Thomas Zimmermann, PLM-Administrator bei Frech. Das Software-Systemhaus aus Chemnitz bietet Unterstützung bei der Integration von IT-Lösungen und nutzt dafür Standardprodukte von Siemens und eigene Entwicklungen. Für die Aufgabe bei Frech galt es unter anderem mehr als 30.000 Alt-Dateien in Neutralformate umzuwandeln und die Daten in eine importfähige Struktur aufzubereiten. „Die Integration der 2D-Daten und 3D-Daten in die Datenbank und deren Bereitstellung für ‚NX‘ waren eine Herausforderung. Unsere Software ermöglicht es, die Konstruktionsdaten kompletter Maschinen mit ihren jeweiligen Baugruppen und Strukturen in der PLM-Datenbank abzulegen und für interne Freigabeprozesse zur Verfügung zu stellen, sodass die Prozesse beim Kunden mit den neuen Daten ohne Verluste weiterleben“, erläutert Sven Herbst, Projektleiter beim Chemnitzer Lösungsanbieter.

Zusätzlich zur Datenmigration und dem Training der Nutzer zu neuen Funktionalitäten erfolgte im IT-Projekt die Umstellung der CAD-Lösung von der Version aus 2007 auf 2013. Die Anbindung der Schnittstelle ans PLM-System haben ebenfalls die Mitarbeiter des sächsischen Unternehmens realisiert. „Mit dem Migrationsprojekt haben wir bisher getrennte Welten aus mehreren Datenbanken in einer einzigen vereint. Die Suche nach technischen Informationen findet an einer zentralen Stelle statt, das zeitaufwendige Durchsuchen mehrerer Datenpools hat nun ein Ende. Darüber hinaus benötigen wir jetzt nur noch ein 3D-CAD-System statt zwei“, fasst Thomas Zimmermann die Auswirkungen der IT-Initiative für den Maschinenbauer zusammen. Für die Schorndorfer Firma ergeben sich in der neuen Systemumgebunden zudem Effekte wie reduzierte Lizenzkosten, ein reduzierter Schulungsaufwand sowie weniger Administrationsarbeit der Programme. Die Weiterbearbeitung der Zeichnungen geschieht ohne Datenverluste im integrierten CAD-System. Von der Idee bis zum fertigen Produkt verfügt das Unternehmen Oskar Frech somit über eine integrierte Prozesskette.


Das könnte Sie auch interessieren:

Vernetzte Produkte und softwarebasierte Lösungen gelten besonders in der Industrie, Logistik und im Mobilitätssektor als Schlüssel zu datengetriebenen Geschäftsmodellen. Im Mittelpunkt dieser Entwicklung steht das Internet of Things. Die Analysten von Tech Data haben untersucht, wie es um IoT-Technologien wie Machine Learning aktuell steht.‣ weiterlesen

Der Autohersteller Mercedes hat das digitale Ökosystem MO360 vorgestellt. Das Produktions-Ökosystem bündelt selbst entwickelte und vernetzte Shopfloor-Anwendungen auf einer Plattform, an der sich die Werke des Herstellers weltweit bedienen können. Die so vernetzte Factory 56 in Sindelfingen soll ab September ihren Betrieb aufnehmen.‣ weiterlesen

Fast 80 Prozent der Maschinenbauer sehen die Notwendigkeit, bei digitalen Geschäftsmodellen zu kooperieren. Das hat der VDMA in einer Befragung mit McKinsey ermittelt. Auf großes Wachtumspotenzial deutet dabei hin, dass erst 0,7 Prozent der Umsätze in Europa mit digitalen Plattformen und Services erzielt werden.‣ weiterlesen

Verschlüsselungssoftware spielt auf dem Weg zu mehr Datenschutz eine wichtige Rolle, doch können Computersysteme auch auf physikalischem Wege angegriffen werden. Durch das Abfangen von Stromschwankungen oder das Auslösen von Fehlern durch elektromagnetische Impulse werden Geräte wie Smartphones und Schlüsselkarten angreifbar.‣ weiterlesen

Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben in Zusammenarbeit mit der Isoloc Schwingungstechnik GmbH eine Sensormatte für Steharbeitsplätze entwickelt. Sie erfasst die Fußposition eines Mitarbeiters und erkennt Gewichtsverlagerungen.‣ weiterlesen

Die Technologieinitiative SmartFactory KL feiert ihr 15-jähriges Bestehen. Heute beteiligen sich mehr als 50 Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen an der Initiative.‣ weiterlesen

ERP-Lösungen spielen eine zentrale Rolle in den Unternehmen und das tun sie gut. So die Erfahrungen von 2.089 Anwenderunternehmen aus dem deutschsprachigen Raum, die im Zuge der aktuellen Studie ‘ERP in der Praxis‘ durch die Analysten der Trovarit mittlerweile zum 10. Mal befragt wurden. Die Studie weist Zufriedenheitsbewertungen von mehr als 40 ERP-Lösungen aus.‣ weiterlesen

Die Anforderungen an die Produktionsplanung von Fertigungsbetrieben steigen stetig. Jetzt hat MPDV, Hersteller von Fertigungs-IT, eine Feinplanungslösung für das eigene MIP-Ökosystem vorgestellt. Die APS-Software baut auf langjährigen Erfahrungen mit der bewährten MES-Lösung Hydra auf und kann von einfachen Arbeitsgängen bis hin zu komplexen Fertigungsaufträgen planen und optimieren. Im Interview erläutern Thorsten Strebel, Vice President Products, und Jürgen Petzel, Vice President Sales, warum der Softwarehersteller gerade jetzt mit einer APS-Lösung an den Markt geht - und was Fedra zu bieten hat.‣ weiterlesen

Wird weniger Energie verbraucht, sinken Betriebskosten ohne Produktivitätsverlust. Gerade im Verteilzentrum könnte viel Sparpotenzial brach liegen. Denn dort haben technische Fortschritte die Leistung, aber auch den Energiebedarf, in die Höhe getrieben. Daher sind zuletzt viele Materialflusshersteller an ihre Reißbretter zurückgekehrt, um energiesparende Varianten ihrer Fahrzeuge, Kräne und Managementsysteme herzustellen.‣ weiterlesen

Hat das ERP-System einmal den Anschluss verpasst, muss nicht immer gleich etwas Neues her. Sasse Elektronik gelang mit seinem IT-Partner Cosmo Consult das Re-Engineering der Business-Anwendung. Der Lohn bestand in deutlich kürzeren Prozessen bei erheblich weniger Papier im Büro.‣ weiterlesen

Insbesondere Unternehmen der Fahrzeugbau- und Elektroindustrie besitzen großes Potenzial zur Reduzierung des Energieverbrauchs in ihrer Produktion. Daher haben die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) und Limtronik als Mitglieder des SEF Smart Electronic Factory e.V. einen Use-Case entwickelt, in dem Wartungsintervalle eines energieintensiven Reflow-Ofen sensorgestützt optimiert werden.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige